Samstag, 10. Januar 2009

Paihia - Pukenui - Orewa - Rotorua

5. Januar 2009

Dieser Tag ist extrem unspektakulär, vergeht aber trotzdem – wie komischerweise alle Tage hier – wie im Fluge. Ich bin den ganzen Vormittag damit beschäftigt mal wieder den Blog upzudaten – allerdings nur offline, weil der Internetzugang in unserem Motel nicht funktioniert. Deshalb müssen wir dann auch nachmittags noch in die City von Paihia. Auf dem Rückweg schauen wir noch kurz am örtlichen Golfclub vorbei, leider ist da ab 18.00 alles dicht, so dass man kein Golfcart mehr leihen kann. Den Versuch neun Loch mit Laila zu laufen, schenken wir uns lieber gleich und vertagen das auf den nächsten Morgen. Wir ziehen es vor in unser Motel zu fahren und schnell noch ein paar Spieße auf den Grill zu werfen.


6. Januar 2009

Entgegen aller guten Vorsätze schaffen wir es natürlich nicht früh aufzustehen – dazu hätte man vielleicht auch mal einen Wecker stellen müssen – und müssen die Zeit dann beim Frühstücken und Packen wieder rausholen. Dabei bleibt dann wohl irgendwo Stefans – im übrigen einzige – Badehose auf der Strecke. Aber um kurz nach 9.00 stehen wir dann tatsächlich am Abschlag und dafür, dass ich über 2 Jahre kein Golf mehr gespielt habe, geht es noch erstaunlich gut. Für Laila haben wir ein paar Kinderschläger mitgenommen, so dass sie ab und zu auch mal einen Ball übers Fairway kegeln kann. Das macht ihr so viel Spaß, dass wir noch die zweiten 9 Loch dranhängen und sie zu guter Letzt auch noch ihre eigenen Golfschläger bekommt. Der Hunger treibt uns noch ein letztes Mal nach Paihia City bevor wir die Bay of Islands verlassen und Richtung Ninety Mile Beach aufbrechen. Es ist schon ziemlich spät und noch eine ganze Ecke zu fahren. Bevor wir unser Zelt im Pukenui Holiday Park aufschlagen, machen wir trotz der späten Stunde noch einen Abstecher zu Neuseelands nördlichstem Golfclub, treffen dort auf den Kassenwart und werden eben schnell Mitglied im Houhora Golfclub – für unglaubliche 250 NZ$. Das ist ja alles sehr unkompliziert hier. Unser Zelt schlagen wir dann auf der höchsten Ebene unseres Campingplatzes auf, wo wir ganz alleine sind und einen tollen Blick übers Meer haben.



7. Januar 2009

Heute haben wir volles Programm. Nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg zum Cape Reinga – dort treffen Tasman Sea und Pazifik aufeinander. Vorher stoppen wir aber noch, um uns Sandboards auszuleihen, mit denen man die Dünen runtersurfen kann. Laila bekommt einen Rodelbob. Der Marsch durch die Dünen und vor allem der Aufstieg sind megaanstrengend. Der Sand ist kochend heiß und die Sonne ballert wie verrückt. Laila fährt mit ihrem Rodel schon in der Mitte los, weil das zu steil ist, wir kämpfen uns bis ganz oben. Man kriegt einen Affenzahn drauf und wird komplett paniert, aber es ist ein Heidenspaß. Notdürftig spülen wir den Sand ab und fahren zum Cape Reinga, von wo man einen tollen Ausblick hat – von dort sind es ca. 18.000 km bis London. Auf dem Rückweg fahren wir noch zum Rarawa Beach – ein Tip von Leuten auf dem Campingplatz. Unglaublich! Trotz der relativ hohen Wellen ist das Wasser glasklar, der Sand strahlend weiß. Dagegen sind die Similans eine trübe Pfütze ;-) Laila verlegt sich aufs Muschelnsuchen, weil sie die Wellen nicht mag, im Gegensatz zu Stefan, der sich im Bodysurfen übt und ich bleibe irgendwo in der Mitte dazwischen. Zu guter Letzt spielen wir dann noch 9 Loch Golf in unserem Golfclub. Wir sind mutterseelenallein auf dem Platz, so dass auch Laila ungehindert drauflos spielen kann. Was für ein Tag!


