4. – 10. Mai 2009
Bekanntlich hat die Schweinegrippe jetzt ja auch Neuseeland erreicht und das erste Opfer auf der nördlichen Südinsel ist mein Mann. Nein, Quatsch! Es ist natürlich keine Schweinegrippe, sondern Hund, Katze, Maus… irgendwas halt, was ihn für ein paar Tage ans Sofa fesselt. Und bekanntermaßen trifft es Männer ja auch immer besonders schlimm ;-) Dementsprechend ereignislos verläuft dann auch erstmal die Woche. Laila absolviert das übliche Programm und geht nach der Schule zum Schwimmen, zum Ballett und zu Aleisha. Dann rückt das Wochenende näher und Stefan ist soweit wieder genesen, dass er das Haus verlassen kann ;-) Wir nutzen das tolle – wenn auch kalte - Wetter und fahren auf einen Spaziergang zum Strand. Lailas Motivation reicht allerdings gerade für 200m und so landen wir recht schnell im Beach Cafe. Dann stürzen wir uns ins Getümmel beim Rainbow Snow Gear Sales und ergattern gratis eine lange Unterhose für Laila, eine Kinderskijacke für nur 20 NZ$ sowie Handschuhe und Skisocken für uns. Damit sind wir schon mal ganz gut ausgestattet und ich prüfe auch schon täglich die Schneehöhen in den Skigebieten rund um Queenstown. Auf den
Bergen rund um Nelson hat es Anfang der Woche ebenfalls wieder geschneit und auch wenn ich mich wiederhole: bei guter Sicht bietet sich ein sensationelles Panorama. Toll wäre es, wenn man dann auch mal einen Fotoapparat zur Hand hätte, um das ach so tolle Panorama auch mal festzuhalten, aber den haben wir immer nur dabei, wenn die Berge gerade mal wieder in den Wolken verschwunden sind oder die Sonne schon zu tief steht. Nichtsdestotrotz versetzt mich das immer in Skifahrlaune. Dafür müssen wir jetzt allerdings endlich mal unsere Reiseplanung auf die Reihe kriegen, was in der Tat nicht ganz trivial ist, weil es so viele Abhängigkeiten gibt in Sachen Reiseroute, Auto, Gepäck, Visa, Schulferien, Flugpreise… Ich glaube, wir brauchen einen Berater oder vielleicht auch nur mal ein Excelsheet ;-)!
Dann kommt der Sonntag und damit der Muttertag. Das scheint hier in Neuseeland eine große Sache zu sein – o.k., hier hat auch jede Familie im Schnitt drei Kinder – da lohnt sich das richtig. Jedenfalls scheint auch meine Familie erstmals den Ernst der Geschichte erkannt zu haben und ich darf ausschlafen bis das Frühstück fertig ist, werde mit selbstgebastelten Geschenken und Blumen überhäuft und bin der uneingeschränkte (naja, fast zumindest, denn die wahren Bestimmer sind die mit der Krone) Bestimmer. Leider hat Stefan heute einen schlechten Tag erwischt und ein Missgeschick reiht sich ans andere. Mehrmals kippt der Kaffee um, er schneidet sich mit dem scharfen Messer in der Finger … Vielleicht eine unbewusste Abneigung gegen Muttertage? :-) Das Wetter sieht zunächst noch ganz vielversprechend aus und wir unternehmen einen kleinen Ausflug nach Mapua. Leider zieht es sich aber zu und nachdem wir alle Shops in Mapua bis in die letzte Ecke durchkämmt haben, treten wir den Rückweg an. Laila und ich sind ja mittlerweile große Fans der örtlichen Libraries geworden und da wir nichts Besseres vorhaben, machen wir noch einen Abstecher dorthin. Es gibt da nämlich eine riesige Kinderecke mit gemütlichen Sofas und Sitzsäcken und einige Computer mit Spielen. Die sind natürlich heiß begehrt und alle belegt. Eigentlich gibt es sogar auch eine Papaecke mit Zeitungen und Zeitschriften, aber den zieht es irgendwie nach Hause. Vielleicht fehlt ihm zum Zeitunglesen einfach die vertraute Umgebung wie Sofa oder K…. Und dann ist der Muttertag auch schon wieder vorbei und es heißt wieder ein Jahr warten bis ich morgens ausschlafen darf bis das Frühstück fertig ist :-).
1 Kommentar:
Ich war am Wochenende auch unterwegs und zwar in München - seit fast 10 Jahren endlich mal wieder. Es war toll, die Stadt hat schon eine besondere Atmosphäre. Herrlicher Sonnenschein und 23 C machten den Ausflug in den Englischen Garten und zum Starnberger See perfekt. Kurzurlaub geht also auch in Deutschland! :-)
/Michael
Kommentar veröffentlichen