13. – 18. Februar 2010
Gestern Abend haben wir mal ganz neue Erfahrungen gesammelt. Wir waren beim Pferderennen, genauer gesagt
beim Trabrennen! Das scheint hier mehr ein Spaß für die ganze Familie zu sein mit Hüpfburgen, Picknick und Livemusik. Und gewonnen hat man schon am Eingang ohne überhaupt ein Pferd gesehen zu haben. Man bezahlt 10 $ Eintritt und bekommt dafür Essens- und Getränkegutscheine für 15 $. Beim ersten Rennen such Laila sich dann zielsicher Pferd Nr. 2 namens Young Walton aus und siehe da: der Zosse gewinnt und wir damit auch immerhin 14 $. Leider stellt sich raus, dass das wohl Anfängerglück war, denn auch wenn die Namen der Pferde, auf die wir setzen, noch so toll klingen wie Apache Blue, On all Fours oder Touch me Toes kommen sie vorzugsweise als letzte durchs Ziel. Damit kann man also keinen Blumentopf gewinnen. Man sollte wohl nicht allzu viel auf die Namen geben. Nichtsdestotrotz haben wir einen Riesenspaß und Laila ist förmlich im Wettfieber. Samstagvormittag ist Mutter-Tochter Tag. Laila bekommt nach einem halben Jahr endlich mal wieder einen Haarschnitt verpasst. Die Läuse sind erfolgreich bekämpft, so dass man sie auch mit gutem Gewissen einem Friseur überlassen kann. Danach gehen wir noch ein bischen shoppen. Ich habe bei einer meiner Touren ‚The good Sammies’ entdeckt, wo man günstige Secondhand Kinderklamotten kaufen kann und da Laila aus vielen ihrer Sommerklamotten vom letzten Jahr komplett rausgewachsen ist oder zumindest darin aussieht als müsste sie die Sachen ihrer nichtvorhandenen jüngeren Geschwister auftragen, kaufen wir erstmal ein paar Hosen und Kleider. Nachmittags sind wir dann bei Sharon und Andrew zum Barbecue eingeladen und Laila kann es kaum erwarten ihren Freund Aidan wiederzusehen. Die beiden verschwinden stundenlang in Aidans Zimmer und sperren gnadenlos seine kleine Schwester Karis aus. Wären die beiden nicht erst 5 bzw. 6 Jahre alt, würde ich mir doch ernsthafte Sorgen machen. Aber ich glaube, so ein ganz kleines bischen ist sie auch tatsächlich in Aidan verliebt. Wir verbringen einen entspannten Nachmittag und Abend in und am Pool bei traumhaftem Sommerwetter, einem Gläschen Wein und jeder Menge Grillade. Am Sonntag wird es dann schon fast
unerträglich heiß und wir flüchten uns an den Strand. Da sind wir allerdings nicht die einzigen und am City Beach bekommt man quasi nur noch Stehplätze. Auch der zweite Strand scheidet aus, denn das ist offensichtlich der Hundestrand. Ich habe ja nichts gegen Hunde, aber das sind auch mir ein paar zu viel und als noch einer vor meiner Nase sein Geschäft im Wasser verrichtet, ist es endgültig Zeit zu gehen. So landen wir wieder an unserem guten alten Surferstrand und bekommen endlich die verdiente Abkühlung. Und dann ist das Wochenende wieder vorbei. Auch ich nutze jetzt mal die Zeit, die Laila in der Schule ist, für eine Runde Golf. Ansonsten beginnen diese Woche Lailas Golf- und Schwimmkurs und - man glaubt es kaum – unser Schwimmkurs. Stefan und ich haben beschlossen auf unsere alten Tage noch mal richtig Kraulschwimmen zu lernen bevor unsere Tochter uns davonschwimmt. Am Freitag geht es los. Und dann werden wir endlich mal wieder unseren Bus einpacken und Richtung Süden nach Mandurah aufbrechen. Schließlich haben wir gerade für viel Geld den Kühler reparieren lassen. Jetzt müssen wir auch noch den ein oder anderen Kilometer fahren, damit sich das auch gelohnt hat.
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