Und wieder hat alles ein letztes Mal. Das letzte Mal Tennistraining, das letzte Mal Schwimmkurs, die letzte Runde Golf, der letzte Schultag… Die letzte Nacht quartieren wir Laila bei Freya ein und den Samstag verbringt sie noch ein letztes Mal mit ihren beiden besten Freundinnen. So nutzen wir den letzten und dazu noch kinderfreien Abend in Perth, um nett essen zu gehen und landen anschließend in Subiaco beim Public Viewing des Eröffnungsspiels der Fussi-WM. Da in Perth eine bunte Mischung aller Nationalitäten lebt, sind auch entsprechend viele Südafrikaner und Mexikaner vertreten, so dass richtig Stimmung aufkommt. Was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht ergründet haben, ist, woher dieses hornissenschwarmähnliche Brummen kommt. Denn von Vuvuzelas haben wir bis dahin noch nie was gehört und so glauben wir noch an eine Tonstörung. Bis zum Erwachen am Samstagmorgen sind wir also noch recht entspannt im Hinblick auf unsere bevorstehende Abreise und den damit verbundenen Auszug. Dann bricht allerdings die Hektik aus. Erstens haben wir schon wieder viel zu viele Klamotten angehäuft, so dass ich das Gefühl habe, das Haus wird nie leer und zweitens müssen wir die Hütte auch noch putzen, Bettwäsche und Handtücher waschen und, und, und… Eine Erkenntnis die wir auf unserer Reise gewonnen haben, ist sicherlich, dass Besitz belastet. Gegen 18.00 Uhr sind wir endlich fertig und fahren mit Sack und Pack zu Ken und Sharron. Das wir selber fahren können, verdanken wir leider der Tatsache, dass wir den Bus noch immer nicht verkauft haben. Glücklicherweise haben sich aber Freunde angeboten, den Bus in den nächsten Wochen für uns zu verkaufen. Sollte das nicht klappen bleibt uns nichts anderes übrig als ihn an einen Händler zu verkaufen – mal wieder mit dem entsprechenden Verlust L. Tja, und dann geht es ab zum Flughafen, nach Dubai und schließlich nach Hamburg, pünktlich um den 4:0 Sieg gegen Australien zu feiern. Bei aller Sympathie: die Australier sollten doch lieber bei den Spielen mit eiförmigen Bällen bleiben.
Und auch wenn unsere Weltreise nun offiziell zu Ende ist, geht die Reiserei wohl noch eine Weile weiter, um Eltern, Geschwister und Freunde zu besuchen. Zunächst geht es nach Wilhelmshaven, dann nach Kirchhellen und anschließend nach Gent (Belgien) und Köln. Zwischendurch versuchen wir dann irgendwie in Hamburg ein Haus zu finden, ein Auto zu kaufen und uns langsam wieder auf ein geregeltes Leben einzustellen.
Zusammenfassend lässt sich noch sagen:
- Wir waren in Summe 15 Monate auf Reisen
- und 4 Monate in Stahnsdorf
- waren in 6 Ländern auf 2 Kontinenten
- Laila hat 3 Schulen in 3 Ländern besucht und spricht jetzt fließend Englisch
- wir haben 1 Auto, 1 Campervan, 1 Wohnung, 2 Häuser und 5 Paar Flipflops verschlissen
- einen Gehirntumor überstanden
- viele Freunde gefunden
- und Orte kennen gelernt, an denen man sehr gut leben kann
- und das Wichtigste: es war eine einmalige Erfahrung und wir würden es jederzeit wieder tun!!!
Und damit heißt es nun endgültig: La korn, e noho rā, bye bye und auf Wiedersehen!!!
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