Montag, 27. April 2009

Dunedin - Oamaru - Hamner Springs - Nelson

21. April 2009

Heute ist Mama-Tag! Stefan hat im Motel eine kostenlose Golfrunde auf dem ältesten Golfplatz der südlichen Hemisphäre (1871) abgestaubt und verschwindet nach einer kurzen gemeinsamen Stadterkundungstour. Wir machen erstmal eine Factory Tour in der Cadbury Schokoladenfabrik. Beim Anblick des automatischen Hochregallagers werde ich fast ein bischen sentimental, beim Schokoladenwasserfall ist es dann aber auch schon wieder vorbei - das wäre mit den Monti-Griffeln ja auch gar nicht gegangen ;-) Nach diversen Fotos mit dem Cadbury Easterbunny geht’s weiter mit Happy Meal und Spielecke bei McDonalds und einer kurzen Shoppingtour. Dann packen wir die Badehose ein und machen uns auf den Weg zum Schwimmbad. Leider habe ich mit der Entfernung etwas verschätzt und auf der Karte war auch nicht zu erkennen, dass das Schwimmbad auf dem Berg ist. Da muss ich unsere lauffaule Tochter also erstmal rauflotsen – da macht sich doch wieder das einstmals absolvierte Motivationstraining bezahlt ;-) Dafür ist das Schwimmbad dann aber auch gigantisch. Ich kann mich nicht erinnern schon mal so ein riesiges Schwimmbad gesehen zu haben – mit Sprungtürmen, Wellenbad und unzähligen Bahnen. Vielleicht ist aber meine Wahrnehmung nach 4 Monaten Neuseeland auch schon etwas getrübt. Der Rückweg bleibt uns dann glücklicherweise erspart. Stefan sammelt uns mit dem Auto ein. Den letzten Abend in Dunedin beschließen wir dann unter lauter Asiaten in einem koreanischen Restaurant.


22. April 2009

Good bye, Dunedin! Wir nehmen noch kurz die steilste Strasse der Welt mit (steht sogar im Guiness Buch). Laila und ich schauen mal von unten hoch, sieht gar nicht so steil aus; Stefan läuft hoch, ist aber steil. Oben trifft er einen älteren Herrn, der die Strasse täglich 30-mal rauf läuft. Vielleicht schafft er es damit ja auch noch in Guiness Buch! Dann nehmen wir Kurs in Richtung Norden – mit einem kleinen Abstecher zu einer Goldmine, eine der wenigen, die man auch besichtigen kann. Wir kommen gerade noch rechtzeitig, um an der 2-stündigen Führung teilzunehmen. Ich hatte mir das ja irgendwie anders vorgestellt, aber das liegt vielleicht daran, dass ich im Ruhrpott aufgewachsen bin. Fördertürme gibt es da jedenfalls nicht. Dafür aber gigantische Bagger und Laster, die riesige Steinmassen abtragen, um daraus dann 2 Teelöffel Gold am Tag zu gewinnen. Darüberhinaus müssen sie dann, wenn sie irgendwann fertig sind, auch noch die Landschaft in ihren Ursprungszustand zurückversetzen. Dabei darf das Gras nicht zu grün und die Hügel nicht zu steil oder kantig werden. Kaum vorstellbar, dass sich das überhaupt lohnt. Dann setzen wir die Reise gen Norden fort. Auf dem Weg nehmen wir noch eine weitere Touristenattraktion mit - die Moeraki Boulders. Das sind Steine, die aussehen als hätte jemand Riesenmurmeln über den Strand verteilt. In Oamaru kommen wir dann eigentlich gerade rechtzeitig an, um die Blue Penguin Kolonie anzuschauen – die Kollegen kommen nämlich immer nur abends aus dem Wasser. Nur leider soll man dafür Eintritt zahlen und das sehen wir in diesem Fall nicht ein, zumal es ein paar Kilometer weiter kostenlos andere Pinguine zu sehen gibt. Wir bekommen tatsächlich einige zu Gesicht, wenn auch etwas aus der Ferne…aber Hauptsache umsonst ;-)


