1. Zur Entfernung von großen Tieren
Der stinkende Wal ist nach 2 Tagen harter Arbeit endlich abtransportiert und auf einer Deponie entsorgt, nachdem zunächst eine Sondergenehmigung für den Transport über die Straße ausgestellt werden musste - also Bürokratie fast wie in Deutschland! Western Australia geht damit sicherlich in die Geschichte ein für die teuerste, aufwendigste und langwierigste Kadaverentsorgung. Nach ersten Hochrechnungen hat die Aktion mehr als $100.000 gekostet und das Ganze nur, weil ein sinnloses Gesetz untersagt, tote Wale weiter aufs offene Meer hinaus zu schleppen statt sie an der Küste stranden zu lassen. Als wäre dem Wal das nicht egal, wo er verrottet.
2. Zur Entfernung von kleinen Tieren
Eine Freundin - von Beruf Ärztin - rät dringend davon ab, Zecken mit Zahnpasta (oder ähnlichen Mitteln) zu ersticken, da die Viecher sich erbrechen und dann ihren ganzen giftigen Mageninhalt ins Blut spucken können. Die australische Methode ist also auf keinen Fall zur Nachahmung empfohlen - auch wenn das hier selbst beim $140-Notarzt so praktiziert wird.
Was sonst noch so geschah:
Bis Freitag ehrlich gesagt nicht besonders viel. Business as usual: Schule, Strand, Surfen, Latein lernen. Letzteres immer wieder ein unerfreuliches Thema, was regelmäßig im Streit endet und mir jetzt 28 Jahre(!) nach dem großen Latinum wieder graue Haare beschert. Freitag dann - gottseidank zum vorerst letzten Mal - Putzen (vielleicht zwischendurch doch nochmal?!) und Umzug in ein anderes Quartier. Diesmal haben wir über Airbnb ein Zimmer in West Leederville gemietet - die Vermieterin aus Norddeutschland ;-), das Haus direkt neben der Schule. Da wir dort nicht unbedingt kochen wollen, habe ich die grandiose Idee zu Perth' beliebtesten Twilight Hawker Market in die City zu fahren, wo es Spezialitäten aus aller Welt geben soll. Nur ist 'beliebt' leider gleichzusetzen mit Gedränge, Geschiebe und 10 m langen Schlangen vor JEDEM Stand - egal welcher Nationalität. Abgesehen von der Außentemperatur also ein authentisches Hamburger Weihnachtsmarkt-Feeling!
Auch der Plan dieses Event möglichst schnell wieder zu verlassen geht leider nicht auf. Ich wundere mich über die Horden aufgebrezelter Teenie-Girls mit bunten Katzenohren auf dem Kopf, die sich mit ihren Eltern im Schlepptau vom Bahnhof in Richtung Perth Arena schieben, bis uns anhand der zahlreichen Katy-Perry-Merchandising-Produkte am Wegesrand klar wird, das wohl eben diese heute hier ein Konzert gibt. Ich muss gestehen, dass mir nicht klar war, dass ihre Zielgruppe hauptsächlich aus U18-Girlies besteht, wobei natürlich der Altersdurchschnitt bei so einem Konzert durch unfreiwillig mitgeschleppte Mütter und Väter extrem nach oben verfälscht wird. Auch war mir nicht bewusst, dass der Song 'Fireworks', den Laila seit Wochen vor sich hin singt, ebenfalls von Katy Perry ist. Aha!
Auch der Plan dieses Event möglichst schnell wieder zu verlassen geht leider nicht auf. Ich wundere mich über die Horden aufgebrezelter Teenie-Girls mit bunten Katzenohren auf dem Kopf, die sich mit ihren Eltern im Schlepptau vom Bahnhof in Richtung Perth Arena schieben, bis uns anhand der zahlreichen Katy-Perry-Merchandising-Produkte am Wegesrand klar wird, das wohl eben diese heute hier ein Konzert gibt. Ich muss gestehen, dass mir nicht klar war, dass ihre Zielgruppe hauptsächlich aus U18-Girlies besteht, wobei natürlich der Altersdurchschnitt bei so einem Konzert durch unfreiwillig mitgeschleppte Mütter und Väter extrem nach oben verfälscht wird. Auch war mir nicht bewusst, dass der Song 'Fireworks', den Laila seit Wochen vor sich hin singt, ebenfalls von Katy Perry ist. Aha!
Der Samstag gehört dann alleine mir! Nachdem Stefan sich als Fahrer für Saras Geburtstagsgäste zu einem Vergnügungspark östlich von Perth zur Verfügung gestellt hat und Laila natürlich zu den Gästen gehört, kann ich den ganzen Tag nach Herzenslust durch die Gegend bummeln, Kaffee trinken, shoppen, lesen, Eis essen, Skypen, Emails schreiben... Und da es sich um eine Übernachtungsparty handelt, bleibt Stefan und mir sogar noch der Abend um in Leederville zuerst eine Tapas- dann eine Winebar aufzusuchen und uns mal ohne die allgegenwärtigen Ohren einer 10-Jährigen zu unterhalten. Als wir Sonntagvormittag schließlich aufbrechen zum City Beach, um Laila vom Surf Life Saving abzuholen, hat die Temperatur bereits die 30 °C Marke geknackt und erstmals verspätet sich auch der Fremantle Doc (der kühlende Wind aus Richtung Süden), so dass die Klimaanlage unseres Mietwagens schon an ihre Grenzen stößt und man nachts erstmalig ohne richtige Bettdecke schlafen kann. So langsam hält wohl der australische Sommer Einzug!


1 Kommentar:
Nur zur Beruhigung: wir haben letzte Nacht das erste Mal MIT Heizung geschlafen... der Winter läßt grüßen... ;-) genießt den Sommer! Eure Schmitterlinge
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