Samstag, 21. Oktober 2017

Death Valley und Viva Las Vegas

HorseshoeLake
Mammoth Lakes ist im Winter ein Skigebiet und auch wenn noch ein Schnee liegt, fühlen wir uns bei Temperaturen um den Gefrierpunkt und dem Geruch von Kaminfeuer wie im Skiurlaub. Wir fahren morgens zum Horseshoe Lake mit seinen abgestorbenen Bäumen, bilden uns aber ein von dem hohen CO2 Gehalt in der Luft Kopfschmerzen zu bekommen und treten schnell die Reise in Richtung Death Valley an.

Alabama Hills
Auf dem Weg von Mammoth Lakes zum Death Valley liegen die Alabama Hills – abgefahrene Steinformationen mit abgerundeten Hügeln und Bögen. Die Straße dorthin heißt Movie Road und auf underer Karte sind die Filmsets eingezeichnet, wo Filme wie die ‚Glorreichen Sieben‘ oder Lone Ranger‘ gedreht wurden. 100 Fotos später geht es schließlich weiter und hinein ins Death Valley.
Erster Blick ins Death Valley
Die Temperatur steigt stetig an und das klamottentechnische Zwiebelprinzip bewährt sich mal wieder. Nach Jacke, Pulli, langer Hose und dicken Socken am Morgen, reichen jetzt Shorts, Trägershirt und Flipflops. Erster Stopp im Valley ist ein Aussichtspunkt, der einen ersten Einblick in die beeindruckende Landschaft gibt. Doch das ist diesmal nicht das wirklich spektakuläre, sondern die Tarantel, die unseren Weg kreuzt und Motiv eines längeren Fotoshootings wird.
Erste Tarantel im Death Valley
Kurz vor Furnace Creek, wo wir übernachten, türmen sich die Mesquite Flat Dunes. Endlose Sanddünen, die man durchstreifen kann, wenn man genug Zeit hat. Uns reicht die Zeit vor dem Sonnenuntergang nur noch für einige Fotos, bevor wir in unser Oasen Hotel einchecken. Der nächtliche Sternenhimmel ist gigantisch - Milchstraße inklusive - und raubt Laila den Schlaf bei dem Versuch das perfekte Sternenhimmelfoto zu machen, insbesondere, da die Nacht sowieso kurz ist, weil Stefan und Laila am nächsten Morgen bei Sonnenaufgang eine Runde Golf auf dem 70m unter dem Meeresspiegel gelegenen Golfplatz spielen wollen.
Mesquite Dünen
Danach geht es los, um die weiteren Highlights des Death Valleys abzureißen.  Wir wandern in den Golden Canyon, der wie der Name ja schon sagt, in der Sonne golden leuchtet, fahren zum Devils Golfcourse einer bizarr aussehenden, riesigen Gesteinswüste, zum Badwater Basin, mit 85,5 m unter dem Meeresspiegel, der tiefste Punkt Nordamerikas, der Artist Palet, einer durch verschiedene Mineralien buntgefärbten Felswand und schließlich zum Zabriskie Point und Dantes View, die noch einmal grandiose Ausblicke über das Death Valley mit Salzsee und Gebirgsformationen gewähren.
Devil's Golf Course
Etwas überfrachtet mit Eindrücken verlassen wir das Death Valley in Richtung Las Vegas, wo nach so viel Natur Eindrücke anderer Art warten. Wir wohnen im New York New York direkt am Las Vegas Strip. Wir finden es super cool. Von außen wirkt es wie eine komprimierte Skyline von NY mit Empire State Building, Freiheitsstatue, Brooklyn Bridge und Co., innen wie Greenwich Village mit Restaurants und natürlich dem unvermeidlichen Casino.
Blick vom Zabriskie Point
Um das Ganze herum bzw. hindurch fährt eine Achterbahn. Hammermäßig! Ich hatte mir das nicht so beeindruckend vorgestellt. Das gleiche Konzept gibt es im übrigen auch mit Paris und Venedig, welche wir an unserem letzten Abend noch erkunden.
Dante's View
Außerdem scheint die Stadt nie zu schlafen. Egal zu welcher Zeit man durch Hotel und Straßen läuft, es immer was los. Es wird gezockt, getrunken, gefeiert. Für ein paar Tage auf jeden Fall mal sehr unterhaltsam. Eine Shoppingtour in einer der Outletmalls bauen wir auch noch ein, wobei sich das auf Grund unserer Gepäcksituation (besonders bei Stefan und Laila) auf Kleinigkeiten beschränkt.
New York New York
Am Donnerstag unternehmen wir einen Auflug zum Hooverdamm. Leider haben wir etwas Pech. Der Fahrstuhl ist defekt und es finden an diesem Tag keine Führungen mehr durch das Innenleben des Damms statt. A
Hoover Damm

ber auch von außen ist er sehr beeindruckend und im Visitor Center bekommt man auch so eine Menge Informationen über die Funktionsweise des Damms - auch wenn man sich vielleicht nicht jede Tafel hätte durchlesen müssen, Stefan ;-).
Hotel Luxor
Der Lake Mead, der durch den Damm aufgestaut wurde, ist allerdings momentan sichtbar auf einem ziemlichen Tiefstand, so dass Teile des Sees schon ausgetrocknet sind. Auf dem Rückweg nach Las Vegas müssen wir am Flughafen unseren Mietwagen tauschen, da es Alamo nicht möglich ist ihn zu einer vernünftigen Rate einfach nur zu verlängern.
Frühstück an der Brooklyn Bridge
Dann sind wir bereit für die nächste Etappe: Grand Canyon.
Ach ja, eine Anekdote gibt es aber noch zum Schluss. In unserer Sammlung 'Kopfläuse aus aller Welt' haben wir einen weiteren Kontinent hinzugewinnen können. Nach Europa und Australien, habe ich Laila in Las Vegas in mehrstündiger Arbeit jetzt auch von amerikanischen Läusen befreien dürfen. Wir hoffen die Serie demnächst in Südamerika fortsetzen zu können :-)))

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