Samstag, 18. Oktober 2014

Schule, Surfen, Schrottkarren

Am Dienstag ist es soweit. Ausgestattet mit einer geliehenen Schuluniform geht es für Laila nach vier Jahren wieder in die West Leederville Primary School. Ihr Klassenlehrer mit dem unaussprechlichen Namen - McInerhency - deshalb nur Mr. Mac genannt - ist ein sympathischer, cooler Typ und schon nach zwei Tage ist auch die Sprachbarriere überwunden und sie findet die Schule sogar ganz cool. So richtig freut sie sich allerdings, dass sie jetzt wieder Mandarin lernen darf :-). Nach 3 Jahren Chinesisch in ihrer Hamburger Grundschule dachte sie eigentlich, sie sei mit dem Thema durch und jetzt steht es wieder auf dem Stundenplan. Während Laila jetzt bis 15 Uhr in der Schule untergebracht ist, gehen wir nochmal das Thema Autokauf an. Wenn man allerdings mit folgenden Anzeigetexten konfrontiert wird, kann man sich schon vorstellen wie die Autos in unserer Preisklasse aussehen:

Great car - only problem: no rear gear
Very relieable car - have to sell because engine light is flashing, but has no problem with engine

Gerne hätte ich ja gepostet, dass das Auto auf dem Foto unseres geworden ist, aber am Donnerstag werfen wir das Handtuch und entscheiden uns für die teurere dafür vermeintlich problemlosere Mietwagenvariante, bevor wir jetzt noch mehr Zeit darauf verschwenden uns irgendwelche Schrottkarren anzusehen, bei denen man froh sein kann, wenn sie nicht schon bei der Probefahrt abrauchen. Im Dezember müssen wir die Kiste wieder los werden und damit sind wir dann auch wieder eine Woche beschäftigt. Wir sind ja nicht nach Perth gekommen, um ins Gebrauchtgeschäft einzusteigen, sondern eigentlich um hier Stadt und Strand zu genießen. Letzeres tun wir am Mittwochnachmittag. Nach den kühleren Temperaturen der ersten Tage, knacken wir Mittwoch die 30°C Marke. Nach der Schule kaufen wir ein Bodyboard und fahren an den Scarborough Beach. Die Wellen sind perfekt, auch wenn die Strömung ziemlich stark ist, und Laila ist in ihrem Element und auch nach 1 1/2 Stunden kaum aus dem Wasser zu kriegen. Da passt es ganz gut, dass sie ab Sonntag zum Surf Life Saving geht, wo die Kinder in ihren Altersgruppen Freiwasserschwimmen und Surfen trainieren. In 10 Jahren kann sie dann die Nachfolge von Pamela Anderson bei Baywatch antreten, noch fehlen ihr gottseidank die körperlichen Voraussetzungen dafür :-)
Die Anmietung des Autos verläuft dann doch nicht ganz so reibungslos wie erwartet. Als nach mehrstündigen Telefonaten mit Kreditkartenunternehmen und Autovermietung alles bezüglich Versicherung und Konditionen geklärt ist, müssen wir eigentlich nur noch mit öffentlichen Verkehrsmitteln dort hinkommen. Aber kaum hat die Bahn die Station verlassen, ruckelt es zweimal und der Zug segnet das Zeitliche. Nach einer anfänglichen Durchsage, herrscht Funkstille, Licht und Klimaanlage gehen aus, die Türen bleiben geschlossen und wir sitzen eine Stunde im aufgeheizten Wagen bis wir schließlich den Zug über die Gleise verlassen und zur nächsten Station wandern dürfen und uns dann ein Taxi zur Autovermietung nehmen können. Abends leihen wir uns in der Videothek Filme aus und testen erstmalig unseren 3D Fernseher. Also, man muss sagen, dass das wirklich cool ist. Ebenfalls dreidimensional ist die Schlange, die Stefan sich auf einem Straßenfest umhängen will. Die Schlange findet es aber offenbar lustiger ihn unter den Achseln zu kitzeln und so endet die Aktion in einem Lachanfall, was das Foto vielleicht ein bisschen weniger beeindruckend wirken lässt als geplant :-)

1 Kommentar:

Michael hat gesagt…

Gute Entscheidung mit dem Mietwagen! Ihr wart doch froh, die Rellinger Fuhrparkprobleme hinter euch zu lassen, da muss man das im Urlaub doch nicht provozieren!