23. April 2009

Das heutige Etappenziel ist eigentlich Ashburton, denn dort soll es angeblich so schön sein. Schon die Strecke dorthin zeichnet sich nicht gerade durch ihren Abwechslungsreichtum aus und man muss ständig aufpassen, dass man nicht zu schnell fährt. Das ist, wie wir ja schon wissen, extrem teuer hier. Und wie eigentlich schon kaum anders zu erwarten, ist Ashburton der totale Reinfall. Wer auch immer das Gerücht aufgebracht hat, dass es dort schön sein soll, muss einen sehr eigenwilligen Geschmack gehabt haben. Vielleicht sollte man Orte, die im Lonely Planet nicht mal erwähnt werden, einfach besser von der Reiseroute streichen ;-) Wir versuchen dann wenigstens der näheren Umgebung noch eine Chance zu geben und fahren noch nach Methven (steht im Lonely Planet), aber was macht man in einem Skiort ohne Schnee? Also nix wie weg und auf nach Hamner Springs. Damit haben wir noch drei Stunden Autofahrt vor uns, aber der Tag ist sowieso nicht mehr zu retten. Wenigstens finden wir ein nettes Motel und beschließen dann dort auch die letzten beiden Nächte unseres Urlaubs zu verbringen.


24. April 2009

Hamner Springs ist wie der Name schon vermuten lässt, bekannt für seine heißen Quellen. Aber auch sonst kann man dort einiges unternehmen. Unter anderem gibt es auch einen Pitch & Put Golfplatz – für Laila genau das Richtige. Für uns offenbar nicht, wir treffen nicht mal ansatzweise ein Grün :-( und sind froh als wir die 18 Löcher hinter uns gebracht haben. Der Nachmittag sieht dann entspannter aus. Wir garen uns in den heißen Pools bei 38° - 41° C. Etwas eklig sind die schwefelhaltigen Becken. Den Geruch wird man kaum wieder los, aber für irgendwas wird es schon gut sein. Dann beschließen wir den Abend und damit auch unseren Urlaub (im Urlaub) in einem gemütlichen Restaurant mit Kaminfeuer (für uns) und Madagaskar (für Laila).


25. April 2009

Die Strecke von Hamner Springs nach Nelson zieht sich endlos hin. Auch der Lewis Pass bietet nicht gerade eine große Abwechslung. Genau genommen muss man schon ziemlich aufpassen, damit man ihn nicht verpasst. In Nelson stapelt sich die Post im Briefkasten – auch der Brief von meiner Mutter mit den Aufklebern für die Ostereier ist jetzt endlich da. Naja, das nächste Osterfest kommt ja bestimmt ;-) Nachdem wir das Auto ausgeladen haben, nehmen wir das Projekt ‚Schlafen ohne Mütze’ in Angriff und kaufen einen Ölradiator, zwei Wärmflaschen und dicke Hausschuhe. Mit der hier gängigen Heizdecken- lösung können wir uns wirklich nicht anfreunden. Mittlerweile regnet es, aber der Urlaub ist ja auch vorbei ;-) Wir treffen uns zum Kochen mit Alice, Markus und Jenna und die beiden Mädels schauen glücklich wiedervereint Pippi Langstrumpf. Zu energischen Protesten kommt es erst als Stefan ihnen im Bett die Kissen unter den Füßen wegziehen will – schließlich weiß doch jeder, dass eine Pippi Langstrumpf immer mit den Füßen auf dem Kissen schläft! Oder?


26. April 2009

Dort liegen die Kissen vermutlich auch noch, als die beiden dann um 7.15 Uhr aufwachen – und das am Sonntag! Zumindest verschonen sie uns aber noch eine Weile und konzentrieren sich auf irgendwelche Bastelarbeiten in Lailas Zimmer. Da kann man dann auch schon mal ein Auge zudrücken, wenn hinterher offene Klebe- und Filzstifte auf dem Bett rumliegen. Irgendwann quälen wir uns dann aber doch aus dem Bett. Irgendwie wird es auch gar nicht hell und in der Mitte der Straße sprudeln zwei Springbrunnen aus dem Gulli. Ach ja, es regnet mal wieder! Gegen Mittag wird Jenna dann leider abgeholt und damit sind wir wieder für Lailas Bespaßung zuständig. Um diesen miesen Regensonntag dann noch irgendwie lustig zu gestalten, leihen wir uns Madagaskar 2 aus und haben in der Tat sehr viel Spaß dabei. Und dann wird es auch schon Zeit den Radiator anzuwerfen, die Wärmflasche zu füllen und den fehlenden Schlaf der vergangenen Nacht nachzuholen.

Montag, 20. April 2009

Queenstown - Te Anau - Curio Bay - Dunedin

15. April 2009

Ein weiterer Actiontag in Queenstown! Das Wetter ist zwar heute nicht mehr so traumhaft wie am Vortag, aber wir fahren trotzdem mit der Gondel auf den Berg. Etwas ungewohnt ohne Skier ;-) Dafür kann man oben auf einer Sommer- rodelbahn fahren, was Stefan und Laila dann auch machen. Ich übernehme das Zielfoto! Eine Weile schauen wir noch den Paraglidern zu, dann geht’s wieder ab ins Tal. Wir wandern zur Eishalle, denn Laila will unbedingt Schlittschuhlaufen, und wir haben sogar noch riesiges Glück, denn heute ist Promotiontag und es kostet nur 5 $ pro Person all inclusive! Laila entwickelt ungeahnte Ausdauer und so verbringen wir fast 2,5 h auf dem Eis. Ich spüre meine Füße kaum noch in den unbequemen Schuhen. Wieder draußen kriegen wir einen Temperatur- schock. Mittlerweile ist die Sonne rausgekommen und nach den Minusgraden in der Eishalle kommt es uns unglaublich heiß vor. Wir holen uns Essen vom Inder und verbringen noch eine Weile auf dem Spielplatz. Nach einem Bummel durch die City und einem Abstecher in den Supermarkt quälen wir uns mit den ganzen Tüten den steilen Berg zu unserem Motel rauf. Das reicht für heute!


16. April 2009

Heute heißt es Abschied nehmen von Queenstown. Vorher treffen wir aber noch unsere Bekannten aus Nelson, die eher in japanischer Geschwindigkeit reisen und schon wieder auf dem Rückweg sind. Das trifft sich allerdings ganz gut, denn meine Jacke liegt noch in ihrem Auto und spätestens beim nächsten Regen wäre das ziemlich doof. Die Kinder freuen sich auch über das unverhoffte Wiedersehen und wir trinken noch gemütlich in der Sonne ein Käffchen. Dann schleife ich Laila durch sämtliche Schuhgeschäfte bis wir was Passendes für sie gefunden haben, denn die alten gehen mittlerweile gar nicht mehr. Wir machen noch einen Abstecher zu den Deer Park Heights, wo man 1. Alpakas, Ziegen, Esel und sonstiges freilaufendes Getier füttern kann und 2. zahlreiche Szenen aus ‚Herr der Ringe’ gedreht wurden – an die ich mich natürlich nicht mehr im Geringsten erinnern kann. Aber trotzdem toll ;-) Dann sind wir ‚on the road again’, denn bis Te Anau, dem Ausgangspunkt für Touren in die Sounds, sind es noch einige Kilometer.


17. April 2009

Was jetzt kommt, ist vermutlich nicht weiter überraschend ;-) Wir fahren in die Sounds, genauer gesagt in den Milford Sound. Die Fahrt dauert noch immer 2h mit einem Stopp an den Mirrorlakes. Die Wetter- vorhersage hält leider, was sie verspricht und als wir ankommen, regnet es in Strömen. Aber wir haben die Bootstour schon gebucht und es soll ja auch bei Regen seinen Charme haben - mal gut, dass ich meine Jacke wiederhabe. Von allen Seiten strömen gigantische Wasserfälle in den Sound. Bei trockenem Wetter sind diese dagegen gar nicht zu sehen. Hat sich also tatsächlich noch halbwegs gelohnt, eine etwas bessere Sicht wäre vielleicht noch toll gewesen. Ich kann jetzt nicht gerade behauten, dass ich den Milford Sound wirklich gesehen hätte. Und da ja ein Unglück selten allein kommt, fällt uns dann auch noch unser relativ neuer Super-Fotoapparat runter. Was soll ich sagen; Display im A…., Stefan sauer! Gut, dass es ihm selbst passiert ist. Zurück in Te Anau besuchen wir noch einen Vogelpark. Dort leben einige Takahe, von denen es weltweit nur noch 200 gibt, was ich beim Anblick des plumpen, gemächlichen Vogels, der natürlich auch nicht fliegen kann, allerdings auch nicht weiter erstaunlich finde.


