Dienstag, 27. Januar 2009

Nelson - Lost in Translation

23. Januar 2009

Wir haben uns entschieden das Appartement an der Waterfront zu nehmen. Es gibt eigentlich auch keine richtige Alternative und im Vergleich mit allen anderen, die wir uns angesehen haben, ist hier das Preis-Leistungsverhältnis am besten. Einziger Haken ist der fehlende Garten, den wir uns eigentlich vorgestellt hatten. Den Vormittag verbringen wir damit unsere Visaanträge auszufüllen, denn bei der Einreise bekommt man nur ein 3-monatiges Visum, das man dann um 3 Monate verlängern kann. Natürlich kostenpflichtig! Mittlerweile sind wir sowieso schon Stammkunden bei der Immigration-Hotline. Leider brauchen wir auch noch Lailas Geburtsurkunde; die liegt natürlich sicher in Wilhelmshaven, aber nach ersten Aussagen reicht auch eine Kopie, die muss dann aber in englisch sein. Stefan fährt noch mal zur Schule und zum Makler, aber überall fehlt noch was, so dass heute nix mehr so richtig fertig wird. Den Frust reagiert er dann an ein paar unschuldigen Golfbällen ab ;-) Dafür verbringen wir dann aber einen sehr netten Abend beim Barbecue mit Andrea und Gerhard - unseren Vermietern. Es ist einer der wenigen Abende, an dem man mal richtig lange draußen sitzen kann ohne das es zu kalt wird. Und das machen wir dann auch.


24. Januar 2009

Gestern Abend (also morgens halb zehn in Deutschland) mobilisieren wir erstmal Stefans Vater, damit er uns die Geburtsurkunde einscannt und mailt. Natürlich ist sie nur in Deutsch! War eigentlich auch klar, aber da heute Samstag ist, kann man da jetzt eh nichts machen. Stattdessen fahren wir lieber zum Markt – eine Mischung aus Wochen- und Kunstmarkt. Es macht den Eindruck, als ob jeder, der was basteln oder kochen kann, das hier verkauft. Vielleicht sollte ich mal versuchen meine Whiskey-Muffins hier zu vermarkten. Wir kaufen Salami vom deutschen Metzger und endlich mal wieder ein richtiges Brot – vom deutschen Bäcker. Dann wird Stefan langsam nervös denn der Golfplatz ruft. Abends ist nämlich auch schon wieder Programm – Opera in the Park. Im Stadium in Nelson ist eine Bühne aufgebaut und auf der Wiese kann man überall sitzen und picknicken, was wir dann auch tun. Das Programm, bei dem sich 4 Opernsängern abwechseln – erst bei strahlendem Sonnenschein dann unter Sternen. Zum Abschluss gibt es ein Feuerwerk begleitet vom Orchester. Da bekommt man glatt eine Gänsehaut – und nicht nur wegen der kalten Nachtluft.


25. Januar 2009

Da es gestern Abend ganz schön spät war, schlafen wir heute noch länger als sonst. Ist ja schließlich auch Sonntag! Um 14.00 Uhr können wir uns noch ein Appartement ansehen, wir wissen aber schon vorher, dass das zu teuer ist. Es wäre aber auch sonst nicht in Frage gekommen. Wer will denn bitteschön Schlafzimmer ohne Fenster? Wir haben uns ja sowieso schon entschieden! Da das Appartement erst ab dem 20. Februar verfügbar ist und Laila erst ihr Visum braucht, um in die Schule zu gehen, wollen wir erst noch etwas auf der Südinsel rumreisen. Aber manchmal kommt es anders… Auf dem Rückweg vom Strand klingelt Stefans Handy. Irgendwann hatten wir mal einen Zettel im Supermarkt aufgehängt und tatsächlich ruft eine Dame an, die ein möbliertes Haus vermieten will. Da wir sowieso schon im Auto sind, fahren wir gleich hin. Wie sich rausstellt, wohnt die gute Frau selbst in dem Haus, wollte es eigentlich verkaufen und hat sich spontan überlegt, dass sie es ja auch vermieten könnte als sie unseren Zettel gelesen hat. Zwar ist die Einrichtung nicht so stylisch wie in dem Yuppie-Appartement, dafür liegt es aber im Grünen, hat einen Garten und sogar ein richtiges Kinderzimmer, welches sonst immer ihre Enkelkinder benutzen. Außerdem ist es noch deutlich günstiger. Direkt um die Ecke gibt es sogar noch eine Primary School, die wir uns noch kurz anschauen und die auch einen sehr guten Eindruck macht. Tja, da ist ja jetzt alles wieder offen! Bereits auf dem Weg nach Hause, kommen wir mehr und mehr zu der Überzeugung, dass das Haus die bessere Wahl ist! Als wir nach Hause kommen, paddeln dort die 2,5-jährigen Zwillinge einer Freundin von Andrea im Pool rum. Wir verbringen einen geselligen Nachmittag am Pool – Laila verfolgt von den beiden kleinen Windelpupsern. Unsere Entscheidung ist mittlerweile zu Gunsten des Hauses gefallen. Hoffentlich klappt das jetzt auch und die Hausbesitzerin überlegt sich das nicht noch mal anders.


