Sonntag, 20. August 2017

Kanazawas Märchenwald


K's Hostel
Bevor ich weiter über Kanazawa berichte, erst noch ein paar Worte über die Backpacker Hostel in Japan. Im Laufe der Jahre sind wir ja schon in einigen Hostels in den verschiedensten Ländern abgestiegen. Und da war schon so einiges dabei: von Kakerlaken verseuchten Bädern in Australien bis zu hotelähnlichen Zimmern in Argentinien. Aber insgesamt würde ich sagen, dass die Hostels hier weltweit so ziemlich die besten sind, die ich gesehen habe. Die Toiletten sind beheizbar und mit eingebautem Bidet, die Duschen sind antiseptisch sauber (nicht der übliche Schimmel in den Ecken), die Küchen sind modern und super ausgestattet, die Betten sind top (nicht von Generationen von Backpacker durchgelegen) und darüber hinaus sind die Hostel auch noch geschmackvoll gestaltet. Fazit: Hostel in Japan eine echte Alternative, nicht nur aus Budgetgründen :-)
Kenroku-en Garten
Am Sonntag habe ich dann auch mehr als genug Zeit unser Hostel zu genießen, denn Stefan muss sich endlich mal um die Buchungen für Hawaii kümmern und das dauert und dauert … also Zeit mal Wäsche zu waschen, Mails zu beantworten und um 15.00 Uhr sind wir dann endlich abmarschbereit. Wir spazieren durch den Kenroku-en Garten. Man fühlt sich wie in einem Märchenwald mit Seen, Brücken und Wasserfällen. Ich hätte noch hunderte von weiteren Fotos machen können. Von dort gelangen wir zum Kanazawa Castle, das aber bereits geschlossen hat und so nur von außen zu besichtigen ist. Auch dort riesige, ruhige, fast menschenleere Parkanlagen – wie entspannend nach dem konstanten Menschenauflauf in China.
Wasserfall im Märchenwald
Dann haben wir Hunger, aber Sonntag scheint hier in vielen Restaurants der Ruhetag zu sein und wir wissen nicht so recht wohin. Wir finden an mehreren Hauseingängen einen Schilderwald mit Restaurants, die man nur über einen Fahrstuhl erreichen kann. Im ersten Anlauf landen wir in einem Restaurant, wo wir in eine Art Zugabteil mit Schiebetür und ohne Fenster verfrachtet werden. Wir vermuten, dass man da mit seinen geheimen Liebschaften hingeht, um nicht gesehen zu werden. Da die Karte nur auf Japanisch ist, die Bilder wenig ansprechend sind und ich mich klaustrophobisch fühle, verschwinden wir unauffällig wieder. Wir haben ja nichts zu verbergen.
Käsefondue auf Japanisch
Der nächste Versuch im fünften Stock des nächsten Hauses scheitert am penetranten Rauch- und Klogeruch des Restaurants und auch beim dritten Anlauf zögern wir, weil wir die einzigen Gäste wären. Aber wer nicht wagt… und das Restaurant ist ein echter Gewinn. Das Essen ist der Hammer! Wir probieren ganz viele verschiedene Sachen und ein Gericht schmeckt besser als das andere. Ach ja, und im übrigen ist der Laden proppenvoll als wir gehen. 

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