Donnerstag, 11. Februar 2010

Perth - Eingezogen und Ausgesperrt

6. – 12. Februar 2010

Es klappt mit der Wohnung vorm Wochenende natürlich nicht mehr – nicht, dass wir wirklich noch damit gerechnet hätten - und so setzen wir uns am Freitag nach der Schule in Bewegung in Richtung Norden. Man muss hier nicht weit fahren, um dem Großstadttrubel zu entfliehen. In 45 Minuten sind wir in Burns Beach, haben einen Stellplatz mit Meerblick und einen einsamen Strand. Leider ist für den nächsten Tag Gewitter angesagt und wir beschließen am Samstag den Campingplatz zu wechseln und uns etwas von der Küste zurückzuziehen, bevor es zu ungemütlich wird. Am nächsten Morgen erwartet uns erst noch mal eine böse Überraschung als ich 2 kleine grau-braune Tiere auf Lailas Haaren rumflitzen sehe. Ihr könnt Euch sicherlich schon denken, was jetzt kommt: Läusealarm! Das dritte Mal in 4 Monaten! Und die australischen Kollegen scheinen auch noch besonders groß zu sein, dafür gibt es in der Apotheke aber auch eine riesige Auswahl an den entsprechenden Mittelchen. Es folgt also die übliche Prozedur, aber im Gegensatz zu den ersten beiden Malen bin ich da jetzt schon deutlich entspannter geworden. Als Entschädigung finden wir zumindest einen schönen Campingplatz mit zentralem Stellplatz zwischen Spielplatz, Küche und Klo und dazu noch direkt am See. Am Montag beginnt dann für Laila wieder der Alltag, wir dagegen sitzen nach wie vor in der Warteschleife und wissen nichts so recht mit dem Tag anzufangen. Wir hängen ein paar Stunden am Citybeach rum bis endlich der erlösende Anruf kommt. Wir können unser Appartement beziehen und das tun wir dann auch. Klamotten raus aus dem Bus, rein in die Wohnung und zur Feier des Tages erstmal ein Gläschen Sekt auf dem Balkon. Und dort hätten wir dann auch fast übernachten müssen, denn als wir die Balkontür zuschieben rastet der Sicherungsmechanismus ein und man kann die Tür von außen nicht mehr aufschieben. Glücklicherweise ist Laila schon im Bett und somit in der Wohnung, wenn auch leicht hysterisch. Durch einen schmalen Spalt schiebt sie Stefans Handy durch die Tür – gut, das die Dinger mittlerweile so flach sind, vor 10 Jahren hätten die da nicht durchgepasst – und wir rufen Bob, den (Haus-)meister an, der uns schließlich befreit. Danach läuft aber alles glatt und wir genießen es, endlich mal wieder so viel Platz und einen Ort zu haben, an dem man sich aufhalten kann. Die Anlage verfügt über einen 20m Pool und einen Fitnessraum und das Appartement ist super ausgestattet, auch wenn einige Details wie Teppiche, Möbel und Häkeldeckchen leichte Erinnerungen an Anitas Haus in Nelson heraufbeschwören. Am Donnerstag muss dann unser Bus zur Inspektion in die Werkstatt. Der ist leider im Moment das Sorgenkind. Nachdem Andrew in unserer Abwesenheit schon irgendwas reparieren lassen musste, verliert jetzt der Kühler ordentlich Wasser und seit neuestem kriegt man immer öfter den 2. und 3. Gang nicht mehr rein. Das Problem lässt sich dank Vorführeffekt in der Werkstatt nicht reproduzieren und wir wissen nach wie vor nicht genau, ob es nur die Kupplung ist oder uns das Getriebe in nächster Zeit abraucht. Eigentlich sollten wir ihn so schnell wir möglich verkaufen, aber wir haben ja noch ein paar Touren geplant bevor wir Australien wieder verlassen.

Laila hat sich in ihrer neuen Schule schon super eingewöhnt, bereits Freundinnen gefunden und anscheinend auch ihr Englisch wiedergefunden. Jedenfalls quatscht sie mittlerweile wieder völlig ungehemmt drauf los und ist schon kaum noch von den Aussie-Kids zu unterscheiden.

Alles in allem kann man also nur sagen: No worries! Die Sonne scheint so gut wie immer, Laila erfreut sich jeden Tag an ihrem eigenen Pool, Stefan geht nach langer Durststrecke heute das erste Mal wieder Golfen und ich komme endlich mal zum Friseur.

1 Kommentar:

Michael hat gesagt…

Das ist ja mal ein schmuckes Apartment, und der Pool ist auch nicht zu verachten. Ihr könnt ja jetzt jeden Morgen vor dem Frühstück 20 Minuten schwimmen, danach joggen :-)

Hamburg liegt immer noch unter einer Eisdecke und ich bin neidisch auf euer schönes Wetter. Am Wochenende mache ich einen Ausflug nach Nizza, um auch mal wieder ein paar Sonnenstrahlen abzubekommen!

Viele Grüße

/Michael