26. Januar 2009

Gleich morgens versuchen wir Anita, die Hausbesitzerin, zu erreichen, es geht aber nur der Anrufbeantworter dran. Irgendwann ruft sie dann endlich mal zurück, will uns aber noch keine endgültige Zusage geben, weil sie vorher noch ein paar Sachen klären muss. O.k., sie muss natürlich ziemlich kurzfristig aus ihrem Haus ausziehen ;-) Da müssen wir dann wohl warten. Wir haben ja noch ein paar andere Baustellen – Lailas Schule und die Geburtsurkunde. Es kostet uns den ganzen Vormittag einen Übersetzer zu finden, der die Geburtsurkunde kurzfristig übersetzt – gegen einen geringfügigen Aufschlag von 100%. Bei einem weiteren Anruf bei der Immigration-Hotline stellt sich dann raus, dass wir eine beglaubigte Kopie vom deutschen Original brauchen. Na super, wie sollen wir das denn machen? In Deutschland schlafen jetzt alle, so dass wir sowieso warten müssen. Stefan schaut sich mit Laila die andere Schule an, die genauso gut ist und kleinere Klassen hat mit nur 7 Kindern – eins davon ist der Enkel von Anita, die sich im übrigen noch Zeit bis morgen ausgebeten hat. Während Stefan an seinem einstelligen Handicap arbeitet, füllen Laila und ich den Kühlschrank und genießen das schöne Wetter am und im Pool. Zur Krönung darf Laila dann noch ‚Urmel aus dem Eis’ schauen. Andrea hat die alten Videos von ihren Kindern ausgegraben und Laila hat schon den ganzen Tag damit genervt. In den letzten Tagen hatte sie nämlich eine leichte Überdosis an Benjamin Blümchen und Bibi Blocksberg und ist jetzt quasi auf Entzug ;-) Aber wir werden sowieso noch ein paar Tage hierbleiben. Da gibt es dann noch genug gelegenheiten.


27. Januar 2009

Die Geburtsurkundenproblematik setzt sich fort. Mittlerweile ist auch schon Stefan Vater fulltime damit zugange, mit dem Ergebnis, dass man Geburtsurkunden nicht übersetzten lassen darf, sondern neu anfordern muss – dann aber gleich in englisch. Das geht natürlich nur beim zuständigen Standesamt in Hamburg. Während in Deutschland noch alles schläft, fordern wir online schon mal die internationale Geburtsurkunde an. Das geht fast ein bisschen zu einfach, aber wer weiß wie lange das dann dauert. Heute wollen wir auch mal wieder was unternehmen und fahren zum Founders Park, wo sie historische Gebäude Nelsons nachgebaut haben inklusive der original Einrichtung. Spannend zu sehen und beruhigend, dass man unter solchen Bedingungen nicht mehr zum Zahnarzt oder ins Krankenhaus muss. Zumindest nicht in Neuseeland ;-) Zwischendurch meldet sich dann auch mal Anita, morgen unterschreiben wir den Mietvertrag. Am 17. Februar haben wir dann ein Haus – mit Gästezimmer! Puh! Den Rest des Nachmittags verbringen wir in der Stadt, im Bett, im Pool und in der Wanne. Wie schon länger angekündigt, fängt es jetzt auch an zu regnen. Aber das ist auch egal, denn heute ist Dienstag und auch hier ist dienstags Dr. House Tag und hier gibt es sogar die allerneuste Staffel, aber ich verrate natürlich nichts!

Donnerstag, 22. Januar 2009

Paraparaumu - Wellington - Nelson

16. Januar 2009

Der Vormittag vergeht mit Blog-Update – immerhin gibt es in unserem Muff-Motel WIFI – und Golftraining für Laila – auf eigenen Wunsch, Michael ;-) Dann fahren wir los, um Paraparaumu zu erkunden. Nach einer Stärkung beim Inder und einem Zwischenstopp in der Schokoladenfabrik, fahren wir weiter zu Lindale Farm. Dort reiht sich für Laila ein Highlight ans andere: Kühe melken, Lämmchen füttern, neugeborene Ferkelchen und viele andere Tiere zum Anschauen, Anfassen und Füttern. Dann dreht sie noch mit Stefan eine Runde über den Golfplatz. Ich begnüge mich damit, mit einem Buch auf der Terrasse zu sitzen, bin dafür aber trotzdem die erste, die einschläft. So muss ich wenigstens die gruselige Einrichtung unseres Motels nicht ertragen.


17. Januar 2009

Heute geht’s weiter nach Wellington. Bevor wir durchstarten, fahren wir aber wenigstens noch mal kurz an den Strand, den haben wir nämlich noch gar nicht aus der Nähe gesehen. Das Wetter lädt aber nicht gerade zum Verweilen und schon gar nicht zum Baden ein, so dass wir uns lieber auf den Weg machen. Bis Wellington sind es nur noch 50 km und nach einer kurzen Ehrenrunde durch die Stadt, finden wir dann auch recht schnell ein nettes, zentralgelegenes Motel. Perfekt! Wir halten uns auch gar nicht lange auf, denn wir haben Hunger. Die Cuba Street ist direkt um die Ecke und dort reihen sich Restaurants aller Nationalitäten aneinander. Wir entscheiden uns für ein Malaysia-Gedächtnis-Essen und bestellen und Curry und Satay-Spieße. Dann steuern wir das Te Papa Museum an. Auf dem Weg dorthin geraten wir in einen Hiphop-Contest. Laila ist völlig aus dem Häuschen und übt am Rand die wildesten Drehungen. In einer Pause ziehen wir endlich weiter, das Museum hat nämlich nur bis 18.00 Uhr geöffnet. Im Te Papa gibt es soviel zu sehen, dass man dort locker eine Woche verbringen könnte. Die aktuelle Sensation ist ein eingelegter Riesentintenfisch. Lailas Highlight allerdings ist das Erdbebenhaus. Wir lassen uns dann noch kurz beim Deep- und High Ride durchschütteln – im übrigen das Einzige, was man bezahlen muss, der Eintritt ins Museum ist nämlich frei. Dann ist es auch schon 18.00 und wir wandern zurück zum Motel. Nach einer kurzen Umziehpause gehen wir zum ‚Lonely Planet approveden’ Inder – zufällig auch in der Cuba Street und hatten eigentlich vor danach noch was trinken zu gehen, aber als der Magen dann anfängt den Butter Chicken zu verdauen, sind wir so müde, dass wir nur noch ins Bett wollen.


