6. Dezember 2008
Laila hat ihre Crocs vor die Tür gestellt und tatsächlich liefert der Nikolaus auch in Thailand aus. Es finden sich morgens ‚Hello Kitty’ Kaugummis im Schuh. Der Rest des Tages gehört Stefan, der heute Golfen geht. Davon berichtet er ausnahmsweise mal selbst.
Herwig und Nana haben uns morgens am Hotel abgeholt und dann ging es ab in Phukets Golf&Country Club. Zunächst die Frauen der Familie am Pool abgeladen, dann kurz ein paar Bälle auf der Range verhauen und rüber zum Old Course. Nana war mittlerweile enttäuscht, dass ich gegen sie nicht mehr gegen Bares zocken wollte, aber eine teuere Erfahrung im heimischen Hamburg hatte mich gewarnt. Am Clubhaus angekommen lernte ich Golfen auf die thailändische Art kennen. Sofort wurde ich mit Schuhen und Schlägern (im Übrigen top Qualität!) versorgt und Nana wählte mir einen geeigneten Caddy aus. Hier hat sich mein Verzicht auf das Zocken mit ihr bereits ausgezahlt, da sie diverse Caddy-Damen zunächst ablehnt und ich schließlich eine echte Expertin (jaja, das ist hier eine reine Frauendomäne und Nana fragte mich, ob ich hübsch und dumm oder alt und gut wolle) bekam. Ich habe nie etwas von dem Caddy-Kram gehalten, aber das war eine echte Erfahrung. Die Ratschläge, was ich bei meinem jeweiligen Schlag tun oder nicht tun soll, stimmten alle! Nur das ich ihr nicht immer geglaubt habe…
So, ich weiß ihr habt jetzt alle Angst vor einer detaillierten Schilderung sämtlicher meiner (wenigen) Schläge auf 18 Loch! Daher kurzgefasst: Ich hätte viel Geld gegen Herwig und Nana gewinnen können an diesem Tag (2 über Par für die Backnine)! Should have, could have, would have…
Nana, Herwig, vielen Dank für den schönen Tag!
Endlich geht es doch noch nach Koh Phi Phi. Die Überfahrt dauert zwar nicht, wie angekündigt, nur 1,5 Stunden, sondern doppelt so lange. Dafür werden wir aber gratis zu der Bucht gefahren, wo einstmals ‚The Beach’ gedreht wurde. Eigentlich wollen wir dann mit dem Longboat auf die andere Seite der Insel, aber aufgrund des aufziehenden Regens will uns keiner dahin bringen. So landen wir dann zwangsläufig im überteuerten Longbeach. Es fängt dann auch prompt an zu regnen und hört bis zum Abend auch nicht mehr auf – ich dachte eigentlich, dass wir den Monsun hinter uns gelassen haben.
Stefan und Laila gehen trotzdem schnorcheln, aber viel zu sehen gibt es heute nicht. Abends gibt’s Pizza, Pasta und eine folgenschwere Fischsuppe
8. Dezember 2008
Stefan hat die ganze Nacht Durchfall und schließlich auch noch Fieber und Schüttelfrost. Da sämtliche Tropenkrankheiten ähnliche Symptome aufweisen, fahren wir zum Koh Phi Phi Hospital, dessen Schilderung ich hier lieber weglasse. Man wird hier einfach besser nicht krank. Mit Antibiotika ausgestattet, fahren wir zurück, mehr kommt dabei leider nicht raus. Stefan verbringt den Tag im Bett, mit allem, was die Reiseapotheke so hergibt und Laila und ich versuchen das Beste draus zu machen und den Strandtag zu genießen. Laila lernt Lucy und Slater aus Utah kennen und dank der neuerworbenen Schwimmweste kann sie mit den beiden alleine Schnorcheln gehen und die bunte Fischwelt erkunden.
Mittlerweile haben wir beschlossen unsere Inseltour Richtung Malaysia abzubrechen und nach Phuket Town zurückzufahren. Dort gibt es zumindest ein internationales Krankenhaus und langsam läuft uns die Zeit davon, da unser Visum für Thailand am 14. Dezember endet.
Nach dem Frühstück heißt es für Laila mal wieder Abschied nehmen: von Lucy, Slater und ihren heiß geliebten Katzen. Eine Katze steht jetzt auf der Weihnachtswunschliste ganz oben – ich hoffe der Weihnachtsmann hat ein Einsehen ,-)
Stefan hat sich mit Immodium gedopt und hofft die Bootsfahrt einigermaßen zu überstehen – vor allem in Anbetracht der wenig attraktiven Bordtoilette.
Um 11.30 sind wir dann wieder in unserem Hotel in Phuket Town. Stefan fährt zum Krankenhaus und ich versuche eine neue Reiseroute auszutüffteln. Auch wenn der Arzt dann vermutet, dass es sich nur um einen Virusinfekt handelt, verwerfen wir meine tolle Routenplanung wieder und buchen lediglich eine Flug nach KL für den 11.12. gegen Abend geht es Stefan dann besser, das Fieber sinkt und er kann schon wieder etwas Reis essen. Das lässt ja hoffen!
Wieder das alte Frühstücks- problem. Das Cafe macht erst um 10.00 auf, Laila wacht um 8.00 mit Hunger auf. Es ist wieder kein Koch da, also wieder Sandwich statt Omelett. Vielleicht sollten die das Frühstück einfach von der Karte streichen! Wir trödeln rum, kaufen ein paar leicht verdauliche Kekse… Nachmittags mal wieder ab in den Pool. Laila schwimmt mittlerweile ohne Schnorchel und würde jetzt auch locker ihr Seepferdchen schaffen. So langsam hält auch hier Weihnachten Einzug. Die Hotellobby ist mit einem blinkenden Tannenbaum geschmückt, der – warum auch immer – mit Koalabären im ‚I love Australia’ Shirt behängt ist. Zeit hier abzureisen.
1 Kommentar:
Ich hoffe ihr seid gut in Kuala Lumpur gelandet. Dort wollte ich schon immer mal gerne hin, von Singapore aus ist es ja nur ein Katzensprung. Vielleicht klappt es ja im nächsten Jahr. Viele Grüße und einen schönen dritten Advent (wovon ihr vermutlich in Asien nicht viel mitbekommt)!
/Michael
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