8. Januar 2009

Bevor wir den Rückweg Richtung Auckland antreten, spielen wir noch eine Runde Golf in unserem Golfclub – wer weiß, ob wir da jemals wieder hinkommen. Aber als Mitglied in einem neuseeländischen Golfclub kann man hier überall günstiger spielen. Wir nehmen noch einen Snack und treten dann die langen Reise an – fast 400 km. Der Ninety Mile Beach wird aus Zeitgründen gestrichen – der kann den Rarawa Beach sowieso nicht mehr übertreffen. Dafür nehmen wir noch die Kauri Coast mit und schauen uns einige der gigantischen Kauribäume an. Schon beeindruckend, allerdings nicht für Laila. Die findet Bäume einfach nur langweilig, egal wie groß oder wie alt sie sind. Noch viel langweiliger ist allerdings die anschließende 3-stündige Autofahrt, nur unterbrochen von einem kurzen Zwischenstop bei Subway. Gottseidank müssen wir nicht ganz bis Auckland. Unser Backpacker ist in Orewa, 30 km vor Auckland und wir landen auf Anhieb genau vor der Tür, obwohl wir keine Ahnung hatten, wo wir hin müssen. Welch ein Zufall!


9. Januar 2009

Und das ist nicht der einzige unglaubliche Zufall! In der Küche unseres Backpackers treffen wir eins der Mädels wieder, von denen wir das Auto gekauft haben. Neuseeland ist doch klein. Wir fahren die letzten 30 km bis Auckland, holen schnell bei der Bank unsere Karte ab und bei unserem ehemaligen Hotel die Papiere für unser Auto, die tatsächlich noch dort liegen und noch nicht an den Absender zurückgegangen sind. Dann geht’s Richtung Süden mit Zwischenstop in der Outlet Mall – schließlich braucht Stefan eine neue Badehose. Die ganze Aktion zieht sich dann ziemlich in die Länge, weil Stefan für 2 Stunden im Internetcafe verschwindet. So kaufe ich am Ende dann doch mehr als nur Stefans Badehose. Dann heißt es wieder Autofahren. Wir wollen heute noch Rotorua, wo überall heiße Quellen aus dem Boden sprudeln. Die Backpacker, die wir anrufen, sind alle ausgebucht, deshalb eintscheiden wir uns für ein Motel. Davon gibt es in Rotorua mehr als genug. Wir landen im Cedar Lodge Motel, haben 2 Etagen und draußen einen privaten Whirlpool. Cool! Wir verlängern gleich um eine Nacht, weil es hier gerade auch für Kinder viel zu entdecken gibt. Einziger Haken: Der ganze Ort stinkt nach Schwefel oder besser gesagt nach faulen Eiern.


10. Januar 2009

Laila ist mittlerweile völlig vernarrt in Kiwis – leider haben wir noch immer noch keinen gesehen. Das soll sich heute ändern, deshalb fahren wir in eine Kiwi-Aufzuchtstation. Dort werden die Kiwieier ausgebrühtet und die Kiwis großgezogen bis sie in freier Wildbahn eine Überlebenschance haben. Dann werden sie wieder ausgewildert. Und tatsächlich sehen wir aus nächster Nähe zwei schlafende Kiwibabys und 3 große in ihrem Gehege auf Futtersuche. Dann schauen wir uns noch eine andere Attraktion an – den Zorb. Ein überdimensionaler Gummiball, in dem man sich den Berg runterrollen kann. Auf so eine Idee muss man erstmal kommen! Die nächsten Stunden verbringen wir dann mit Kinderbelustigung – Spielplatz, Ponyreiten, Hüpfburg. Schließlich hat Laila die letzten 2 Tage im Autotapfer ertragen. Dann gehen wir noch der Quelle des üblen Gestanks auf den Grund und laufen durch den Park, wo es überall dampft und Matsche in Kratern brodelt. Puhhh! Abends haben wir noch ein Maori Event gebucht mit Tanz, Gesang und anschließendem Essen. Ist natürlich super touristisch, aber für Laila super spannend, vor allem der haka (siehe Foto).

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