Montag, 20. April 2009

Queenstown - Te Anau - Curio Bay - Dunedin

15. April 2009

Ein weiterer Actiontag in Queenstown! Das Wetter ist zwar heute nicht mehr so traumhaft wie am Vortag, aber wir fahren trotzdem mit der Gondel auf den Berg. Etwas ungewohnt ohne Skier ;-) Dafür kann man oben auf einer Sommer- rodelbahn fahren, was Stefan und Laila dann auch machen. Ich übernehme das Zielfoto! Eine Weile schauen wir noch den Paraglidern zu, dann geht’s wieder ab ins Tal. Wir wandern zur Eishalle, denn Laila will unbedingt Schlittschuhlaufen, und wir haben sogar noch riesiges Glück, denn heute ist Promotiontag und es kostet nur 5 $ pro Person all inclusive! Laila entwickelt ungeahnte Ausdauer und so verbringen wir fast 2,5 h auf dem Eis. Ich spüre meine Füße kaum noch in den unbequemen Schuhen. Wieder draußen kriegen wir einen Temperatur- schock. Mittlerweile ist die Sonne rausgekommen und nach den Minusgraden in der Eishalle kommt es uns unglaublich heiß vor. Wir holen uns Essen vom Inder und verbringen noch eine Weile auf dem Spielplatz. Nach einem Bummel durch die City und einem Abstecher in den Supermarkt quälen wir uns mit den ganzen Tüten den steilen Berg zu unserem Motel rauf. Das reicht für heute!


16. April 2009

Heute heißt es Abschied nehmen von Queenstown. Vorher treffen wir aber noch unsere Bekannten aus Nelson, die eher in japanischer Geschwindigkeit reisen und schon wieder auf dem Rückweg sind. Das trifft sich allerdings ganz gut, denn meine Jacke liegt noch in ihrem Auto und spätestens beim nächsten Regen wäre das ziemlich doof. Die Kinder freuen sich auch über das unverhoffte Wiedersehen und wir trinken noch gemütlich in der Sonne ein Käffchen. Dann schleife ich Laila durch sämtliche Schuhgeschäfte bis wir was Passendes für sie gefunden haben, denn die alten gehen mittlerweile gar nicht mehr. Wir machen noch einen Abstecher zu den Deer Park Heights, wo man 1. Alpakas, Ziegen, Esel und sonstiges freilaufendes Getier füttern kann und 2. zahlreiche Szenen aus ‚Herr der Ringe’ gedreht wurden – an die ich mich natürlich nicht mehr im Geringsten erinnern kann. Aber trotzdem toll ;-) Dann sind wir ‚on the road again’, denn bis Te Anau, dem Ausgangspunkt für Touren in die Sounds, sind es noch einige Kilometer.


17. April 2009

Was jetzt kommt, ist vermutlich nicht weiter überraschend ;-) Wir fahren in die Sounds, genauer gesagt in den Milford Sound. Die Fahrt dauert noch immer 2h mit einem Stopp an den Mirrorlakes. Die Wetter- vorhersage hält leider, was sie verspricht und als wir ankommen, regnet es in Strömen. Aber wir haben die Bootstour schon gebucht und es soll ja auch bei Regen seinen Charme haben - mal gut, dass ich meine Jacke wiederhabe. Von allen Seiten strömen gigantische Wasserfälle in den Sound. Bei trockenem Wetter sind diese dagegen gar nicht zu sehen. Hat sich also tatsächlich noch halbwegs gelohnt, eine etwas bessere Sicht wäre vielleicht noch toll gewesen. Ich kann jetzt nicht gerade behauten, dass ich den Milford Sound wirklich gesehen hätte. Und da ja ein Unglück selten allein kommt, fällt uns dann auch noch unser relativ neuer Super-Fotoapparat runter. Was soll ich sagen; Display im A…., Stefan sauer! Gut, dass es ihm selbst passiert ist. Zurück in Te Anau besuchen wir noch einen Vogelpark. Dort leben einige Takahe, von denen es weltweit nur noch 200 gibt, was ich beim Anblick des plumpen, gemächlichen Vogels, der natürlich auch nicht fliegen kann, allerdings auch nicht weiter erstaunlich finde.


