Mittwoch, 1. Oktober 2014

Padang Bai

So, Sanur haben wir dann tatsächlich doch am Montagnachmittag noch verlassen. Nachdem wir alle hoch- bis mittelwichtigen Besorgungen wie Telefonkarte, nicht klebende Sonnencreme und neue Flipflops (natürlich original Havaianas!) erledigt haben, starten wir zunächst noch dem Orchideengarten einen Besuch ab. Die Orchideen sind zwar hübsch anzusehen und haben teilweise interessante Formen, aber die eigentlich Attraktion ist hier eine Luwak-Katze, deren Job darin besteht Kaffeebohnen zu verdauen, die man sich dann im angeschlossenen Cafe frisch aus der Katze aufbrühen lassen kann. Stefan lässt sich mal ein Tässchen kommen, aber wir sind uns einig, dass man schon ein echter Kenner sein muss, um den Unterschied zu normalem, unverdauten Kaffee zu schmecken. Angeblich zahlt man in London für eine Tasse 50 Pfund, da sind 3,50 € hier ja ein richtiges Schnäppchen, das man sich mal gönnen kann.
Auf der anschließenden Fahrt nach Padang Bai lernen wir von unserem Fahrer eine Menge über das Leben auf Bali, den Hinduismus, Meditation und herumirrende Seelen nach Verkehrsunfällen, so dass die Fahrzeit wie im Fluge vergeht. Nach Sanur mit seinem Verkehrslärm ist Padang Bai eine echte Erholung und auch die Preise halbieren sich hier gleich. Wir finden eine nette Unterkunft mit einem tollen Pool, starten aber in Anbetracht der Uhrzeit gleich durch zum Blue Lagoon Beach, bekannt für seine guten Schnorchelmöglichkeiten. Leider ist die Brandung sehr stark und der Weg ins Wasser führt über viele Steine, so dass ich mit meinem lädierten Knie lieber am Strand sitzenbleibe, was sich spätestens dann als besser erweist als Stefan mit blutendem, aufgeschürftem Knie wieder angespült wird. Wenigstens gab es einiges zu sehen, unter anderem sogar einen kleinen Rochen, leider aber auch viel Unrat und Müll. Für Laila folgt an diesem Tag noch ein weiteres Highlight in Form einer frittierten Kugel Schokoladeneis - wie auch immer die das hingekriegt haben.

Der Dienstag dümpelt einfach nur so vor sich hin. Stefan geht tauchen, Laila und ich chillen im und am Pool, kaufen Armbänder, trinken Fruitlassies und plötzlich ist es auch schon wieder Abend und Zeit für ein leckeres indonesisches Essen und eine Pina Colada.
Das Leben kann doch so einfach sein :-)
Wir bleiben einfach noch eine Nacht und brechen dann am Donnerstag in Richtung Norden auf, um uns Reisterrassen und Vulkan anzusehen und schließlich noch ein paar Tage am schwarzen Lovina Beach abzuhängen.

1 Kommentar:

Michael hat gesagt…

Es hat bei mir tatsächlich eine ganze Weile gedauert, bis ich den Joke mit den "original Havaianas" kapiert habe :-)