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| Gewitter im Paradies |
Wir bleiben 3 Nächte in der kleinen Bucht südlich von Tropea
und leben so in den Tag hinein. Mein Geburtstag am Montag endet mit einem
riesigen Gewittersturm, der alle weiteren Aktivitäten unmöglich macht und uns
in der grellerleuchteten Campingplatzbar festhält. Also beleuchtungstechnisch
sind die Italiener wirklich das Gegenteil von Romantikern. Wer hier ein romantisches
Candlelight Dinner abhalten will, ist im falschen Land oder mindestens in der falschen
Region Italiens.
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| 'Golfplatz' in Süditalien |
Am Dienstag ist dann Stefans großer Tag, an dem zum ersten Mal
eine 5 beim Alter vorne steht. Zusammen mit Laila schenkt er sich einen
Tauchtrip und auch wenn es keine großen Fische zu sehen gibt, findet sich in
dem tollen, glasklaren Wasser doch einiges an Meeresbewohnern. Im ebenfalls grellerleuchteten
Restaurant des benachbarten Resorts lassen wir den Tag ausklingen und damit
endet unsere Zeit in dieser Bucht.
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| Fähre nach Sizilien |
Nachdem am Morgen der Regen aufgehört hat, kämpfen wir uns
die steile, enge Straße wieder hoch und setzen die Reise Richtung Süden fort. Ich
checke nochmal online die Lage für Fährtickets nach Sizilien und bin überrascht,
dass mir in den nächsten 2 Tagen überhaupt keine mehr angeboten werden. Da
unser Versuch mal wieder Golf zu spielen sowieso schon am Vorhandensein bzw.
dem Zustand der regionalen Golfplätze gescheitert ist, starten wir durch nach
San Giovanni, um dort direkt die Lage vor Ort zu checken. Das endet damit, dass
wir ruckizucki auf der nächsten Fähre landen und nicht mal eine Stunde später
in Messina wieder von Bord rollen. Darauf waren wir überhaupt noch nicht
vorbereitet und picken wahllos einen Ort auf unserer analogen ADAC
Italienkarte, den wir ansteuern. Der stellt sich in der Realität als extrem
unattraktiv heraus und so wähle ich einfach den nächsten Ort am Meer, dessen
Name Capo Calavo irgendwie gut klingt und der über einen Campingplatz verfügt. Um
es schon mal vorwegzunehmen: das war keine gute Idee. Wir sind
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| Strand am Campingplatz |
schon verwundert,
warum die Zeit auf dem Navi sich ständig verlängert und schwenken irgendwann um
auf Google Maps. Als die Straße dann aber immer steiler und enger wird und wir
mittlerweile fast auf 900 m Höhe angekommen sind, kommen langsam Zweifel auf,
dass der gewählte Ort sich tatsächlich an der Küste befindet. Lange Rede,
kurzer Sinn: offenbar liegt Capo Calavo mitten in den Bergen und die Straße
endet dort! Das sah auf der Karte komplett anders aus, die Stimmung könnte man
durchaus als angespannt beschreiben und ich setze mich angefressen nach hinten.
Uns bleibt sowieso nichts anderes übrig als uns wieder nach unten
vorzuarbeiten. Was soll ich sagen, die Straße, die Laila und Stefan dafür
aussuchen ist noch eine Steigerung, mit superengen, steilen Kurven und
Schotterpiste. Unten angekommen brauchen wir dringend eine Pause. Wir steuern
einen Strand an und ich kann es kaum glauben, wie dieser Ort heißt: Capo
Calavo. Offenbar gibt es hier ganz oft zu einem Bergdorf auch einen gleichnamigen
Küstenort… Danke Google Maps!!! Wir finden sogar den Campingplatz, der
augenscheinlich seit Jahren nicht mehr geöffnet hat und quartieren uns
stattdessen dann zwei Orte weiter in Gioiosa ein, mit Blick aufs Meer und
eigenem Strand.
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| Cefalu |
Zwei Tage später geht es schließlich weiter nach Cefalu, ein
beliebter Ferienort auf Sizilien mit einer Kathedrale und einer schönen
Altstadt. Im September ist zum Glück die Hauptsaison vorbei, so dass wir ganz
entspannt durch die kleinen Straßen bummeln und uns dann ein paar Kilometer
weiter auf einem tollen Campingplatz niederlassen können. Für mich der bisher
beste Platz auf unserer Tour – terrassenförmig angelegt, direkt am Meer und
unglaublich gepflegt. 5 Sterne!!! Nur das Wetter lässt zu wünschen übrig. Es
gewittert und regnet und erst gegen Nachmittag kommt die Sonne zurück.
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| 5 Sterne! |
Am Sonntagmorgen brechen wir auf nach Palermo. Der
Stellplatz liegt in Laufentfernung zum Zentrum und hat außer Strom und Klo
nicht allzu viel zu bieten. Ich habe gelesen, dass Palermo durchaus sehenswert
ist und das kann ich nur bestätigen. Es gibt viele Ecken, die total
heruntergekommen sind. Der Müll stapelt sich in den Straßen, die Häuser zerfallen
und Unkraut überwuchert Gebäude und Innenhöfe. Andere Ecken wiederum sind
saniert und gepflegt, es gibt viele historische Stätten, eine beeindruckende
Kathedrale und ein boomendes Nachtleben. Vielleicht machen gerade diese Gegensätze
den Reiz der Stadt aus. Mir hat es gefallen, auch wenn ich mir nicht vorstellen
könnte dort für längere Zeit zu bleiben.
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| Kathedrale in Palermo |
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