18. Januar 2009

Laila ist so begeistert vom Te Papa, dass wir heute gleich noch mal dorthin müssen. Wir können sie gerade noch überreden, erstmal mit dem Cable Car zu fahren. Auf dem Weg dorthin klappern wir noch ein paar Outdoor-Läden ab, weil Stefan endlich mal eine regenfeste Jacke braucht. Dann geht’s ab ins rote Cable Car und auf den Berg. Das schon gekaufte Rückfahrtticket lassen wir verfallen und laufen bei jetzt strahlendblauem Himmel den Berg runter. Der Weg führt durch den botanischen Garten, über einen tollen Spielplatz und zum Schluss noch über einen historischen Friedhof: Da ist doch für jeden was dabei ;-) Bevor die Geschäfte schließen, müssen wir noch Stefans Jacke einsammeln und dann aber endlich ins Te Papa. Heute stehen Maoris auf dem Programm, die Laila unglaublich toll findet – vermutlich, weil die immer so lustige Grimassen schneiden. Eine Minute vor 6 schafft sie es gerade noch das letzte Erdbeben im Erdbebenhaus mitzunehmen, bevor wir raus gekehrt werden. Heute Abend gibt es im Fernsehen ‚Ab durch die Hecke’ und wir haben Laila versprochen, dass sie das sehen darf. Also schnell nach Hause! Wir finden den Film sehr witzig, aber für Laila ist er zu schwer zu verstehen – vor allem auch noch in Englisch.


19. Januar 2009

Nach einem komplett autofreien Tag wollen wir heute die Strände von Wellington erkunden. Die empfohlene Route zieht sich direkt an der Küste entlang – ach, was wäre das jetzt schön in unserem guten alten Cabrio :-) Aber auch in einem Mitsubishi ist die Strecke landschaftlich toll. Laila ist allerdings gelangweilt und versteht nicht, warum man einfach nur durch die Gegend fährt ohne festes Ziel. An einem Strandcafe rasten wir und fahren dann wieder zurück, um das Auto abzustellen und uns umzuziehen. Es ist nämlich knalleheiß geworden. Und wo wir schon gerade im Motel sind legen wir auch noch schnell ein Mittagsschläfchen ein. Erholt und luftiger bekleidet machen wir uns auf Richtung Waterfront. Dort soll es einen großen Spielplatz geben. Den gibt es auch und dazu noch eine mobile Kaffee- und Eisbude. Da sind doch alle zufrieden. Laila tobt sich aus, wir lesen Zeitung. Auf dem Rückweg entdecken wir im Wasser einen einzelnen Pinguin, der sich dort sein Abendessen fängt. Wo der wohl herkommt? Auf dem Heimweg trinken wir noch ein gutes (und teures!) Erdinger Weißbier, nehmen was zu Essen vom Inder und Thailänder mit und gehen früh schlafen, denn morgenfrüh um 7.25 müssen wir an der Fähre Richtung Südinsel sein.


20. Januar 2009

Um 6.10 Uhr klingelt der Wecker. Grausam! Duschen, Packen, Auto beladen und los. Es klappt alles reibungslos, so dass wir uns an Bord dann erstmal ein Frühstück verdient haben. Dann begeben wir uns auf Entdeckungstour. Na toll: Der 2-stöckige Kinderspieplatz ist wegen Renovierung geschlossen. So landen Laila und ich letztlich vor einem Fernseher mit Kinderprogramm und Stefan in einem Schlafsessel, wo er versucht das Schaukeln des Schiffes auszusitzen. Von Picton sind es dann noch 2 Stunden Fahrt bis Nelson – unserem vorerst letzten Ziel. Unterwegs rasten wir an einem kleinen Fluss mit kristallklarem, eiskaltem Wasser. Um die Müdigkeit loszuwerden, springt Stefan einmal kurz rein. Das hilft! In Nelson startet dann die übliche Motelsuche und man glaubt es ja kaum, aber 2 von 3 Motels, die wir anschauen, haben deutsche Besitzer. Im zweiten bleiben wir erstmal für 4 Nächte und dann schauen wir mal, wie es mit unserer Haussuche klappt. Aber hier kann man es auch sehr gut aushalten. Das Appartement ist nett eingerichtet, es gibt einen Garten, einen Pool und sehr nette schwäbische Vermieter.


21. Januar 2009

Nach dem Frühstück starten wir unsere Haussuche. Erstmal fahren wir mal etwas durch die Gegend, dann in die City, um einen Makler aufzusuchen. Die City von Nelson ist sehr gepflegt mit vielen netten Cafes. Sehr cool! Und es gibt eine deutsche Würstchenbude! Da können wir ja schlecht vorbei gehen. Die Auswahl an möblierten Häuser und Wohnungen hält sich allerdings leider in Grenzen – 2 wollen wir uns morgen anschauen. Auf dem Rückweg fahren wir noch in Monaco vorbei – kein Scherz – dort gab es auch noch ein Haus, dass wir erstmal wegen seiner geschmacklosen, altenglischen Möblierung aussortiert hatten. Die Lage macht zwar einiges wett, die Möbel sind aber im Original noch schrecklicher. Zufällig fahren wir noch an einer Schule vorbei und treffen dort sogar jemanden an. Die Schule macht einen super Eindruck, mit großem Spielplatz, eigenem Swimmingpool und Englisch-Einzelunterricht für ausländische Kinder. In Neuseeland werden die Kinder genau an ihrem 5. Geburtstag eingeschult, so dass Laila auch genau das richtige Alter hat. Allerdings müssen wir morgen noch mal wiederkommen, weil dann die zuständige Dame da ist. Alles in allem war das ja schon mal ein erfolgreicher Tag.


