Mittwoch, 25. Februar 2009

Nelson - Kaiteriteri - Nelson

20. Februar 2009

Wie vorhergesagt regnet es heute. Die Unwetterwarnung in der Zeitung, die starken Regen und Sturm ankündigt, ist aber etwas übertrieben. Da sind wir aus Hamburg doch schlimmeres gewohnt. So beschließen wir halt das Beste draus zu machen und mit Laila einen Kuchen zu backen. Leider stößt unsere Küchenausstattung gleich wieder an ihre Grenzen und beschert mir einen weiteren Besuch im Warehouse. Es gibt nicht mal eine Backform und ich frage mich langsam, ob Anita die Küche nie benutzt hat oder alles vor uns in Sicherheit gebracht hat. Nachmittags lässt der Regen etwas nach und Manfred, Erika und Laila machen noch einen Strandspaziergang. Laila genießt es außerdem, Oma und Opa mal für sich alleine zu haben und sahnt dabei auch gleich noch ein Eis ab. Wir genießen dafür mal die Ruhe. Morgen soll das Regenwetter dann auch schon wieder vorbei sein.


21. Februar 2009

Wie immer ist Samstag natürlich Markttag. Aber wie schon beim letzten Mal sind wir spät dran und die Sonne brennt schon wieder so, dass man sich möglichst von Sonnenschirm zu Sonnenschirm hangelt. Ausgestattet mit frischem Brot, Wurst, Obst und Gemüse treten wir den Heimweg an. Bei dem tollen Wetter steht einem Ausflug nach Mapua nichts im Wege. Schließlich sollen unsere Besucher auch mal die nähere Umgebung von Nelson kennen lernen. In Mapua gibt es erstmal eine Portion Fish&Chips für alle. Die hiesige Dorfjugend hat sich zu unserer Unterhaltung offenbar eine neue Sportart ausgedacht: sie springen mit dem Mountainbike über eine Rampe vom Steg ins Hafenbecken. Wen wundert es da, dass in NZ das Bungeejumping erfunden wurde! Laila überredet Oma und Opa mal wieder zu einem Besuch im ‚Touch the sea’. Wir lesen bei einem Kaffee gemütlich die Zeitung. Dann fahren wir zurück mit Zwischenstopp auf Rabbit Island – einem beliebten Wochenendausflugsziel der Nelsoner. Das Wasser ist heute so warm und die Wellen so toll, dass sogar ich mich in die Fluten stürze. Erfrischt fahren wir noch auf einen Kaffee nach Monaco (in NZ), bevor dieser erlebnisreiche Tag mit einem Barbecue zu Ende geht.


22. Februar 2009

Das Wetter soll weiterhin so gut bleiben und so planen wir einen 2-tägigen Ausflug nach Kaiteriteri im Abel Tasman Nationalpark. Es stellt sich als nicht so einfach raus, eine Unterkunft für 5 Personen zu finden. Schließlich klappt es und es geht los. Wir fahren bis Marahau, von wo man in den Nationalpark wandern kann. Nach 45 min gelangen wir an einen Badestrand, der mit seinen Felsen und dem türkisfarbenen Wasser eher an Thailand erinnert. Nur die Temperaturen von Luft und Wasser unterscheiden sich doch deutlich, so dass sich dann auch nur Stefan und Laila mit Schnorcheln bewaffnet ins Wasser wagen. Dann treten wir den Rückweg an. Laila ist seltsam motiviert als erste wieder am Auto anzukommen. Vermutlich spekuliert sie auf ein Belohnungseis. Unser Motel in Kaiteri ist eine angenehme Überraschung, wir halten uns dort aber trotzdem nicht lange auf, sondern springen nur schnell unter die Dusche, bevor wir uns auf den Weg zum Restaurant machen. Als wären wir nicht schon genug gelaufen, müssen wir erst noch mal über einen Berg steigen. Tolle Abkürzung! Dafür schmeckt das Essen dann umso besser und sind sind sogar noch eingeladen. Nach einem Glas Wein im Motel fallen wir dann alle völlig erschöpft ins Bett. Was soll das erst nach einer längeren Wanderung werden ;-)


23. Februar 2009

Nach einem schnellen Frühstück packen wir unseren Kram wieder ins Auto und kaufen uns Tickets fürs Taxiboat, von dem man sich an verschiedenen Stränden absetzen und wieder abholen lassen kann. Im Supermarkt decken wir uns mit Wasser und Sandwiches ein, dann geht’s auf Boot.. Es gibt noch einen Touri-Stop am ‚Split Apple’ – einem gespaltenen Felsbrocken im Meer. Wir steigen noch einmal auf ein kleineres Boot um, bevor wir in Torrent Bay aussteigen. Von dort wandern wir zurück nach Anchorage (in NZ, nicht Alaska), wo uns das Boot um 15.00 Uhr wieder abholt. Auf halber Strecke machen wir noch einen Abstecher zu Cleopatra’s Pool im Torrent River. Die Kletterpartie zum Pool ist mit Laila recht abenteuerlich und das Wasser ist eisig – da hätte Cleopatra garantiert nie drin gebadet – dafür aber Stefan und Laila. Vor den beiden ist auch kein Gewässer sicher ;-) Pünktlich erreichen wir Anchorage und es bleibt sogar noch Zeit für ein Bad im Meer. Wer da baden geht, ist wohl klar… Zurück in Kaiteri trinken wir noch einen Kaffee und dann geht’s heim nach Nelson. Der Urlaub im Urlaub – wie Laila es nennt – ist zu Ende.


24. Februar 2009

Morgen ist Lailas erster Schultag und wir fahren morgens erstmal zur Schule, um die Formalitäten zu erledigen und uns zu erkundigen, was sie alles benötigt. Dann steuern wir wieder mal das Warehouse an, um Laila (mit Rucksack, Lunchbox etc.) und Manfred und Erika (mit Kühltasche, Thermoskanne etc.) auszustatten. Die Beiden werden uns morgen nämlich verlassen, um zwei wochenlang die Südinsel zu erkunden. Anschließend fahren wir in die Stadt, um die Missgeschicke der letzten Tage auszubügeln. Wir haben einen Haustürschlüssel verloren und Stefan ist auf seine Sonnenbrille gelatscht, für die ich im übrigen letztes Jahr halb Hongkong abgeklappert habe :-( Da müssen wir jetzt erstmal für Ersatz sorgen. Den Nachmittag verbringe ich gemütlich mit einem Buch auf dem Sofa, während die anderen nach Rabbit Island fahren, um die neuen Surfboards auszuprobieren. Diesmal ist es lausig kalt und alle sind total durchgefroren als sie nach Hause kommen. Da lobe ich mir doch mein Sofa!


25. Februar 2009

Heute ist für uns alle ein aufregender Tag. Manfred und Erika holen heute ihren Mietwagen ab und müssen sich jetzt erstmals dem neuseeländischen Linksverkehr stellen. Laila hat ihren ersten Schultag und wir sind natürlich auch ein bisschen aufgeregt, ob es ihr wohl gefällt und sie klarkommt ohne die Sprache zu sprechen. Alle Bedenken lösen sich aber sofort auf. Sie ist gleich mittendrin und hat gleich am ersten Tag schon drei neue Freundinnen (von denen zwei sogar deutsch sprechen). Dann haben wir jetzt also montags bis freitags von 9.00 -15.00 frei. Das sollte sich doch positiv auf unser Handicap auswirken ;-) Ich nutze gleich den ersten Tag, um endlich mal wieder zum Friseur zu gehen und hänge gleich noch einen kurzen Einkaufsbummel dran. Dann treffen wir uns in der Stadt zum Eisessen. Laila ist traurig, dass sie noch keine Schuluniform hat und gar nicht als Schulkind erkannt wird . Der Uniformshop in der Schule hat leider erst am Donnerstag geöffnet. Na ja, wenn das ihre einzige Sorge ist…

1 Kommentar:

Michael hat gesagt…

Hallo Laila,

ich wünsche Dir viel Spaß in der Schule und dass Du viele neue Freunde findest! Bitte mach' auch ein Foto von Dir in der Schuluniform - Du siehst sicher toll aus!

Grüße

/Michael