18. April 2009

Nächstes Ziel ist Curio Bay in den Catlins. Dort haben Manfred und Erika bei ihrer Tour eine tolle Unterkunft entdeckt und außerdem soll es in der Bucht Delfine und Pinguine geben. In Invercargill stoppen wir für einen Snack und bevorraten uns im Supermarkt, denn an unserem Zielort gibt es außer Sand und Meer nicht viel. Das Appartement ist in der Tat sehr nett und nach einen Tag im Auto gehen wir erstmal an den Strand. Stefan wagt sich sogar noch ins Wasser, muss sich danach aber eine Stunde in der Badewanne aufwärmen. Die Badesaison ist eindeutig vorbei! Das Bad scheint ihn aber zu neuen Taten motiviert zu haben, denn anschließend macht er sich noch mal auf, um die Pinguine zu suchen. Laila und ich geben uns damit zufrieden mit der neu erworbenen Knete welche zu basteln. O.k., im Nachhinein bereue ich es dann ein bischen, den Stefan bekommt tatsächlich welche zu sehen. Die Fotos kann man leider auch vergessen, denn wir haben ja keinen richtigen Fotoapparat mehr ;-(.


19. April 2009

Das Aufwachen ist ein echtes Erlebnis! Vom Bett aus schaut man direkt aufs Meer, wo sich die Delfine tummeln. Na gut, das ist jetzt etwas übertrieben, aber später sehen wir tatsächlich noch Delfine die in der Bucht in den Wellen surfen. So stellt man sich wohl immer das romantische Haus am Meer a la Rosamunde Pilcher vor, leider findet man das aber auch nur in so abgelegenen Käffern wie hier. Naja, wir genießen es und machen uns dann wieder auf den Weg in die Zivilisation, nach Dunedin mit immerhin 100 000 Einwohnern. Auf dem Weg gibt es noch einige Wasserfälle, Aussichtspunkte, Sealkolonien… und nicht zu vergessen eine Kuriositätensammlung in einem alten Bus. Einige Sehenswürdigkeiten klappern wir noch ab und kommen dann kurz vor Einbruch der Dunkelheit in Dunedin an. Wir finden relativ schnell ein Motel und essen für kleines Geld in einem kambodschanischen Restaurant. Dabei bedauern wir wieder einmal, dass wir nicht doch in Angkor Wat waren. Vielleicht bei der nächsten Weltreise ;-)


20. April 2009

Die Otago Peninsula bei Dunedin ist bekannt für ihre Albatross Kolonie. Allerdings muss man Glück habe, um auch tatsächlich Albatrosse zu sehen. Bei stürmischem Wetter – so wie heute – stehen die Chancen aber ganz gut. Vorher erleben wir aber noch ein paar Pleiten: Der Eintritt für Lornach Castle ist uns zu hoch, wir drehen wieder ab, der Weg zum Aussichtspunkt am Sandy Mountain ist uns zu weit, wir fahren wieder ab und der Weg über die Schafwiesen zu der Seelöwenkolonie ist uns zu anstrengend, wir drehen irgendwann um. Danach werden wir aber entschädigt, denn die Albatrosse haben heute Flugtag und man kann sie hervorragend sehen. Unglaublich, wie groß die die Viecher sind (Nein, das ist keine Möwe auf dem Foto!). Dann trennen sich für den Rest des Nachmittags unsere Weg. Ich gehe shoppen, Stefan und Laila gehen ins Otago Museum. Als wir uns im Motel wieder treffen, habe ich eine neue Mütze und ein T-Shirt und Laila kennt jetzt die Skelette (oder wie sie immer sagt: das Geknöchel) sämtlicher Säugetiere. Da sind doch alle zufrieden! Und während ich das hier gerade schreibe, läuft im Hintergrund der erste Teil von ‚Herr der Ringe’. Vielleicht erkennt man ja doch mal eine Stelle wieder!