22. Januar 2009

Um 10.30 haben wir die ersten Besichtigungstermine. Das erste Appartement ist der Hammer: ein Penthouse über 2 Etagen mit Blick aufs Meer, 3 Schlafzimmern, 2 Badezimmern… Das wäre in Hamburg unbezahlbar. Da liegt die Messlatte schon gleich am Anfang ziemlich hoch und die anderen beiden Appartements können da schon nicht mehr mithalten. Aber wir wollen uns natürlich noch mehr anschauen. Erstmal haben wir aber den Termin bei der Schule und da folgt nach der Euphorie von gestern erstmal die Ernüchterung. Wir brauchen für Laila ein Studentenvisum, damit sie die Schule besuchen kann und der Antrag dauert mindestens 4 Wochen und die Schule beginnt am 5. Februar. Wie doof! Die nächsten Stunden verbringen wir damit den Antrag auszufüllen etc, damit wir ihn morgen abschicken können. Abends fahren wir noch mal los, um uns ein Haus in Mapua anzusehen, aber das ist viel zu weit weg und außerdem erst ab März frei. Dafür kann man in Mapua super Fish&Chips essen und Räucherfisch kaufen. Na, das ist doch auch was.

Donnerstag, 15. Januar 2009

Ohope - Gisborne - Havelock-North - Paraparaumu

11. Januar 2009

Und weiter geht’s! Bevor wir allerdings nach Whakatane weiterreisen, schauen wir uns noch den Geyser an, der jeden Tag pünktlich um 10.15 hochgeht. Das ist natürlich kein Zufall, sondern wird dadurch ausgelöst, dass da jemand Seifenpulver da reinschmeißt. Dann fängt es an zu brodeln und zu schäumen und kurz darauf spritzt das Wasser 20 m in die Höhe. Wow! Dann drehen wir noch eine Runde durch das Wai-O-Tapu Geyser-Wonderland, wo es blubbernde Pools in allen Farben gibt – aber nur einen Geruch! Dann reicht es aber auch – es geht weiter. Wir kaufen noch schnell was für ein Picknick ein, das wir dann - umzingelt von gefräßigen Möwen - an einem See machen. Von Whakatane sind wir nicht auf Anhieb begeistert und fahren noch ein paar Kilometer weiter nach Ohope, wo eine Landzunge ins Meer ragt und man bis White Island – einem aktiven Vulkan – sehen kann. Wir suchen uns eine Unterkunft, leihen dort Boogie Boards aus und Stefan und Laila versuchen sich im Surfen. Ich versuche mich dann danach darin, den feinen schwarzen Sand von Laila und ihren Badesachen abzukriegen ;-) Aber das war der Spaß wohl wert. Nach einem kurzem Barbeque ist auch dieser Tag schon wieder vorbei.















12. Januar 2009

Erstmal steht heute Golfen auf dem Programm. Laila verliert nach den ersten neun Loch die Lust und bleibt lieber mit dem Ipod (unserem letzten Joker!) und Pettersson und Findus im Golfcart. So können wir die Runde in Ruhe zu Ende spielen. Dann geht’s wieder ab ins mittlerweile kochendheiße Auto – es lebe die Klimaanlage! An einem Fluss machen wir die obligatorische Picknickpause und da der Fluss so einladend aussieht und meilenweit kein Mensch zu sehen ist, gönnen wir uns eine Abkühlung im glasklaren Wasser. Erfrischt geht es weiter Richtung Gisborne, was sich als ziemliche Enttäuschung entpuppt. Den Plan hier länger zu verweilen, verwerfen wir gleich. Deshalb brechen wir die Suche nach einer netten Unterkunft ab und ziehen für die eine Nacht die günstige Variante im YHA Backpacker vor. Da gibt es zumindest WIFI, so dass ich mal wieder meine Emails lesen und sogar mal welche schreiben kann.


13. Januar 2009

Von Gisborne nach Napier sind es noch ca. 200 km. Wir kommen zwar früh los, aber die Strecke zieht sich ewig hin, weil sich bestimmt die Hälfte in Serpentinen mit so bezeichnenden Namen wie ‚Devils Elbow’ dahinschlängelt. Die LKW’s kämpfen sich da mit 30 km/h hoch, was noch zusätzlich aufhält. Endlich in Napier angekommen, steht noch die übliche Suche nach einer Unterkunft an. Diesmal wollen wir wirklich mal ein paar Tage bleiben. Eigentlich hatten wir uns ein nettes Appartement auf einem idyllischen Weingut mit Kinderspielplatz vorgestellt. Soviel zur Theorie. Praktisch schauen wir uns dann abgeranzte Bungalows auf Campingplätzen (mit Spielplätzen) und hässliche überteuerte Motels (ohne Spielplätze) an. Am Ende sind wir schon soweit, dass uns der Preis egal ist, als wir dann in Havelock North (neben Nelson im Übrigen eine Empfehlung für unseren längeren Aufenthalt) das Woolshed Motel finden. Da würden wir auch gerne ein paar Tage länger bleiben, aber ab Donnerstag ist es ausgebucht. Egal! 2 Nächte sind besser als nix und es gibt dort eine Waschmaschine und einen Trockner, so dass wir mal die längst überfällige Waschaktion starten können. Zum Ausgleich für die ganze Fahrerei gibt es dann ein Eis von der angeblich besten Eisdiele Neuseeland - Rush Munro’s.


