27. Juli 2009
Heute haben wir quasi unseren Aboriginie-Tag. Wir starten mit einer weiteren Tour auf dem East Alligator River, diesmal aber an einer anderen Stelle und mit einem Aboriginie-Guide. Der Schwerpunkt soll dabei diesmal auch nicht auf dem Viehzeug liegen, was den trüben, gelben Fluss und das Umland bevölkert, sondern auf der Aboriginie-Kultur. Leider ist das Englisch des Guides genauso verständlich wie das Wasser durchsichtig und so läuft die Tour dann doch eher auf Crocodile-Spotting hinaus. Das ist allerdings keine große Kunst, denn in dem Teil des Flusses leben so viele Krokos, dass selbst Michael Phelps keine Chance hätte den Fluss ungeschoren zu überqueren. Darüberhinaus bekommen
wir dann aber noch die Gelegenheit unsere Füße auf den heiligen Boden von Arnhem-Land zu setzen. Das ist ein riesiger Landstrich, der nur von Aboriginies bevölkert wird und den man ohne Sonder- genehmigung nicht bereisen darf. Dort erhalten wir eine kleine Lektion in Sachen Jagdwaffen und –technik. Ich bin heilfroh, dass wir uns von Supermarkt-Produkten ernähren können, denn mit Stefans Wurf hätte man allerhöchstens ein komatöses
Känguru am Straßenrand erlegen können ;-) Teil 2 unseres Aboriginie-Kultur-Tages führt uns weiter nach Ubirr, wo es weitere Rockart zu sehen gibt. Nach dem dritten bemalten Felsen lässt dann die Begeisterung für skelettierte Schildkröten etc. aber auch langsam nach und so wir erklimmen als Letztes noch eine Art Hochplateau, von wo man einen tollen Blick über die Landschaft hat. Den letzten und sicherlich schlechtesten Eindruck in Sachen Aboriginies bekommen wir dann vorm Supermarkt – dort sitzen sie nämlich scharenweise auf dem Boden und lassen sich die Sonne auf den Bauch scheinen – da ist nicht viel zu erkennen von Jagdtrieb oder künstlerischer Ader… Da hat der Einfluss der westlichen Zivilisation wohl nicht viel Gutes bewirkt!
28. Juli 2009
Bevor wir den Kakadu Nationalpark wieder verlassen und Kurs auf Darwin nehmen, besichtigen wir noch die im Park gelegene Uranium-Mine, deren Produktion immerhin 10% des Weltbedarfs an Uran abdeckt – und das mitten in einem Naturschutz- gebiet! Wie bei der Goldmine sieht man im Wesentlichen ein riesiges Loch in der Erde, in dem Megabagger und Laster herumfahren. Den Rest sehen wir nur von außen und in einem Film. Laila langweilt sich ehrlich gesagt und verständlicherweise zu Tode und muss erstmal mit einem Eis wieder besänftigt werden. Nicht mal der ‚Bob, der Baumeister’-Helm, den wir alle aufsetzen müssen, kann sie zu einem Lächeln bewegen. Zwei Stunden später sind wir in Darwin und weitere 1 1/2 Stunden später – nachdem Stefan mehrfach die gesamte Campingplatz-Crew in den Wahnsinn getrieben hat - haben wir auch einen akzeptablen Stellplatz. Den verlassen wir dafür aber auch gleich wieder und fahren nach Darwin City. Es ist 15.30 Uhr und wir können gerade noch ein Eis in der Eisdiele ergattern, bevor sie schließt. Ich sage es ja nicht zum ersten Mal, aber was sind denn das bitte für Öffnungszeiten? Wenn die Hitze des Tages am größten ist, schließen die die Eisdielen ab??? Wir durchstreifen noch ein bischen die Stadt und gelangen schließlich an die komplett neu gebaute bzw. noch im Bau befindliche Waterfront – das Ganze erinnert ein wenig an die Hafencity in klein. Es gibt dort eine Lagune mit Sandstrand und ein gigantisches Wellenbad. Da wir keine Badesachen dabei haben, merken wir uns das mal für morgen vor und sehen lieber zu, dass wir noch irgendwo einen Sundowner bekommen. Die Restaurants in ‚Hafencity’ sind nämlich leider alle noch im Rohbau :-(. In Cullen Bay finden wir dann alles, was wir suchen. Einen Strand mit Sonnenuntergang und einen Yachthafen mit zahlreichen Restaurants. Erwähnenswert ist dabei sicherlich noch die Herrentoilette unseres Restaurants, in der die Herren der Schöpfung gegen einen einseitig durchsichtigen Spiegel pinkeln und dabei die anderen Gäste im Restaurant beobachten können. Laila durfte sich das mal angucken, ich nicht!
29. Juni 2009
Nach dem gestrigen Tag, ist heute mal Laila-Tag. Zum Auftakt fahren wir zum Doctors Gully, wo man halb im Wasser stehend Fische anfassen und mit Brot füttern kann. Nachdem das seinen Reiz verloren hat, machen wir einen Abstecher in den botanischen Garten, dann nach East Point Reserve, wo es einen Strand, einen See und 2 große Spielplätze gibt und steuern dann endlich den Wave Pool an. Eine Halbtageskarte für uns alle kostet nur 12 $, was ich extrem günstig finde – vor allem für das was dort geboten wird. Es gibt jedes Mal andere Wellen – insgesamt 9 verschiedene Arten, jede Menge Bodyboards und Reifen zur freien Verfügung und sogar ich muss zugeben, dass es richtig viel Spaß macht. Da kann ich
sogar drüber hinwegsehen, dass mein Kopf gelegentlich auch mal unter Wasser gerät – was ich ja sonst immer zu verhindern suche :-). Den Tag beenden wir dann im Campingplatz-Restaurant wo heute Schnitzel- und Quizabend ist. O.k., der Fleischanteil des Schnitzels ist minimal und die meisten Quizfragen kann man als Nicht-Aussie einfach nicht beantworten. Oder weiß irgendjemand vielleicht, wofür ‚Qantas’ steht? Egal, wir werden satt, haben trotzdem unseren Spaß und sind wahrscheinlich die einzigen, die wissen, dass die olympischen Spiele 1972 in München waren ;-)
30. Juni 2009
Bis 17.00 Uhr verläuft der T ag ziemlich unspektakulär – wenn man nach 6 Monaten in der Shoppingwüste Neuseeland eine Mall mit 170 Geschäften noch als unspektakulär bezeichnen kann ;-). Wir parken also Stefan mit Notebook und Handy für ein paar Stunden in einem Cafe und schauen ab und zu mal vorbei, um ein paar Tüten abzuladen. Am Ende kaufen wir eigentlich gar nicht viel, aber manchmal reicht ja auch schon das Gefühl, das man was kaufen könnte! Letztlich bleibt noch Zeit für einen Friseurbesuch, damit ich bei unserer Ankunft in
Perth komplett ergraut bin und dann geht’s ab nach Mindil Beach. Dort gibt es einen
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