18. April 2009

Nächstes Ziel ist Curio Bay in den Catlins. Dort haben Manfred und Erika bei ihrer Tour eine tolle Unterkunft entdeckt und außerdem soll es in der Bucht Delfine und Pinguine geben. In Invercargill stoppen wir für einen Snack und bevorraten uns im Supermarkt, denn an unserem Zielort gibt es außer Sand und Meer nicht viel. Das Appartement ist in der Tat sehr nett und nach einen Tag im Auto gehen wir erstmal an den Strand. Stefan wagt sich sogar noch ins Wasser, muss sich danach aber eine Stunde in der Badewanne aufwärmen. Die Badesaison ist eindeutig vorbei! Das Bad scheint ihn aber zu neuen Taten motiviert zu haben, denn anschließend macht er sich noch mal auf, um die Pinguine zu suchen. Laila und ich geben uns damit zufrieden mit der neu erworbenen Knete welche zu basteln. O.k., im Nachhinein bereue ich es dann ein bischen, den Stefan bekommt tatsächlich welche zu sehen. Die Fotos kann man leider auch vergessen, denn wir haben ja keinen richtigen Fotoapparat mehr ;-(.


19. April 2009

Das Aufwachen ist ein echtes Erlebnis! Vom Bett aus schaut man direkt aufs Meer, wo sich die Delfine tummeln. Na gut, das ist jetzt etwas übertrieben, aber später sehen wir tatsächlich noch Delfine die in der Bucht in den Wellen surfen. So stellt man sich wohl immer das romantische Haus am Meer a la Rosamunde Pilcher vor, leider findet man das aber auch nur in so abgelegenen Käffern wie hier. Naja, wir genießen es und machen uns dann wieder auf den Weg in die Zivilisation, nach Dunedin mit immerhin 100 000 Einwohnern. Auf dem Weg gibt es noch einige Wasserfälle, Aussichtspunkte, Sealkolonien… und nicht zu vergessen eine Kuriositätensammlung in einem alten Bus. Einige Sehenswürdigkeiten klappern wir noch ab und kommen dann kurz vor Einbruch der Dunkelheit in Dunedin an. Wir finden relativ schnell ein Motel und essen für kleines Geld in einem kambodschanischen Restaurant. Dabei bedauern wir wieder einmal, dass wir nicht doch in Angkor Wat waren. Vielleicht bei der nächsten Weltreise ;-)


20. April 2009

Die Otago Peninsula bei Dunedin ist bekannt für ihre Albatross Kolonie. Allerdings muss man Glück habe, um auch tatsächlich Albatrosse zu sehen. Bei stürmischem Wetter – so wie heute – stehen die Chancen aber ganz gut. Vorher erleben wir aber noch ein paar Pleiten: Der Eintritt für Lornach Castle ist uns zu hoch, wir drehen wieder ab, der Weg zum Aussichtspunkt am Sandy Mountain ist uns zu weit, wir fahren wieder ab und der Weg über die Schafwiesen zu der Seelöwenkolonie ist uns zu anstrengend, wir drehen irgendwann um. Danach werden wir aber entschädigt, denn die Albatrosse haben heute Flugtag und man kann sie hervorragend sehen. Unglaublich, wie groß die die Viecher sind (Nein, das ist keine Möwe auf dem Foto!). Dann trennen sich für den Rest des Nachmittags unsere Weg. Ich gehe shoppen, Stefan und Laila gehen ins Otago Museum. Als wir uns im Motel wieder treffen, habe ich eine neue Mütze und ein T-Shirt und Laila kennt jetzt die Skelette (oder wie sie immer sagt: das Geknöchel) sämtlicher Säugetiere. Da sind doch alle zufrieden! Und während ich das hier gerade schreibe, läuft im Hintergrund der erste Teil von ‚Herr der Ringe’. Vielleicht erkennt man ja doch mal eine Stelle wieder!

1 Kommentar:

Michael hat gesagt…

Ich muss schon sagen die Promotion in der Eishalle von Queenstown schlägt ja ein wie eine Granate. Laila + Susanne + zwei andere Gestalten auf dem Eis - da steppt wirklich der Bär :-)

Im Hamburg haben wir tolles Wetter, strahlend blauen Himmel und Sonnenschein bei um 18 C. Herrlich! (Ihr sollt ja wenigstens ein bisschen neidisch sein!).

/Michael