14. Januar 2008

Wir haben super geschlafen in unserem gemütlichen Appartement. Vorm Frühstück rufen wir endlich mal unsere Eltern an, was durch die ungünstige Zeitverschiebung und unsere ständige Fahrerei im Moment etwas schwierig ist. In Cape Kidnappers gibt es einen – oder sogar den besten (habe ich mir nicht gemerkt) Golfplatz Neusselands - jedenfalls Nummer 40 der Welt - und Stefan ist schon den ganzen Vormittag völlig unentspannt, weil er unbedingt noch irgendwie eine Golfrunde dort unterkriegen will. Wir fahren also mal ganz unverbindlich ;-) in diese Richtung, aber zum Golfplatz kommt man nur, wenn man auch dort spielt. In Clifton, dem letzten Ort vor Cape Kindnappers, den man noch mit dem Auto erreichen kann, nehmen wir einen Snack und Stefan ringt sich endlich dazu durch eine Startzeit zu reservieren. Zu Gunsten des Reisebudgets und Lailas verzichte ich auf dieses Golfhighlight. Wir Mädels fahren nach Hause, machen ein Nickerchen und gehen dann zum Spielplatz, Eisessen, Postkartenkaufen, zum Spielplatz … bis Stefan ‚Tiger’ Voß endlich wieder auftaucht.


15. Januar 2009

Insgeheim hatten wir ja gehofft, dass noch jemand absagt und wir noch länger in unserem Appartement bleiben können. Laila hat es auch mit diversen Zaubersprüchen versucht, aber das hat alles nichts genutzt. Also: On the road again! Wir setzen uns in Richtung Wellington in Bewegung, genauer gesagt nach Paraparaumu Beach, wo es zufällig (!) auch einen berühmten Golfplatz gibt, auf dem tatsächlich schon Tiger Woods gespielt hat. Erstmal folgt aber die übliche Motel-Odyssee. In Wellington ist am Montag ein Feiertag, so dass ab Samstag alles für das lange Wochenende ausgebucht ist. Allerdings hätte auch keins der Motels – wir kennen sie jetzt ausnahmslos alle – zum längeren Verweilen eingeladen. Wir nehmen für 2 Nächte das etwas muffige Golfview Motel, welches aber eine Terrasse genau am 11. Grün hat. Die haben sie wahrscheinlich extra 2002 wegen Tiger Woods gebaut! Eigentlich hätten wir besser zelten sollen, aber das Wetter ist im Moment zu windig und unbeständig. Als Entschädigung für den verkorksten Tag im Auto, spielen wir noch neun Loch – und das sogar umsonst. Dann haben wir einen Riesenhunger und haben Laila eine Pizza versprochen, aber die Pizzeria schließt quasi vor unserer Nase – um 21.00 Uhr. An die Öffnungszeiten hier werde ich mich nie gewöhnen! Die Enttäuschung ist groß und so gibt’s dann für Laila mal wieder Pommes.


Samstag, 10. Januar 2009

Paihia - Pukenui - Orewa - Rotorua

5. Januar 2009

Dieser Tag ist extrem unspektakulär, vergeht aber trotzdem – wie komischerweise alle Tage hier – wie im Fluge. Ich bin den ganzen Vormittag damit beschäftigt mal wieder den Blog upzudaten – allerdings nur offline, weil der Internetzugang in unserem Motel nicht funktioniert. Deshalb müssen wir dann auch nachmittags noch in die City von Paihia. Auf dem Rückweg schauen wir noch kurz am örtlichen Golfclub vorbei, leider ist da ab 18.00 alles dicht, so dass man kein Golfcart mehr leihen kann. Den Versuch neun Loch mit Laila zu laufen, schenken wir uns lieber gleich und vertagen das auf den nächsten Morgen. Wir ziehen es vor in unser Motel zu fahren und schnell noch ein paar Spieße auf den Grill zu werfen.


6. Januar 2009

Entgegen aller guten Vorsätze schaffen wir es natürlich nicht früh aufzustehen – dazu hätte man vielleicht auch mal einen Wecker stellen müssen – und müssen die Zeit dann beim Frühstücken und Packen wieder rausholen. Dabei bleibt dann wohl irgendwo Stefans – im übrigen einzige – Badehose auf der Strecke. Aber um kurz nach 9.00 stehen wir dann tatsächlich am Abschlag und dafür, dass ich über 2 Jahre kein Golf mehr gespielt habe, geht es noch erstaunlich gut. Für Laila haben wir ein paar Kinderschläger mitgenommen, so dass sie ab und zu auch mal einen Ball übers Fairway kegeln kann. Das macht ihr so viel Spaß, dass wir noch die zweiten 9 Loch dranhängen und sie zu guter Letzt auch noch ihre eigenen Golfschläger bekommt. Der Hunger treibt uns noch ein letztes Mal nach Paihia City bevor wir die Bay of Islands verlassen und Richtung Ninety Mile Beach aufbrechen. Es ist schon ziemlich spät und noch eine ganze Ecke zu fahren. Bevor wir unser Zelt im Pukenui Holiday Park aufschlagen, machen wir trotz der späten Stunde noch einen Abstecher zu Neuseelands nördlichstem Golfclub, treffen dort auf den Kassenwart und werden eben schnell Mitglied im Houhora Golfclub – für unglaubliche 250 NZ$. Das ist ja alles sehr unkompliziert hier. Unser Zelt schlagen wir dann auf der höchsten Ebene unseres Campingplatzes auf, wo wir ganz alleine sind und einen tollen Blick übers Meer haben.



