Sonntag, 4. Januar 2009

Goat Island - Tutukak - Paihia

30. Dezember 2008

Abfahrt in Auckland! Fast hatte ich mich schon daran gewöhnt, länger als 2 Tage an einem Ort zu bleiben, aber es gibt ja noch soviel zu sehen bevor wir für eine Weile sesshaft werden. Das Auto, dass uns gestern noch so riesig erschien, ist randvoll als wir endlich alles verstaut haben – o.k., fast alles – unser neuerworbenes Campinggeschirr bleibt nämlich irgendwo in Auckland am Straßenrand stehen. Dann noch mal schnell in den Golf Outlet Shop. In der Hoffnung irgendwann mal Zeit zu haben, lege ich mir auch noch ein paar einzelne Schläger, Schuhe, T-Shirt, Käppi zu. Für eine Golftasche ist kein Platz mehr im Auto. Nächster Stop Outlet Mall – wir brauchen noch einen Schlafsack für Laila und UV-Shirts. Obendrauf gibt’s noch Jacken für Stefan und mich. Gottseidank sind Rucksäcke und Auto voll, sonst wäre es bestimmt nicht dabei geblieben. Nächster Halt: Kameraladen. Wir müssen uns ja noch einen neuen Fotoapparat zulegen. Der wird auch eingesammelt. Demnächst gibt es also nur noch Fotos in Topqualität. Dann geht es endlich los Richtung Goat Island. Unterwegs kaufen wir am Straßenrand einen Sack Austern für 4,-€. Stefan kann sich vor Begeisterung kaum halten bei solchen Schnäppchenpreisen. Jetzt müssen wir die nur noch aufkriegen! In einem Tante Emma Laden erwischen wir noch die letzte Flasche Tabasco und einen der letzten Plätze auf dem Campingplatz. Heute läuft es aber wie am Schnürchen! Selbst der Zeltaufbau klappt problemlos, es sind alle Stangen und sogar die Heringe dabei. Stefan fährt noch mal zu Tante Emma und ergattert 2 sec vor Ladenschluß noch die letzten Würstchen für Laila. Laila ist im 7. Himmel, es gibt ein Trampolin, einen Spielplatz, ein Lagerfeuer (morgen brauchen wir unbedingt Marshmallows) und eine neue Freundin namens Ruby (die überraschenderweise rote Haare hat). Für uns gibt es einen gigantischen Ausblick auf Goat Island und das Meer, sowie Austern, die sich auf 3 Uhr super öffnen lassen. Dann fallen wir irgendwann totmüde auf unsere Isomatten – bis auf Stefan, der hat nämlich ein Super-Luxusvelourluftbett…


31. Dezember 2008

Nach dem Frühstück fahren wir an den Strand – von dort kann man Richtung Goat Island schnorcheln. Entgegen aller Erzählungen, dass in Neuseeland keiner an den Strand und in die Sonne geht, ist der Strand rappelvoll. Und das sind nicht nur verrückte Engländer, die sich hier mit Grill und Kühltasche häuslich eingerichtet haben. Mir persönlich ist das Wasser zu kalt – nach 5 Wochen Badewannentemperatur in Asien – kann ich mich nicht überwinden da reinzugehen. Laila geht es ähnlich und so unternimmt nur Stefan einen Versuch, aber ohne Flossen kommt auch er nicht allzu weit. Wir machen uns auf die Suche nach einem Supermarkt, damit wir nicht wieder bei Tante Emma zu Apotheken- preisen einkaufen müssen. Wir verfahren uns und landen ganz zufällig auf dem Golfplatz, wo dann auch gleich noch für nachmittags eine Startzeit für Stefan abfällt. Den Trip zum Supermarkt brechen wir dann vorzeitig ab, weil sich in Gegenrichtung schon ein Stau bildet wegen eines Open Air Festivals am Abend. So bleibt nur die etwas größere Ausgabe von Tante Emmas Laden. Marshmallows gibt es da gottseidank auch. Wir fahren zum Campingplatz zurück, Laila verschwindet sofort mit Ruby, Stefan auf den Golfplatz und ich komme endlich mal dazu ein paar Seiten zu lesen. Später kann ich Laila davon überzeugen im alten Jahr wenigstens noch mal duschen zu gehen. Leider wusste ich nicht, dass man für heißes Wasser Geld einwerfen muss. Unter großem Protest und Geschrei duschen wir dann also kalt. Als das obligatorische Lagerfeuer angezündet wird, muss ich erstmal den ganzen Campingplatz nach einem geeigneten Stock absuchen, um die Marshmallows zu braten. Dann taucht auch Stefan wieder auf und als wir dann soweit sind unser Fleisch zu grillen……fängt es an wie aus Eimern zu schütten. In einer Regenpause schaffen wir es dann gerade so, aber draussen ist jetzt alles naß, matschig und ungemütlich und ein Drinnen gibt es nicht so richtig. Ein paar Hartgesottene sitzen am Lagerfeuer, einer spielt Gitarre, die anderen fangen irgendwann an zu singen. Irgendwann ist 12.00 Uhr. Ein paar Kracher werden gezündet, das wars! Da hatten wir bestimmt schon exzessivere Silvesterparties, aber was soll’s :-)


