26. Mai – 2. Juni 2009
Nach dem üblichen Start in die Woche mit Golfen, Schwimmen, Ballett… haben wir dann ein abwechslungsreiches und vor allem langes Wochenende vor uns. Der Pfingstmontag in Deutschland ist hier nämlich Queens Birthday – auch wenn die Queen eigentlich im April Geburtstag hat, aber da ist das Wetter in London wohl einfach zu schlecht zum Feiern! Im Gegensatz zur deutschen Gewohnheit an Feiertagen alle Geschäfte zu schließen, tobt hier überall die Prozenteschlacht. Das nutzen wir dann auch gleich aus, um unsere Ausrüstung für die Weiterreise mal wieder aufzurüsten und z.B. die ‚North Face’- Fake-Rucksäcke zu ersetzen, die wir in Kuala Lumpur auf dem Chinesenmarkt gekauft haben und bei denen schon beim ersten Aufsetzen die Träger halb abgerissen sind. Ansonsten kaufen wir noch ein bischen Kleinzeug u.a. einen Wetsuit für Laila (zum halben Preis!!!). Wir Rabeneltern sind dann auch gleich so beschäftig mit dem Anprobieren von Golfhandschuhen (25% Discount!!!), dass wir gar nicht bemerken, dass uns unsere Tochter abhanden gekommen ist - bis diese dann ausgerufen wird und ich ein Rotz- und Wasser heulendes Etwas an der Kasse abholen kann. Da ist dann ganz klar eine kleine Entschädigung fällig und der Crepestand vor der Tür drängt sich geradezu auf. Nach dem Nutella-Crepe ist die Welt dann auch schon wieder in Ordnung und Laila hat wieder ihren fröhlichen Normalzustand erreicht. Am Samstagabend steht dann noch mal Basketball auf dem Plan. Diesmal ist die Halle komplett ausverkauft, es ist wieder ein spannendes Spiel und die Neuseeländer – die sich normalerweise nicht gerade durch ihr südländisches Temperament auszeichnen – kommen sogar mal halbwegs in Stimmung. Leider verliert Nelson trotz diverser La Olas am Ende doch knapp. Sonntagnachmittag sind wir dann mit Jenna und Eltern verabredet und seit Laila ihre Mini-Leoparden Familie (20% Discount!!!) bekommen hat, ist Jennas Katze glücklicherweise gar nicht mehr so angesagt – zumal diese sowieso lieber das Weite sucht, wenn die Mädels mit ihr spielen wollen. Am Queens Birthday machen wir uns dann auf in Richtung Mount Arthur. Das letzte Stück der Strecke ist recht abenteuerlich – steil, eng und abgründig – und wir haben das Gefühl, dass wir die ersten sind die es überhaupt jemals dorthin geschafft haben – zumindest ohne 4WD – bis wir den komplett überfüllten Parkplatz erreichen ;-) Von dort wandern wir los in Richtung Mt. Arthur Hut, verpassen aber leider den Abzweig und erreichen so nur eine andere Hütte. Anyway, um darin zu übernachten, muss man schon sehr, sehr lange gewandert sein und sehr, sehr, sehr müde sein. Brrrrhhhh!!! Zumindest liegt die Hütte aber in der Sonne und wir können uns ein bischen
aufwärmen. Der größte Teil des Weges führt nämlich durch den Wald und dort friert es Stein und Bein - an allen Bächen und
Flüsschen wachsen bizarre Eiszapfengebilde und die Tasche mit unseren Handschuhen und langen Unterhosen liegt sicher und warm zu Hause auf dem Tisch. Ach ja, apropos warm: offenbar scheinen auch die Spinnen in unserem Haus sich jetzt ein warmes Plätzchen zu suchen. Stefan hat gestern beim Anziehen in seinem T-Shirt eine White-Tail Spinne gefunden – eine der wenigen Giftspinnen in Neuseeland. Ab jetzt heißt es also immer: Klamotten gut ausschütteln und vorm Anziehen in die Schuhe schauen. Aber das ist ja schon mal eine gute Übung für Australien, denn da ist so eine kleine Spinne bestimmt noch eins der harmloseren Geschöpfe…
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