7. Januar 2009

Heute haben wir volles Programm. Nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg zum Cape Reinga – dort treffen Tasman Sea und Pazifik aufeinander. Vorher stoppen wir aber noch, um uns Sandboards auszuleihen, mit denen man die Dünen runtersurfen kann. Laila bekommt einen Rodelbob. Der Marsch durch die Dünen und vor allem der Aufstieg sind megaanstrengend. Der Sand ist kochend heiß und die Sonne ballert wie verrückt. Laila fährt mit ihrem Rodel schon in der Mitte los, weil das zu steil ist, wir kämpfen uns bis ganz oben. Man kriegt einen Affenzahn drauf und wird komplett paniert, aber es ist ein Heidenspaß. Notdürftig spülen wir den Sand ab und fahren zum Cape Reinga, von wo man einen tollen Ausblick hat – von dort sind es ca. 18.000 km bis London. Auf dem Rückweg fahren wir noch zum Rarawa Beach – ein Tip von Leuten auf dem Campingplatz. Unglaublich! Trotz der relativ hohen Wellen ist das Wasser glasklar, der Sand strahlend weiß. Dagegen sind die Similans eine trübe Pfütze ;-) Laila verlegt sich aufs Muschelnsuchen, weil sie die Wellen nicht mag, im Gegensatz zu Stefan, der sich im Bodysurfen übt und ich bleibe irgendwo in der Mitte dazwischen. Zu guter Letzt spielen wir dann noch 9 Loch Golf in unserem Golfclub. Wir sind mutterseelenallein auf dem Platz, so dass auch Laila ungehindert drauflos spielen kann. Was für ein Tag!


8. Januar 2009

Bevor wir den Rückweg Richtung Auckland antreten, spielen wir noch eine Runde Golf in unserem Golfclub – wer weiß, ob wir da jemals wieder hinkommen. Aber als Mitglied in einem neuseeländischen Golfclub kann man hier überall günstiger spielen. Wir nehmen noch einen Snack und treten dann die langen Reise an – fast 400 km. Der Ninety Mile Beach wird aus Zeitgründen gestrichen – der kann den Rarawa Beach sowieso nicht mehr übertreffen. Dafür nehmen wir noch die Kauri Coast mit und schauen uns einige der gigantischen Kauribäume an. Schon beeindruckend, allerdings nicht für Laila. Die findet Bäume einfach nur langweilig, egal wie groß oder wie alt sie sind. Noch viel langweiliger ist allerdings die anschließende 3-stündige Autofahrt, nur unterbrochen von einem kurzen Zwischenstop bei Subway. Gottseidank müssen wir nicht ganz bis Auckland. Unser Backpacker ist in Orewa, 30 km vor Auckland und wir landen auf Anhieb genau vor der Tür, obwohl wir keine Ahnung hatten, wo wir hin müssen. Welch ein Zufall!


9. Januar 2009

Und das ist nicht der einzige unglaubliche Zufall! In der Küche unseres Backpackers treffen wir eins der Mädels wieder, von denen wir das Auto gekauft haben. Neuseeland ist doch klein. Wir fahren die letzten 30 km bis Auckland, holen schnell bei der Bank unsere Karte ab und bei unserem ehemaligen Hotel die Papiere für unser Auto, die tatsächlich noch dort liegen und noch nicht an den Absender zurückgegangen sind. Dann geht’s Richtung Süden mit Zwischenstop in der Outlet Mall – schließlich braucht Stefan eine neue Badehose. Die ganze Aktion zieht sich dann ziemlich in die Länge, weil Stefan für 2 Stunden im Internetcafe verschwindet. So kaufe ich am Ende dann doch mehr als nur Stefans Badehose. Dann heißt es wieder Autofahren. Wir wollen heute noch Rotorua, wo überall heiße Quellen aus dem Boden sprudeln. Die Backpacker, die wir anrufen, sind alle ausgebucht, deshalb eintscheiden wir uns für ein Motel. Davon gibt es in Rotorua mehr als genug. Wir landen im Cedar Lodge Motel, haben 2 Etagen und draußen einen privaten Whirlpool. Cool! Wir verlängern gleich um eine Nacht, weil es hier gerade auch für Kinder viel zu entdecken gibt. Einziger Haken: Der ganze Ort stinkt nach Schwefel oder besser gesagt nach faulen Eiern.


10. Januar 2009

Laila ist mittlerweile völlig vernarrt in Kiwis – leider haben wir noch immer noch keinen gesehen. Das soll sich heute ändern, deshalb fahren wir in eine Kiwi-Aufzuchtstation. Dort werden die Kiwieier ausgebrühtet und die Kiwis großgezogen bis sie in freier Wildbahn eine Überlebenschance haben. Dann werden sie wieder ausgewildert. Und tatsächlich sehen wir aus nächster Nähe zwei schlafende Kiwibabys und 3 große in ihrem Gehege auf Futtersuche. Dann schauen wir uns noch eine andere Attraktion an – den Zorb. Ein überdimensionaler Gummiball, in dem man sich den Berg runterrollen kann. Auf so eine Idee muss man erstmal kommen! Die nächsten Stunden verbringen wir dann mit Kinderbelustigung – Spielplatz, Ponyreiten, Hüpfburg. Schließlich hat Laila die letzten 2 Tage im Autotapfer ertragen. Dann gehen wir noch der Quelle des üblen Gestanks auf den Grund und laufen durch den Park, wo es überall dampft und Matsche in Kratern brodelt. Puhhh! Abends haben wir noch ein Maori Event gebucht mit Tanz, Gesang und anschließendem Essen. Ist natürlich super touristisch, aber für Laila super spannend, vor allem der haka (siehe Foto).