1. Januar 2009

Frohes neues Jahr! Am Lagerfeuer sitzen noch die letzten Gestalten vom Vorabend als wir gegen 9.00 unser Frühstück vorbereiten. Hut ab! Laila nutzt die letzte Stunde mit ihrer Freundin Ruby, während wir unseren Kram wieder im Auto verstauen. Bevor wir weiterfahren, fahren wir noch mal an den Strand – der heute im übrigen noch voller ist. Das Wasser hat sich leider nicht über Nacht um 10°C aufgewärmt, so dass Stefan – diesmal mit Flossen – wieder der einzige Schnorchler bleibt. Heute schafft er es bis Goat Island und genug zu sehen gibt es auch. Dann geht’s weiter Richtung Norden. Auf dem Weg nach Tutukaka stoppen wir noch an einem Wasserfall und einem Supermarkt, der trotz Neujahr geöffnet hat. Heute Abend gibt es mal indisch – so langsam können wir uns wieder mit der asiatischen Küche anfreunden. Unser Zelt bauen wir jetzt schon in Rekordzeit auf. Laila ist schon längst wieder auf dem obligatorischen Trampolin verschwunden und sofort wieder mittendrin.


2. Januar 2009

Stefan hat Laila ihren Schlafsack abgeschwatzt, weil das Model, das wir haben, ihm zu kurz ist. Der Preis ist ein Besuch im Klettergarten und ein Eis. Unsere Tochter ist ein harter Verhandlungspartner ;-)

Der Kletterpark ist noch so neu, dass ihn keiner kennt und es auch keine Ausschilderung gibt. Schließlich finden wir ihn aber doch, nur haben wir Lailas Größe etwas überschätzt – mit ausgestreckten Armen muss man mindestens 1,5 m sein. Sie darf es trotzdem auf dem Trainingsparcours probieren, schafft es aber mit den kleinen Händen nicht das Seil ein- und auszuhaken. So bleibt uns nur, Stefan zuzuschauen, wie er sich von Baum zu Baum schwingt. Es kostet einiges an Überwindung und ist super anstrengend. Wir machen noch einen Abstecher nach Whangarei, weil dort der nächste Geldautomat ist. Ansonsten ist hier fast alles geschlossen – die Neuseeländer haben heute wohl einen Brückentag. Auf dem Rückweg machen wir noch ein Picknick an einem idyllischen Fluss. Laila rettet einen kleinen grünen Käfer vorm Ertrinken und ist stolz wie Oskar! Als wir nachts mal aus dem Zelt müssen, zeigt sich uns ein gigantischer Sternenhimmel inklusive Milchstrasse. Leider lässt sich das nicht mal mit unserer neuen Superkamera fotografieren. Schade!



3. Januar 2009

Stefan ist heute den ganzen Tag unterwegs zu den Poor Knights Islands – einem der Top-Tauchreviere. Laila und ich hängen am Campingplatz ab, spielen ihre ganzen Spiele mal durch, gehen Eisessen und Schiffe gucken… Gegen 16.30 sammeln wir einen etwas angeschlagenen Stefan wieder ein, die Bootsfahrt war wohl ziemlich rau, das tauchen aber sehr schön! Nach einem kurzen Drink und einer Dusche, steht heute Pizzaessen auf dem Plan. Auf dem Weg dorthin, kommen wir am örtlichen Angelclub vorbei, wo gerade ein riesiger Schwertfisch (126 kg) abtransportiert wird. Laila ist schwer beeindruckt, wir allerdings auch und obwohl wir schon 2 Fotoapparate haben, haben wir natürlich jetzt keinen dabei. Schade, so einen Kameraden kriegen wir bestimmt so schnell nicht noch mal zu Gesicht. Die Pizza hält, was der Lonely Planet verspricht und ist groß und knusprig. Dann warten wir, dass es endlich dunkel wird. Laila hat nämlich ein neues T-Shirt mit einem Kiwi, dessen Augen im Dunkeln leuchten sollen. Das müssen wir noch ausprobieren, vorher ist an Schlafen nicht zu denken. Mit der Taschenlampe leuchten wir den Kiwi an und …. er leuchtet. Gottseidank!


4. Januar 2008

Und weiter geht’s Richtung Norden. Frühstücken, Zelt abbauen, Auto bepacken und los. Als Laila gerade etwas unleidig wird, entdecken wir ein Schild ‚Glow Worm Cave – 1km’. Das ist eine willkommene Abwechslung. Es gibt nur geführte Touren durch die Höhle, die einer Familie gehört und von dem Eintritt bestimmt gut leben kann. Glühwürmchenhöhlenbesitzer hört sich nach einem coolen Job an :-) In der Höhle werden dann alle Taschenlampen gelöscht und an der Decke sieht man einen gigantischen Glühwürmchen-Sternenhimmel. Ganz, ganz toll. Den nächsten Stop legen wir am Hundertwasser-Klo in Kawakawa ein – ein Foto davon gehört quasi zum Pflichtprogramm für Touristen. Dann ist es auch nicht mehr weit nach Paihia an der Bay of Island. Heute entscheiden wir uns mal gegen Zelten und für ein Motel. Ich freue mich mal wieder auf ein richtiges Bett. Es gibt einen Pool und ein Trampolin, damit ist auch Laila zufrieden gestellt, obwohl sie ja nie mehr in geschlossenen Räumen schlafen wollte.

1 Kommentar:

Michael hat gesagt…

Nur mal so zu eurer Erheiterung: Hamburg -7C, gefühlt -12C, Schneematsch. Dafür aber besseres Feuerwerk.

Geniesst die Sonne!

/Michael