Donnerstag, 22. Januar 2009

Paraparaumu - Wellington - Nelson

16. Januar 2009

Der Vormittag vergeht mit Blog-Update – immerhin gibt es in unserem Muff-Motel WIFI – und Golftraining für Laila – auf eigenen Wunsch, Michael ;-) Dann fahren wir los, um Paraparaumu zu erkunden. Nach einer Stärkung beim Inder und einem Zwischenstopp in der Schokoladenfabrik, fahren wir weiter zu Lindale Farm. Dort reiht sich für Laila ein Highlight ans andere: Kühe melken, Lämmchen füttern, neugeborene Ferkelchen und viele andere Tiere zum Anschauen, Anfassen und Füttern. Dann dreht sie noch mit Stefan eine Runde über den Golfplatz. Ich begnüge mich damit, mit einem Buch auf der Terrasse zu sitzen, bin dafür aber trotzdem die erste, die einschläft. So muss ich wenigstens die gruselige Einrichtung unseres Motels nicht ertragen.


17. Januar 2009

Heute geht’s weiter nach Wellington. Bevor wir durchstarten, fahren wir aber wenigstens noch mal kurz an den Strand, den haben wir nämlich noch gar nicht aus der Nähe gesehen. Das Wetter lädt aber nicht gerade zum Verweilen und schon gar nicht zum Baden ein, so dass wir uns lieber auf den Weg machen. Bis Wellington sind es nur noch 50 km und nach einer kurzen Ehrenrunde durch die Stadt, finden wir dann auch recht schnell ein nettes, zentralgelegenes Motel. Perfekt! Wir halten uns auch gar nicht lange auf, denn wir haben Hunger. Die Cuba Street ist direkt um die Ecke und dort reihen sich Restaurants aller Nationalitäten aneinander. Wir entscheiden uns für ein Malaysia-Gedächtnis-Essen und bestellen und Curry und Satay-Spieße. Dann steuern wir das Te Papa Museum an. Auf dem Weg dorthin geraten wir in einen Hiphop-Contest. Laila ist völlig aus dem Häuschen und übt am Rand die wildesten Drehungen. In einer Pause ziehen wir endlich weiter, das Museum hat nämlich nur bis 18.00 Uhr geöffnet. Im Te Papa gibt es soviel zu sehen, dass man dort locker eine Woche verbringen könnte. Die aktuelle Sensation ist ein eingelegter Riesentintenfisch. Lailas Highlight allerdings ist das Erdbebenhaus. Wir lassen uns dann noch kurz beim Deep- und High Ride durchschütteln – im übrigen das Einzige, was man bezahlen muss, der Eintritt ins Museum ist nämlich frei. Dann ist es auch schon 18.00 und wir wandern zurück zum Motel. Nach einer kurzen Umziehpause gehen wir zum ‚Lonely Planet approveden’ Inder – zufällig auch in der Cuba Street und hatten eigentlich vor danach noch was trinken zu gehen, aber als der Magen dann anfängt den Butter Chicken zu verdauen, sind wir so müde, dass wir nur noch ins Bett wollen.


18. Januar 2009

Laila ist so begeistert vom Te Papa, dass wir heute gleich noch mal dorthin müssen. Wir können sie gerade noch überreden, erstmal mit dem Cable Car zu fahren. Auf dem Weg dorthin klappern wir noch ein paar Outdoor-Läden ab, weil Stefan endlich mal eine regenfeste Jacke braucht. Dann geht’s ab ins rote Cable Car und auf den Berg. Das schon gekaufte Rückfahrtticket lassen wir verfallen und laufen bei jetzt strahlendblauem Himmel den Berg runter. Der Weg führt durch den botanischen Garten, über einen tollen Spielplatz und zum Schluss noch über einen historischen Friedhof: Da ist doch für jeden was dabei ;-) Bevor die Geschäfte schließen, müssen wir noch Stefans Jacke einsammeln und dann aber endlich ins Te Papa. Heute stehen Maoris auf dem Programm, die Laila unglaublich toll findet – vermutlich, weil die immer so lustige Grimassen schneiden. Eine Minute vor 6 schafft sie es gerade noch das letzte Erdbeben im Erdbebenhaus mitzunehmen, bevor wir raus gekehrt werden. Heute Abend gibt es im Fernsehen ‚Ab durch die Hecke’ und wir haben Laila versprochen, dass sie das sehen darf. Also schnell nach Hause! Wir finden den Film sehr witzig, aber für Laila ist er zu schwer zu verstehen – vor allem auch noch in Englisch.