Sonntag, 4. Januar 2009

Goat Island - Tutukak - Paihia

30. Dezember 2008

Abfahrt in Auckland! Fast hatte ich mich schon daran gewöhnt, länger als 2 Tage an einem Ort zu bleiben, aber es gibt ja noch soviel zu sehen bevor wir für eine Weile sesshaft werden. Das Auto, dass uns gestern noch so riesig erschien, ist randvoll als wir endlich alles verstaut haben – o.k., fast alles – unser neuerworbenes Campinggeschirr bleibt nämlich irgendwo in Auckland am Straßenrand stehen. Dann noch mal schnell in den Golf Outlet Shop. In der Hoffnung irgendwann mal Zeit zu haben, lege ich mir auch noch ein paar einzelne Schläger, Schuhe, T-Shirt, Käppi zu. Für eine Golftasche ist kein Platz mehr im Auto. Nächster Stop Outlet Mall – wir brauchen noch einen Schlafsack für Laila und UV-Shirts. Obendrauf gibt’s noch Jacken für Stefan und mich. Gottseidank sind Rucksäcke und Auto voll, sonst wäre es bestimmt nicht dabei geblieben. Nächster Halt: Kameraladen. Wir müssen uns ja noch einen neuen Fotoapparat zulegen. Der wird auch eingesammelt. Demnächst gibt es also nur noch Fotos in Topqualität. Dann geht es endlich los Richtung Goat Island. Unterwegs kaufen wir am Straßenrand einen Sack Austern für 4,-€. Stefan kann sich vor Begeisterung kaum halten bei solchen Schnäppchenpreisen. Jetzt müssen wir die nur noch aufkriegen! In einem Tante Emma Laden erwischen wir noch die letzte Flasche Tabasco und einen der letzten Plätze auf dem Campingplatz. Heute läuft es aber wie am Schnürchen! Selbst der Zeltaufbau klappt problemlos, es sind alle Stangen und sogar die Heringe dabei. Stefan fährt noch mal zu Tante Emma und ergattert 2 sec vor Ladenschluß noch die letzten Würstchen für Laila. Laila ist im 7. Himmel, es gibt ein Trampolin, einen Spielplatz, ein Lagerfeuer (morgen brauchen wir unbedingt Marshmallows) und eine neue Freundin namens Ruby (die überraschenderweise rote Haare hat). Für uns gibt es einen gigantischen Ausblick auf Goat Island und das Meer, sowie Austern, die sich auf 3 Uhr super öffnen lassen. Dann fallen wir irgendwann totmüde auf unsere Isomatten – bis auf Stefan, der hat nämlich ein Super-Luxusvelourluftbett…


31. Dezember 2008

Nach dem Frühstück fahren wir an den Strand – von dort kann man Richtung Goat Island schnorcheln. Entgegen aller Erzählungen, dass in Neuseeland keiner an den Strand und in die Sonne geht, ist der Strand rappelvoll. Und das sind nicht nur verrückte Engländer, die sich hier mit Grill und Kühltasche häuslich eingerichtet haben. Mir persönlich ist das Wasser zu kalt – nach 5 Wochen Badewannentemperatur in Asien – kann ich mich nicht überwinden da reinzugehen. Laila geht es ähnlich und so unternimmt nur Stefan einen Versuch, aber ohne Flossen kommt auch er nicht allzu weit. Wir machen uns auf die Suche nach einem Supermarkt, damit wir nicht wieder bei Tante Emma zu Apotheken- preisen einkaufen müssen. Wir verfahren uns und landen ganz zufällig auf dem Golfplatz, wo dann auch gleich noch für nachmittags eine Startzeit für Stefan abfällt. Den Trip zum Supermarkt brechen wir dann vorzeitig ab, weil sich in Gegenrichtung schon ein Stau bildet wegen eines Open Air Festivals am Abend. So bleibt nur die etwas größere Ausgabe von Tante Emmas Laden. Marshmallows gibt es da gottseidank auch. Wir fahren zum Campingplatz zurück, Laila verschwindet sofort mit Ruby, Stefan auf den Golfplatz und ich komme endlich mal dazu ein paar Seiten zu lesen. Später kann ich Laila davon überzeugen im alten Jahr wenigstens noch mal duschen zu gehen. Leider wusste ich nicht, dass man für heißes Wasser Geld einwerfen muss. Unter großem Protest und Geschrei duschen wir dann also kalt. Als das obligatorische Lagerfeuer angezündet wird, muss ich erstmal den ganzen Campingplatz nach einem geeigneten Stock absuchen, um die Marshmallows zu braten. Dann taucht auch Stefan wieder auf und als wir dann soweit sind unser Fleisch zu grillen……fängt es an wie aus Eimern zu schütten. In einer Regenpause schaffen wir es dann gerade so, aber draussen ist jetzt alles naß, matschig und ungemütlich und ein Drinnen gibt es nicht so richtig. Ein paar Hartgesottene sitzen am Lagerfeuer, einer spielt Gitarre, die anderen fangen irgendwann an zu singen. Irgendwann ist 12.00 Uhr. Ein paar Kracher werden gezündet, das wars! Da hatten wir bestimmt schon exzessivere Silvesterparties, aber was soll’s :-)


