11. Januar 2009
Und weiter geht’s! Bevor wir allerdings nach Whakatane weiterreisen, schauen wir uns noch den Geyser an, der jeden Tag pünktlich um 10.15 hochgeht. Das ist natürlich kein Zufall, sondern wird dadurch ausgelöst, dass da jemand Seifenpulver da reinschmeißt. Dann fängt es an zu brodeln und zu schäumen und kurz darauf spritzt das Wasser 20 m in die Höhe. Wow! Dann drehen wir noch eine Runde durch das Wai-O-Tapu Geyser-Wonderland, wo es blubbernde Pools in allen Farben gibt – aber nur einen Geruch! Dann reicht es aber auch – es geht weiter. Wir kaufen noch schnell was für ein Picknick ein, das wir dann - umzingelt von gefräßigen Möwen - an einem See machen. Von Whakatane sind wir nicht auf Anhieb begeistert und fahren noch ein paar Kilometer weiter nach Ohope, wo eine Landzunge ins Meer ragt und man bis White Island – einem aktiven Vulkan – sehen kann. Wir suchen uns eine Unterkunft, leihen dort Boogie Boards aus und Stefan und Laila versuchen sich im Surfen. Ich versuche mich dann danach darin, den feinen schwarzen Sand von Laila und ihren Badesachen abzukriegen ;-) Aber das war der Spaß wohl wert. Nach einem kurzem Barbeque ist auch dieser Tag schon wieder vorbei.
Erstmal steht heute Golfen auf dem Programm. Laila verliert nach den ersten neun Loch die Lust und bleibt lieber mit dem Ipod (unserem letzten Joker!) und Pettersson und Findus im Golfcart. So können wir die Runde in Ruhe zu Ende spielen. Dann geht’s wieder ab ins mittlerweile kochendheiße Auto – es lebe die Klimaanlage! An einem Fluss machen wir die obligatorische Picknickpause und da der Fluss so einladend aussieht und meilenweit kein Mensch zu sehen ist, gönnen wir uns eine Abkühlung im glasklaren Wasser. Erfrischt geht es weiter Richtung Gisborne, was sich als ziemliche Enttäuschung entpuppt. Den Plan hier länger zu verweilen, verwerfen wir gleich. Deshalb brechen wir die Suche nach einer netten Unterkunft ab und ziehen für die eine Nacht die günstige Variante im YHA Backpacker vor. Da gibt es zumindest WIFI, so dass ich mal wieder meine Emails lesen und sogar mal welche schreiben kann.
13. Januar 2009
Von Gisborne nach Napier sind es noch ca. 200 km. Wir kommen zwar früh los, aber die Strecke zieht sich ewig hin, weil sich bestimmt die Hälfte in Serpentinen mit so bezeichnenden Namen wie ‚Devils Elbow’ dahinschlängelt. Die LKW’s kämpfen sich da mit 30 km/h hoch, was noch zusätzlich aufhält. Endlich in Napier angekommen, steht noch die übliche Suche nach einer Unterkunft an. Diesmal wollen wir wirklich mal ein paar Tage bleiben. Eigentlich hatten wir uns ein nettes Appartement auf einem idyllischen Weingut mit Kinderspielplatz vorgestellt. Soviel zur Theorie. Praktisch schauen wir uns dann abgeranzte Bungalows auf Campingplätzen (mit Spielplätzen) und hässliche überteuerte Motels (ohne Spielplätze) an. Am Ende sind wir schon soweit, dass uns der Preis egal ist, als wir dann in Havelock North (neben Nelson im Übrigen eine Empfehlung für unseren längeren Aufenthalt) das Woolshed Motel finden. Da würden wir auch gerne ein paar Tage länger bleiben, aber ab Donnerstag ist es ausgebucht. Egal! 2 Nächte sind besser als nix und es gibt dort eine Waschmaschine und einen Trockner, so dass wir mal die längst überfällige Waschaktion starten können. Zum Ausgleich für die ganze Fahrerei gibt es dann ein Eis von der angeblich besten Eisdiele Neuseeland - Rush Munro’s.
14. Januar 2008
Wir haben super geschlafen in unserem gemütlichen Appartement. Vorm Frühstück rufen wir endlich mal unsere Eltern an, was durch die ungünstige Zeitverschiebung und unsere ständige Fahrerei im Moment etwas schwierig ist. In Cape Kidnappers gibt es einen – oder sogar den besten (habe ich mir nicht gemerkt) Golfplatz Neusselands - jedenfalls Nummer 40 der Welt - und Stefan ist schon den ganzen Vormittag völlig unentspannt, weil er unbedingt noch irgendwie eine Golfrunde dort unterkriegen will. Wir fahren also mal ganz unverbindlich ;-) in diese Richtung, aber zum Golfplatz kommt man nur, wenn man auch dort spielt. In Clifton, dem letzten Ort vor Cape Kindnappers, den man noch mit dem Auto erreichen kann, nehmen wir einen Snack und Stefan ringt sich endlich dazu durch eine Startzeit zu reservieren. Zu Gunsten des Reisebudgets und Lailas verzichte ich auf dieses Golfhighlight. Wir Mädels fahren nach Hause, machen ein Nickerchen und gehen dann zum Spielplatz, Eisessen, Postkartenkaufen, zum Spielplatz … bis Stefan ‚Tiger’ Voß endlich wieder auftaucht.
15. Januar 2009
Insgeheim hatten wir ja gehofft, dass noch jemand absagt und wir noch länger in unserem Appartement bleiben können. Laila hat es auch mit diversen Zaubersprüchen versucht, aber das hat alles nichts genutzt. Also: On the road again! Wir setzen uns in Richtung Wellington in Bewegung, genauer gesagt nach Paraparaumu Beach, wo es zufällig (!) auch einen berühmten Golfplatz gibt, auf dem tatsächlich schon Tiger Woods gespielt hat. Erstmal folgt aber die übliche Motel-Odyssee. In Wellington ist am Montag ein Feiertag, so dass ab Samstag alles für das lange Wochenende ausgebucht ist. Allerdings hätte auch keins der Motels – wir kennen sie jetzt ausnahmslos alle – zum längeren Verweilen eingeladen. Wir nehmen für 2 Nächte das etwas muffige Golfview Motel, welches aber eine Terrasse genau am 11. Grün hat. Die haben sie wahrscheinlich extra 2002 wegen Tiger Woods gebaut! Eigentlich hätten wir besser zelten sollen, aber das Wetter ist im Moment zu windig und unbeständig. Als Entschädigung für den verkorksten Tag im Auto, spielen wir noch neun Loch – und das sogar umsonst. Dann haben wir einen Riesenhunger und haben Laila eine Pizza versprochen, aber die Pizzeria schließt quasi vor unserer Nase – um 21.00 Uhr. An die Öffnungszeiten hier werde ich mich nie gewöhnen! Die Enttäuschung ist groß und so gibt’s dann für Laila mal wieder Pommes.
1 Kommentar:
Wenn das so weitergeht wird das bei eurer 20-monatigen Tour eine recht beeindruckende Golfplatz-Liste sein, die ihr bespielt habt. Und euer Kind habt ihr auch schon da mit reingezogen - schämt euch ;-)
/Michael
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