19. Januar 2009

Nach einem komplett autofreien Tag wollen wir heute die Strände von Wellington erkunden. Die empfohlene Route zieht sich direkt an der Küste entlang – ach, was wäre das jetzt schön in unserem guten alten Cabrio :-) Aber auch in einem Mitsubishi ist die Strecke landschaftlich toll. Laila ist allerdings gelangweilt und versteht nicht, warum man einfach nur durch die Gegend fährt ohne festes Ziel. An einem Strandcafe rasten wir und fahren dann wieder zurück, um das Auto abzustellen und uns umzuziehen. Es ist nämlich knalleheiß geworden. Und wo wir schon gerade im Motel sind legen wir auch noch schnell ein Mittagsschläfchen ein. Erholt und luftiger bekleidet machen wir uns auf Richtung Waterfront. Dort soll es einen großen Spielplatz geben. Den gibt es auch und dazu noch eine mobile Kaffee- und Eisbude. Da sind doch alle zufrieden. Laila tobt sich aus, wir lesen Zeitung. Auf dem Rückweg entdecken wir im Wasser einen einzelnen Pinguin, der sich dort sein Abendessen fängt. Wo der wohl herkommt? Auf dem Heimweg trinken wir noch ein gutes (und teures!) Erdinger Weißbier, nehmen was zu Essen vom Inder und Thailänder mit und gehen früh schlafen, denn morgenfrüh um 7.25 müssen wir an der Fähre Richtung Südinsel sein.


20. Januar 2009

Um 6.10 Uhr klingelt der Wecker. Grausam! Duschen, Packen, Auto beladen und los. Es klappt alles reibungslos, so dass wir uns an Bord dann erstmal ein Frühstück verdient haben. Dann begeben wir uns auf Entdeckungstour. Na toll: Der 2-stöckige Kinderspieplatz ist wegen Renovierung geschlossen. So landen Laila und ich letztlich vor einem Fernseher mit Kinderprogramm und Stefan in einem Schlafsessel, wo er versucht das Schaukeln des Schiffes auszusitzen. Von Picton sind es dann noch 2 Stunden Fahrt bis Nelson – unserem vorerst letzten Ziel. Unterwegs rasten wir an einem kleinen Fluss mit kristallklarem, eiskaltem Wasser. Um die Müdigkeit loszuwerden, springt Stefan einmal kurz rein. Das hilft! In Nelson startet dann die übliche Motelsuche und man glaubt es ja kaum, aber 2 von 3 Motels, die wir anschauen, haben deutsche Besitzer. Im zweiten bleiben wir erstmal für 4 Nächte und dann schauen wir mal, wie es mit unserer Haussuche klappt. Aber hier kann man es auch sehr gut aushalten. Das Appartement ist nett eingerichtet, es gibt einen Garten, einen Pool und sehr nette schwäbische Vermieter.


21. Januar 2009

Nach dem Frühstück starten wir unsere Haussuche. Erstmal fahren wir mal etwas durch die Gegend, dann in die City, um einen Makler aufzusuchen. Die City von Nelson ist sehr gepflegt mit vielen netten Cafes. Sehr cool! Und es gibt eine deutsche Würstchenbude! Da können wir ja schlecht vorbei gehen. Die Auswahl an möblierten Häuser und Wohnungen hält sich allerdings leider in Grenzen – 2 wollen wir uns morgen anschauen. Auf dem Rückweg fahren wir noch in Monaco vorbei – kein Scherz – dort gab es auch noch ein Haus, dass wir erstmal wegen seiner geschmacklosen, altenglischen Möblierung aussortiert hatten. Die Lage macht zwar einiges wett, die Möbel sind aber im Original noch schrecklicher. Zufällig fahren wir noch an einer Schule vorbei und treffen dort sogar jemanden an. Die Schule macht einen super Eindruck, mit großem Spielplatz, eigenem Swimmingpool und Englisch-Einzelunterricht für ausländische Kinder. In Neuseeland werden die Kinder genau an ihrem 5. Geburtstag eingeschult, so dass Laila auch genau das richtige Alter hat. Allerdings müssen wir morgen noch mal wiederkommen, weil dann die zuständige Dame da ist. Alles in allem war das ja schon mal ein erfolgreicher Tag.


22. Januar 2009

Um 10.30 haben wir die ersten Besichtigungstermine. Das erste Appartement ist der Hammer: ein Penthouse über 2 Etagen mit Blick aufs Meer, 3 Schlafzimmern, 2 Badezimmern… Das wäre in Hamburg unbezahlbar. Da liegt die Messlatte schon gleich am Anfang ziemlich hoch und die anderen beiden Appartements können da schon nicht mehr mithalten. Aber wir wollen uns natürlich noch mehr anschauen. Erstmal haben wir aber den Termin bei der Schule und da folgt nach der Euphorie von gestern erstmal die Ernüchterung. Wir brauchen für Laila ein Studentenvisum, damit sie die Schule besuchen kann und der Antrag dauert mindestens 4 Wochen und die Schule beginnt am 5. Februar. Wie doof! Die nächsten Stunden verbringen wir damit den Antrag auszufüllen etc, damit wir ihn morgen abschicken können. Abends fahren wir noch mal los, um uns ein Haus in Mapua anzusehen, aber das ist viel zu weit weg und außerdem erst ab März frei. Dafür kann man in Mapua super Fish&Chips essen und Räucherfisch kaufen. Na, das ist doch auch was.

Keine Kommentare: