Dienstag, 17. Oktober 2017

Monterey und Yosemite



Par 3 Loch Pebble Beach
Ein wenig traurig verlassen wir am Dienstagmorgen San Francisco. Wir hätten gerne noch einen Tag verlängert, aber unsere Unterkunft ist am nächsten Tag vermietet und so soll es wohl nicht sein. Wir machen uns also auf den Weg, um unseren Mietwagen abzuholen und dann in Richtung Monterey zu fahren. Wir legen noch einen Frühstücks- und Shoppingstopp ein, um bei TJMaxx (heißt tatsächlich so!) Jacken für Laila und Stefan zu kaufen, denn morgens und abends wird es bereits ungemütlich kalt. Dann geht es los. Wir stoppen für einen Snack in Santa Cruz, finden den angestaubten Charme mit antiker Achterbahn und Strandcasino aber nicht attraktiv genug, um uns länger dort aufzuhalten. Kurz vor Sonnenuntergang kommen wir schließlich in unserem Motel in Monterey an.
Sonnenuntergang am 17 Mile Drive
Die Entdeckung des Tages ist ein italienisches Restaurant, mit authentischer italienischer Küche, italienischem Wein und italienischem Flair. Ein echtes kulinarisches Highlight! Am Mittwoch nehmen wir uns den 17 Mile Drive vor. Landschaft und Strände sind beeindruckend und inmitten des Ganzen befinden sich mehrere der spektakulärsten und bekanntesten Golfplätze der Welt, was Stefan etwas unruhig macht und kurz überlegen lässt, ob er nicht doch die 500 € Greenfee hinblättern soll. Aber das geht vorbei und stattdessen gibt dann kostenlos Seelöwen, Seehunde und Seeotter und als Bonus sogar noch eine Gruppe Delfine, die in der Nähe von Carmel den Strand auf und ab patrouillieren. Wir bummeln noch ein wenig durch Carmel, trinken einen Kaffee und machen uns rechtzeitig auf den Rückweg, um noch den Sonnenuntergang über dem Meer zu sehen und einen Tisch beim Italiener zu ergattern.
Monterey Aquarium
Am nächsten Morgen checken wir aus und sind pünktlich um 10.00 Uhr am Monterey Aquarium. Schon beim ersten Stopp – den Ottern – hätte man stundenlang bleiben und zuschauen könnent. So süß!!! Aber auch der Rest ist super. Wir hätten noch viel mehr Zeit dort verbringen können, aber die Straße ruft. Wir müssen heute noch vier Stunden bis Oakhurst am Rande des Yosemite National Parks fahren. Samstagmorgen bevorraten wir uns mit einem ordentlichen Picknick und fahren in den Yosemite. Wir nehmen den Abzweig zum Glacier Point, von wo man einen tollen Blick auf den Half Dome hat – einen Berg, der aussieht wie eine halbe Eiskugel - sowie die Nevada und Vernal Falls. Wir haben richtig Glück mit dem Wetter, es ist sonnig und die Sicht ist hervorragend. Dass das auch anders aussehen kann, werden wir am nächsten Tag erfahren. Am Tunnel View stoppen wir für den Blick auf den El Capitan, ein krasses, steiles, 1000 m hohes Felsmassiv an dessen Fuß wir schließlich unser Picknick verspeisen. Am nächsten Tag lernen wir, dass der El Capitan voll mit Kletteren ist und der Aufstieg bis zu 5 Tagen dauern kann. Ich möchte mir gar nicht vorstellen, wie man an einer Felswand hängend essen, schlafen und weiteres erledigen kann.
Half Dome

Sequoia Baum
Nach den Bridalveil Falls fahren wir in die Half Dome Village. Ein Fehler wie sich wenig später herausstellt, denn wir haben weder noch genug Zeit die Wanderung zum Mirror Lake zu machen, noch kommen wir wieder weg. Viele verlassen um diese Zeit den Park und eine halbe Stunde lang bewegt sich so gut wie gar nichts. Grrrhhhh! Das war ein klarer taktischer Fehler. Den nächsten Tag planen wir besser – so die Theorie. Leider haben die Ranger am Sonntagmorgen diverse Feuer gelegt (das erfolgt regelmäßig und gehört zur Waldpflege – schlechtes Timing!) und die Luft und Sicht sind so schlecht, dass man heute am Tunnel View den El Capitan fast gar nicht sehen kann und somit die Wanderung zum Mirror Lake komplett witzlos ist. Was soll sich da wohl spiegeln außer Qualm und Rauch?
Tufas im Sonnenuntergang
Außerdem brennen unsere Augen und Nasen und unsere einzigen warmen Pullis sind nach wenigen Minuten komplett verräuchert. So fahren wir  frühzeitig in Richtung Tioga Pass, erwandern auf dem Weg dorthin noch den Sequoia Wald - eine weitere Art von Mammutbäumen -  und verlassen den Yosemite Park auf der Ostseite über den Pass, der glücklicherweise noch offen ist, da noch kein Schnee gefallen ist. Das spart uns viele Kilometer. Auf dem Weg nach Mammoth Lakes liegt der Mono Lake, wo abgefahrene Gesteinsformationen, Tufa genannt, aus dem Wasser und an Land aufragen. In der untergehenden Sonne ein tolles Fotomotiv. Auf unserem Weg zum Auto begegnen wir niedlichen Streifenhörnchen, die offenbar in den von Höhlen durchzogenen Monolithen wohnen. Ich stelle es mir vor wie das Manhatten für Streifenhörnchen und Lailas Lieblingstier sind ab sofort nicht mehr Otter, sondern – na, was wohl ;-)?

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