Montag, 2. März 2009

Nelson - Feudel, Freestyle, Franzbrötchen

26. Februar – 2. März 2009

Jetzt, wo Laila in die Schule geht, kehrt das erste Mal seit langem wieder so etwas wie ein geregeltes Leben ein. Tatsächlich kann man das nach einer Weile auch vermissen :-) Leider heißt das auch, dass wir morgens jetzt pünktlich aufstehen müssen. Laila geht schon am zweiten Tag in die Schule als wäre sie dort schon zwei Jahre und tobt bis die Schulglocke klingelt mit ihrer neuen Freundin Sarah über den Schulhof. Ich nutze die neugewonnene Freiheit für eine ausgiebige Putzaktion unseres Hauses. Vielleicht lassen sich ja so die noch immer hartnäckigen Geruchsspuren – besonders im Schlafzimmer – beseitigen. Nachmittags nach der Schule bekommt Laila dann endlich ihre heißersehnte Schuluniform, die sie sofort im Auto anzieht muss, bevor wir in den Supermarkt gehen dürfen. Am Freitag ist dann endlich mal Zeit für eine Golfrunde. Leider ist ausgerechnet im Moment unser Golfplatz in Nelson gesperrt, weil dort 130 Bäume gefällt werden, so dass wir einen Ort weiterfahren müssen. Dort ist es dann entsprechend voll, so dass die Zeit nur für 12 Loch und einen Snack in der Richmond Mall reicht, bevor wir Laila abholen müssen. Mir persönlich reicht das sowieso – es sollte viel mehr 12-Loch Plätze geben ;-) Abends schaut noch der Schwiegersohn unserer Vermieterin vorbei, um sich die Spülmaschine anzusehen und zu bestätigen, was wir sowieso schon wissen. Das Ding ist kaputt, da muss ein Techniker ran. Dafür stinkt es jetzt aber wieder tagelang nach verschmortem Plastik, nachdem er versucht hat die Maschine anzuschalten. Da spülen wir dann also weiterhin mit der Hand!

Pünktlich zum Wochenende fängt es am Samstagmorgen an zu schütten – wir fühlen uns fast wie in Hamburg! Schade, denn eigentlich wollten wir zum Trolley Rennen, bei dem sie mit selbstgebauten Fahrzeugen den Berg runterrasen. Aber bei dem Regen lassen wir es lieber. Stattdessen spurten wir über dem Markt und flüchten uns dann in eins der zahlreichen Cafes in Nelsons City. Sonntag sieht es dann etwas besser aus, so dass Stefan mit Laila zum Kinder-Golftraining gehen kann und ich einen einen herrlich faulen Sonntagmorgen mit meinem Buch auf dem Blümchensofa verbringen kann. Gegen Mittag muss ich mich dann doch noch mal hochrappeln, weil wir nach Richmond ins Schwimmbad wollen. Die Sensation dort ist sicherlich das Wellenbad, aber es gibt auch ein Becken, in dem man mal richtig ein paar Bahnen schwimmen kann. Ich stelle fest, dass ich eindeutig schon mal besser in Form war und das jetzt öfter mal wieder machen werde. Während Stefan dann noch schnell ein paar Löcher Golf einschiebt, nutzen Laila und ich die Zeit, um für sie ein paar Schulschuhe zu kaufen. Angenehm, dass hier viele Geschäfte auch sonntags geöffnet sind. Abends steht dann noch ein besonderes Highlight für Laila an. Ihre Kindergartenfreundin Lena hat jetzt auch Skype und zum ersten Mal nach dem Abschied am Flughafen vor über drei Monaten sehen sich die beiden quasi wieder – im übrigen beide noch oder schon im Pyjama ;-) Das Gegacker ist groß und ich schätze, dass das jetzt eine regelmäßige Einrichtung wird. Aber auch wir freuen uns und fühlen uns gar nicht mehr so weit weg! Für Montag habe ich dann endlich mal einen ungestörten und ausgedehnten Einkaufbummel geplant. Und den mache ich auch… Es gibt in Nelson zumindest genug Geschäfte, um sich ein paar Stunden zu beschäftigen und viel kann ich ja doch nicht kaufen. Schließlich muss ich ja irgendwann das ganze Zeug wieder im Rucksack verstauen… Aber darüber wollen wir jetzt mal noch nicht nachdenken. Nach der Schule melden wir Laila noch schnell zum Schwimmkurs in Richmond an – in Neuseeland lernen die Kinder nämlich nicht wie in Deutschland zuerst Brustschwimmen, sondern Freestyle. Es geht dann sogar gleich los und macht ihr riesigen Spaß. Hinterher bleibt dann natürlich auch noch Zeit, um ins Wellenbad zu gehen. Anschließend stellen wir uns dann einer Herausforderung der besonderen Art: Wir backen Franzbrötchen! Die sind ja schon in Deutschland außerhalb Hamburgs nur hinlänglich bekannt, aber in Neuseeland gewiss nicht. Da hilft dann ja nur selber backen. Meine Backkünste halten sich ja bekanntlich sehr in Grenzen und über ein paar klebrige Whiskey-Muffins habe ich es noch nie hinausgebracht, aber die Franzbrötchen werden richtig gut (für alle die es nicht glauben, ein Foto!) und ich bin stolz wie Oskar! So ändern sich die Prioritäten im Leben und vielleicht ist das ja der Anfang meines Franzbrötchen-Imperiums in Neuseeland :-))

2 Kommentare:

Michael hat gesagt…

Also, drei Kommentare:

Laila = cooles schoolgirl!
Wohnzimmer: Anregungen zum weiteren Ausbau unter www.lauraashley.com
Franzbrötchen: Geschäftsidee für NZ?

/Michael

Anonym hat gesagt…

Liebe Susanne, Franzbrötchen-Imperium in NZ wird hiermit verboten :-) aber, sie sehen wirklich gut aus.
Liebe Grüße Ute J.