Dienstag, 14. April 2009

Hokitika - Franz-Josef - Wanaka - Queenstown

06. – 09. April 2009

Die restlichen Tage vor den Ferien fliegen nur so dahin. Donnerstag ist der letzte Schultag und gleichzeitig ist da auch noch volles Programm. Laila hat in der Schule eine Art Sportfest – Stefan fährt als Zuschauer hin, anschließend backen alle internationalen Schüler zusammen Plätzchen. Ich backe währenddessen zu Hause diverse Ladungen an Franz- und Laugenbrötchen für die Reise und packe zwischendurch unsere Rucksäcke. Nach der Schule geht es dann zum Ballet und abends haben wir noch eine besondere Überraschung im Ärmel. Ich gehe mit Laila und ihrer Freundin Jenna zu ‚Snow White’ in die Nelson School of Music. Anschließend liefere ich die Mädels bei Jennas Eltern ab, wo Laila übernachten darf. What a day. Jetzt bin ich urlaubsreif!


10. April 2009

Über Nacht hat es gefroren und auf den Bergen rund um Nelson hat es geschneit. Das sieht sensationell aus, nur wenn man in einem Haus ohne Heizung lebt, hält sich der Spaß daran in Grenzen. Stefan schläft aufgrund seiner etwas ausgedünnten Haarpracht jetzt sogar mit Mütze. Die Schlafmütze hat jetzt eine ganz neue Bedeutung bekommen ;-) Egal, jetzt sind wir ja erstmal 2 Wochen unterwegs und können uns Unterkünfte mit Heizung suchen. Das Zelt lassen wir gleich zu Hause. Gegen neun Uhr wird Laila von Alice und Markus (Jennas Eltern) wieder bei uns abgeliefert, wir laden alles ins Auto und los geht’s in Richtung Hokitika. An den Pancake Rocks treffen wir dann Jenna und Familie wieder und unternehmen eine gemeinsame Wanderung. Mit der Aussicht auf ein Eis, legen die Kids ein ungeahntes Tempo an den Tag – zumindest auf dem Rückweg. Wir steigen alle gemeinsam in einem Backpacker in Hokitika ab, müssen dann allerdings leider feststellen, dass am Karfreitag alle Supermärkte geschlossen haben und wir uns mit Tiefkühlkost von der Tanke zufrieden geben müssen. Zumindest mit Wein sind wir aber gut bevorratet und so verbringen wir einen sehr geselligen Abend vor dem Kaminofen.


11. April 2009

Die Supermärkte haben wieder geöffnet und wir decken uns erstmal für die nächsten Tage ein. Wir haben abends zusammen mit den anderen ein Haus in Franz-Josef Town gebucht. Auf dem Weg dorthin machen wir einen Stop in Okarito, wo wir versuchen einen Strandsparziergang zu machen. Leider verderben uns die Sandflies den Spaß – die Viecher scheint man nicht mal im Winter loszuwerden. Schließlich unternehmen wir noch einen kurzen Bummel durch Franz-Josef, was ein gewisses Skiortflair hat und wandern anschließend zum berühmten Franz-Josef Gletscher. Mittlerweile sind die anderen auch eingetroffen und zusammen mit den Mädels bemalen wir Ostereier bevor wir uns ein paar Steaks in die Pfanne werfen. Noch leicht angeschlagen vom Vorabend fallen wir relativ früh ins Bett.


12. April 2009

Laila und Jenna sind natürlich früh wach und entdecken auch gleich die ersten Schokoladeneier, die der Osterhase über Nacht unterm Sofa versteckt hat ;-) Die Sorge, dass er sie im Urlaub vielleicht nicht finden könnte, war also gottseidank unberechtigt. Schwierig wird es dann die Geschenke auch richtig zuzuordnen. Die beiden haben da nämlich ihre eigene Aufteilung, die nicht ganz mit unserer übereinstimmt :-) Nach dem Frühstück fahren wir zum Lake Matheson, in dem sich bei klarem Wetter – das wir natürlich nicht haben – der Mount Cook spiegelt. Trotzdem umrunden wir den See – unter leichtem bis mittlerem Protest unserer Tochter. Dann stoppen wir noch am Fox Gletscher und treten dann die lange Fahrt nach Wanaka an. Der Rest des Tages ist nicht unbedingt erwähnenswert: ein schlechtes Motel, ein mieses Restaurant, dafür ein netter Ort und endlich mal wieder Sky TV.


13. April 2009

Eigentlich würden wir gerne noch eine Nacht in Wanaka bleiben, aber nicht in dieser Unterkunft. Wir packen also unseren Kram wieder ins Auto und fahren ein bischen durch den Ort auf der Suche nach einer netten Bleibe, finden aber so auf Anhieb nix. Dann treffen wir uns erstmal auf einen Kaffee, einen Einkaufsbummel und schließlich noch auf ein Picknick am See mit Jenna und Family und setzen unsere Suche dann fort. Laila ist muffelig, denn Jenna ist nach Queenstown weitergefahren und als dann unsere favorisierte Unterkunft ausgebucht ist, werfen wir das Handtuch, tanken das Auto voll und fahren auch nach Queenstown, wo Laila dann ihr Wiedersehen mit Jenna feiert. Die beiden toben durch Queenstown, als hätten sie die letzten 10 Stunden im Auto gesessen. Die schlechte Laune ist wie verflogen.


14. April 2009

Queenstown ist wohl die Stadt der unbegrenzten Möglichkeiten und da man hier soviel unternehmen kann, beschleißen wir noch 2 weitere Nächte zu bleiben. Leider fährt Jenna ab, was wieder zu leichten Verstimmungen bei Laila führt. Zunächst fahren wir nach Arrowtown, wo wir durch das historische Städtchen bummeln und ein zweites Frühstück einnehmen bevor wir dann eine kürzere Wanderung durch die herbstliche Landschaft unternehmen. Zur Belohnung gönnen wir uns alle ein Eis – unglaublich lecker und aus Argentinien! Dann schauen wir beim Brücke Bungy Jumping zu. Mir wird schon beim Zuschauen schwindelig - es geht 40 m tief in eine Schlucht. Laila findet es spannend. Tatsächlich springt während wir zuschauen sogar ein Kind. Nach einem Abstecher auf den Spielplatz und einem Bummel durch Queenstown, essen wir eine Pizza vorm Kamin und sind hoch zufrieden mit diesem abwechslungsreichen Tag. Queenstown ist ausgesprochen nett und wir überlegen, ob wir hier nicht noch vor unsere Weiterreise nach Australien einen kleinen Skiurlaub einschieben.

Montag, 6. April 2009

Nelson - Sun, Seals and Salmons

31. März – 5. April 2009

Schon wieder ist eine Woche rum, die Schönwetterperiode hält noch immer an und wir nähern uns mit Riesenschritten Ostern und den Osterferien, die wir nutzen werden, um den Süden der Südinsel zu bereisen. Die Woche lief dann aber erstmal mehr oder weniger routinemäßig ab und sicher will auch keiner mehr hören, wie viele Runden Golf wir wo gespielt haben. Nur soviel: es waren nicht so viele wie geplant, denn Stefan hat wieder Rücken- probleme und somit weiteren Behandlungs- bedarf bei Eddie. Zur Routine werden jetzt anscheinend auch die Alkoholkontrollen. Als ich Mittwochnachmittag Laila von der Schule abhole, muss ich doch tatsächlich ins Röhrchen pusten. Ob in Deutschland jemand auf die Idee käme, dass man seine Kinder vielleicht volltrunken von der Schule abholen könnte? Das Six-Pack noch auf dem Beifahrersitz! Wahrscheinlich nicht, aber hier scheint es wohl vorzukommen!

