Nun sind schon wieder zwei Wochen um und ich wundere mich jeden Tag, wie schnell die Zeit auch hier in Cafayate vergeht. Dabei passiert hier zwischen Arbeit, Sport und Entspannung gar nicht so viel.
| Es weihnachtet hier schon sehr... |
Viel passiert ist dagegen in Deutschland. Am letzten Oktoberwochenende hat in mehreren Etappen Lailas Umzug stattgefunden. Doch auch wenn wir tausende von Kilometern entfernt sind und mein Bruder und seine Familie tollerweise die ganze Arbeit für uns übernommen haben, habe ich mich gestresst gefühlt. Bei einem Umzug geht ja selten alles glatt, aber in diesem Fall zogen sich die die Katastrophen durch die ganzen zwei Tage. Schon der Start am Samstag ist nicht besonders geschmeidig: Berge an Sachen in dem kleinen WG Zimmer, Verkehrschaos in Bremen, fehlende Parkmöglichkeiten vor der neuen Wohnung und, und, und… Aber das ist alles noch harmlos gegenüber dem Sonntag. Es beginnt damit, dass der gemietete Transporter nicht an der angegebenen Position steht, die Wartezeit in der Hotline über 30 Minuten beträgt, der Wagen letztendlich einen Kilometer entfernt zu finden ist und es am Ende auch noch das falsche und viel zu kleine Fahrzeug ist. Was das zur Folge hat kann man sich ja ausmalen. Die Sachen, die in Ellerbek und Rellingen gelagert sind, passen natürlich nicht alle rein, müssen auseinander gebaut bzw. zurückgelassen werden. Das ganze dauert natürlich unendlich viel länger. Dementsprechend mache ich drei Kreuze als der ganze Kram in Lailas Wohnung verstaut ist. Faszinierend finde ich dann allerdings, dass sie nach dem ganzen Trubel noch die Energie aufbringt mitten in der Nacht zu einer Halloween-Party zu fahren. Es lebe die Jugend!
| Halloween-Queen |
Doch auch hier ist natürlich ein bisschen was passiert.
Abgesehen von den seltsamen Wetterphänomenen mit Stürmen und Temperaturstürzen
um über 20°C, sind jetzt auch schon seit 2 Tagen die Berge um uns herum
verschwunden. Gerüchte behaupten, es läge an einem Brand in Salta. Aber egal,
woher es auch kommt: Für alle Tagestouristen, die wegen der tollen Ausblicke extra stundenlang
hierher gefahren sind, muss das jedenfalls die totale Enttäuschung sein.
| Sie blühen noch immer! |
Unser Highlight der Woche jedoch, ist die Abholung unseres
Autos. Freitagmittag machen wir uns ein letztes Mal mit unserem geliehenen
Wagen auf den Weg nach Salta und ich kann nicht behaupten, dass ich darüber
traurig bin. Nach dem ganzen Trouble mit kryptischen Warnmeldungen und platten,
abgefahrenen Reifen bin ich froh, demnächst ein neues, hoffentlich fehlerfreies
Auto mit neuen Reifen fahren zu können. Und ich muss zugeben, dass ich entgegen
meiner ursprünglichen Skepsis positiv überrascht bin von der Farbe. Ich finde
es richtig schick und hey, uns übersieht so einfach keiner mehr J. Aber vor allem brauchen
wir uns keine Gedanken mehr zu machen, wenn in der Regenzeit die Flüsse quer über
die Straßen fließen oder die Straßen mal nicht befestigt oder holprig sind. Ich
freue mich schon auf unsere erste längere Tour – und bis Feuerland sind es ja nur 4500
km ;-)
| Das ist es!!! |
1 Kommentar:
Wow, da habt Ihr ja ganz schön was erlebt;)
Kommentar veröffentlichen