1. Januar 2009

Frohes neues Jahr! Am Lagerfeuer sitzen noch die letzten Gestalten vom Vorabend als wir gegen 9.00 unser Frühstück vorbereiten. Hut ab! Laila nutzt die letzte Stunde mit ihrer Freundin Ruby, während wir unseren Kram wieder im Auto verstauen. Bevor wir weiterfahren, fahren wir noch mal an den Strand – der heute im übrigen noch voller ist. Das Wasser hat sich leider nicht über Nacht um 10°C aufgewärmt, so dass Stefan – diesmal mit Flossen – wieder der einzige Schnorchler bleibt. Heute schafft er es bis Goat Island und genug zu sehen gibt es auch. Dann geht’s weiter Richtung Norden. Auf dem Weg nach Tutukaka stoppen wir noch an einem Wasserfall und einem Supermarkt, der trotz Neujahr geöffnet hat. Heute Abend gibt es mal indisch – so langsam können wir uns wieder mit der asiatischen Küche anfreunden. Unser Zelt bauen wir jetzt schon in Rekordzeit auf. Laila ist schon längst wieder auf dem obligatorischen Trampolin verschwunden und sofort wieder mittendrin.


2. Januar 2009

Stefan hat Laila ihren Schlafsack abgeschwatzt, weil das Model, das wir haben, ihm zu kurz ist. Der Preis ist ein Besuch im Klettergarten und ein Eis. Unsere Tochter ist ein harter Verhandlungspartner ;-)

Der Kletterpark ist noch so neu, dass ihn keiner kennt und es auch keine Ausschilderung gibt. Schließlich finden wir ihn aber doch, nur haben wir Lailas Größe etwas überschätzt – mit ausgestreckten Armen muss man mindestens 1,5 m sein. Sie darf es trotzdem auf dem Trainingsparcours probieren, schafft es aber mit den kleinen Händen nicht das Seil ein- und auszuhaken. So bleibt uns nur, Stefan zuzuschauen, wie er sich von Baum zu Baum schwingt. Es kostet einiges an Überwindung und ist super anstrengend. Wir machen noch einen Abstecher nach Whangarei, weil dort der nächste Geldautomat ist. Ansonsten ist hier fast alles geschlossen – die Neuseeländer haben heute wohl einen Brückentag. Auf dem Rückweg machen wir noch ein Picknick an einem idyllischen Fluss. Laila rettet einen kleinen grünen Käfer vorm Ertrinken und ist stolz wie Oskar! Als wir nachts mal aus dem Zelt müssen, zeigt sich uns ein gigantischer Sternenhimmel inklusive Milchstrasse. Leider lässt sich das nicht mal mit unserer neuen Superkamera fotografieren. Schade!



3. Januar 2009

Stefan ist heute den ganzen Tag unterwegs zu den Poor Knights Islands – einem der Top-Tauchreviere. Laila und ich hängen am Campingplatz ab, spielen ihre ganzen Spiele mal durch, gehen Eisessen und Schiffe gucken… Gegen 16.30 sammeln wir einen etwas angeschlagenen Stefan wieder ein, die Bootsfahrt war wohl ziemlich rau, das tauchen aber sehr schön! Nach einem kurzen Drink und einer Dusche, steht heute Pizzaessen auf dem Plan. Auf dem Weg dorthin, kommen wir am örtlichen Angelclub vorbei, wo gerade ein riesiger Schwertfisch (126 kg) abtransportiert wird. Laila ist schwer beeindruckt, wir allerdings auch und obwohl wir schon 2 Fotoapparate haben, haben wir natürlich jetzt keinen dabei. Schade, so einen Kameraden kriegen wir bestimmt so schnell nicht noch mal zu Gesicht. Die Pizza hält, was der Lonely Planet verspricht und ist groß und knusprig. Dann warten wir, dass es endlich dunkel wird. Laila hat nämlich ein neues T-Shirt mit einem Kiwi, dessen Augen im Dunkeln leuchten sollen. Das müssen wir noch ausprobieren, vorher ist an Schlafen nicht zu denken. Mit der Taschenlampe leuchten wir den Kiwi an und …. er leuchtet. Gottseidank!


4. Januar 2008

Und weiter geht’s Richtung Norden. Frühstücken, Zelt abbauen, Auto bepacken und los. Als Laila gerade etwas unleidig wird, entdecken wir ein Schild ‚Glow Worm Cave – 1km’. Das ist eine willkommene Abwechslung. Es gibt nur geführte Touren durch die Höhle, die einer Familie gehört und von dem Eintritt bestimmt gut leben kann. Glühwürmchenhöhlenbesitzer hört sich nach einem coolen Job an :-) In der Höhle werden dann alle Taschenlampen gelöscht und an der Decke sieht man einen gigantischen Glühwürmchen-Sternenhimmel. Ganz, ganz toll. Den nächsten Stop legen wir am Hundertwasser-Klo in Kawakawa ein – ein Foto davon gehört quasi zum Pflichtprogramm für Touristen. Dann ist es auch nicht mehr weit nach Paihia an der Bay of Island. Heute entscheiden wir uns mal gegen Zelten und für ein Motel. Ich freue mich mal wieder auf ein richtiges Bett. Es gibt einen Pool und ein Trampolin, damit ist auch Laila zufrieden gestellt, obwohl sie ja nie mehr in geschlossenen Räumen schlafen wollte.