Als kleine Vorbereitung auf den bevorstehenden Urlaub (oder nennen wir es vielleicht besser Ferien, denn Urlaub ist ja eigentlich immer :-) ) fahren wir Samstag nach Golden Bay – 2 Stunden Autofahrt von Nelson entfernt. Um uns den üblichen Stress mit der Unterkunftssuche zu ersparen, haben wir tatsächlich schon mal im Voraus reserviert. Auch wir lernen ja dazu! Das Sans Souci Inn ist der Tipp aus dem Lonely Planet und sicherlich eine der besten Unterkünfte, die wir bisher hatten. Es gehört Schweizern, die es aus Tonziegeln selbst gebaut haben. Einzig das Kompostklo, das ökologisch bestimmt wertvoll ist und auch tatsächlich nicht stinkt, ist mir nicht sehr sympathisch. Vielleicht fehlt mir aber auch nur das vertraute Wasserrauschen. Erstmal halten wir uns da aber auch gar nicht lange auf, sondern machen uns auf den Weg zu den Pupu Springs. Man kann da in der Tat sehen wie das Wasser aus dem Boden aufsteigt. Es ist unglaublich klar, hat aber nur 12° C. Baden ist aber sowieso nicht erlaubt. Dann setzen wir die Fahrt fort, stoppen auf einen Snack im Mussel Inn – auch hier wieder Kompostklos – und erreichen schließlich den Wharariki Beach oder besser gesagt den dazugehörigen Parkplatz. Denn von dort muss man dann noch eine halbe Stunde über Schafwiesen und Riesendünen latschen bevor man den Strand überhaupt zu Gesicht kriegt. Dafür haben wir dann aber unglaubliches Glück. Das auflaufende Wasser hat zwischen zwei Felsen eine Art Pool gebildet, in dem sich mehrere junge Seehunde tummeln. Die sind soooo süß und ganz zutraulich, so dass sie ganz nah ran geschwommen kommen. Am anderen Ende des Strands befinden sich dann noch einige Höhlen und in einer davon tummelt sich dann eine Hochzeitsgesellschaft. Coole Idee! Aber wir sind ja nun mal schon verheiratet ;-) Wir treten den Rückmarsch und die Rückfahrt an und treffen uns in Takaka noch auf ein Bierchen mit Bekannten aus Nelson bevor wir uns dann kulinarisch von unseren Schweizer Gastgebern verwöhnen lassen. Sehr, sehr lecker! Auch das Frühstück am nächsten Morgen ist hervorragend und ich fühle mich beim Bircher Müsli fast wie in der Schweiz. Dann unternimmt Stefan zwei Anläufe seine Mädels zum Wandern zu bewegen, aber Laila weigert sich vehement und ich muss gestehen, dass ich auch nicht gerade viel Überzeugungsarbeit leiste, weil ich nämlich eigentlich auch keine Lust habe. So brechen wir die Aktion also schnell ab und fahren zurück nach Takaka, wo es eine Lachsfarm gibt. Theoretisch kann man dort sogar Lachse angeln, muss sie dann aber auch selbst ins Jenseits befördern und den Teil wollen wir Laila lieber ersparen. So schauen wir uns lieber die Aufzuchtbecken an und kaufen schon fertig geräucherten Lachs. Nebendran gibt es dann noch eine Art Streichelzoo mit Kaninchen, Meer- schweinchen und zahmen Aalen, die man mit Hackfleisch füttern kann. Das ist für Laila natürlich der Hit. Nach einer Runde Minigolf, bei der ich gnadenlos verliere, treten wir den Heimweg an. Laila schläft im Auto ein, was bei der kurvenreichen Strecke ordentlich ihren Kopf hin- und herschütteln lässt. Uns hätte das bestimmt drei Sitzung bei Eddie eingebracht, sie dagegen steigt vergnügt und ausgeruht aus dem Auto. Ach ja, dann haben wir am Wochenende auch hier jetzt die Uhren umgestellt. Auf Winterzeit! Wir sind nun nur noch 10 Stunden voraus, was zum Rechnen schwieriger zum Telefonieren und Skypen aber günstiger ist.

Montagabend sind wir dann zur ersten Runde des Nelsoner Kochduells eingeladen ;-) und werden hervorragend mit Filet Wellington verköstigt, das wohl nicht so heißt, weil das Rind aus der neuseeländischen Hauptstadt stammte :-). Dazu gibt auch das ein oder andere Glas Rotwein und als wir uns gegen 23.00 Uhr auf den Heimweg machen ist der Hangover für den nächsten Morgen schon vorprogrammiert. Aber es soll sowieso den ganzen Tag regnen!