Der Freitag startete ganz entspannt und mündete wie immer in mittelgroßer Hektik und Stress. Nicht ganz unschuldig daran die Tatsache, dass Stefan vormittags in aller Seelenruhe zum Sport, zum gemütlichen Frühstück mit einem Freund und schließlich noch in die Metro gefahren ist, um dort ein Autopoliturequipment zu kaufen. Wofür das 10 Stunden vorm Abflug?! So mussten die Freunde, die uns netterweise zum Flughafen bringen wollten, etwas Geduld aufbringen bis wir endlich die Haustür zum dritten und letzten Mal hinter uns abgeschlossen hatten, was uns zumindest einen längeren Aufenthalt am Flughafen in Hamburg und Laila noch größeren Abschiedsschmerz ersparte. Gleich nach dem Check-In mussten wir zum Gate durchstarten und wenig später ging es auch schon los. Sieht man von den 5 Stunden Aufenthalt am völlig überfüllten Flughafen in Dubai ab, war es eine durchaus entspannte Reise, fand selbst mein Knie.

Enttäuschend war diesmal der Zwischenstopp in Kuala Lumpur. Bisher waren wir immer begeistert vom Preis-Leistungsverhältnis des Hotels, aber diesmal mangelte es an der Leistung. Das Zimmer war mehr oder weniger ungeputzt, so dass wir nachts noch Housekeeping das Bettzeug haben wechseln lassen, in dem offenbar mindestens schon einmal vor uns jemand geschlafen hatte.
Der Kellner im Restaurant brachte Laila geschlagenen 5 Mal den selben Teller mit Spaghetti Carbonara, die sie gar nicht bestellt hatte und auf unser zweites Bier warten wir heute noch, da wir um
7.00 Uhr schon wieder los mussten zum neugebauten KLIA2 Terminal. Dann hieß es wieder warten, erst am Gate, dann im Flugzeug. Anscheinend hatten
sich irgendwelche Schlaumeier, die schon geboardet hatten, unbemerkt wieder aus
dem Flugzeug geschlichen und dann den Weg zurück wohl nicht mehr rechtzeitig
gefunden. Nach gefühltem 100-maligem Durchzählen der Passagiere
und 3-maliger Boardkartenkontrolle, musste das Gepäck wieder ausgeladen
werden, so dass es dann mit einer Stunde Verspätung endlich losgehen konnte.Die Immigration auf Bali erwies sich ebenfalls als sehr langwierig. Nachdem wir erstmal 90 € für das Visum abdrücken mussten, folgte dann das Ausfüllen der Arrivalcard (man sollte besser immer eine Adresse in Indonesien angeben, wenn man die Beamten nicht verärgern will), dann Passkontrolle, dann Zollerklärung, dann Gepäckkontrolle und dann endlich konnten wir das Terminal verlassen. Empfangen wurden wir von einer Horde Taxifahrern, alle mit nur einem Ziel: ahnungslose Touristen abzuzocken. Aber nicht mit uns. Stefan ist weltweit der Schreck aller Taxifahrer. Mit knirschenden Zähnen und am Rande der finanziellen Schmerzgrenze fuhr der Taxifahrer uns nach Sanur, wo wir zunächst eine Nacht bleiben wollen, um unser Jetlag auszuschlafen. Ansonsten hält uns hier nicht viel. Das Hotel ist nett, aber teuer und der Rest überzeugt nicht besonders. Heute geht es weiter in Richtung Nord-Osten, aber vorher müssen wir noch einen willigen Fahrer finden.

2 Kommentare:
Wenn man dies so liest, bin ich ja froh, dass unsere Reise mit dir nach Föhr total entspannt war. Weiterhin viel Spaß!!! Tanja
Die Strapazen der Anreise sind bald vergessen, wenn ihr Cocktail-schlürfend am Strand liegt :) LG /Michael
Kommentar veröffentlichen