Donnerstag, 17. August 2017

Ni Hao Shanghai


Shanghai 'The Bund'
Nach einer kurzen Nacht schaffen wir es gerade noch die letzten Reste des Frühstücksbuffets zusammen zu kratzen bevor Schluss ist. Laila ist nicht ansprechbar und steckt erst gegen 12.00 Uhr und dazu auch noch unglaublich schlecht gelaunt den Kopf aus der Schlafzimmertür unserer Luxussuite. Die Laune steigt allerdings maßgeblich als wir als erste Aktion des Tages den Fake Market am Science und Technology Museum aufsuchen, da Stefans Sonnenbrille in Hongkong erwartungsgemäß nicht mehr auffindbar war. In meiner Erinnerung waren die Fake Markets zusammengewürfelte Marktstände in irgendwelchen Seitenstraßen. Das hier ist offenbar eine neue Dimension, denn wir finden uns in einer Art unterirdischen Shopping Mall wieder. Insbesondere die Brillengeschäfte sind professionell gemacht, reihen sich endlos aneinander und werben mit Discounts für alle namhaften Airlines :-). Selbst seine Augenstärke kann man hier vermessen lassen. Das ändert natürlich nichts an der Sache. Die genannten Preise sind wie eh und je total überzogene Phantasiepreise und vermutlich zahlen wir am Ende noch immer zu viel, obwohl Stefan ja ein hartnäckiger Gegner ist. Laila ist natürlich im siebten Himmel. Es gibt alles, was das Girlie-Herz begehrt – selbst Kosmetikartikel.
Pudong Skyline
Mit ein paar Sonnenbrillen im Gepäck und dem Versprechen nochmal wieder zu kommen, schaffen wir es endlich den Markt zu verlassen, fahren zum Oriental Pearl Tower, verwerfen auf Grund der Warteschlange den Plan hoch zu fahren und laufen stattdessen die Promenade am eklig riechenden, vollgemüllten Huang Pu River entlang, setzen mit der Fähre über, laufen die Prome


nade am Bund wieder zurück und haben dann die Nase voll von Hitze, Hochhäusern und Menschenmassen. Wir nehmen ein Taxi ins French Concession Viertel, mit seinen kleinen alten Häuser und hübschen Geschäften, wo wir entspannt ein paar Stunden rumbummeln, essen und trinken und überrascht feststellen, dass wir den katastrophalen Vortag im Flugzeug schon fast wieder vergessen haben.
Der nächste Tag startet erst gegen Mittag so richtig. Wir fahren mit der Metro zu einen Künstlerviertel, schauen uns alle möglichen abgefahrenen Kunstwerke an und machen uns dann auf den Weg in den anderen Teil des French Concession Viertels. Auf dem Weg dorthin kommen wir an den Straßen vorbei, wo ich damals vor 20 Jahren meine Abende verbracht habe. Leider gibt es dort nicht mehr viel, da aufgrund der Lärmbelästigung die meisten Läden schließen bzw. woanders hinziehen mussten. Auch den Teil des French Concession Viertels finde ich enttäuschend. Anders als am Abend vorher finden wir uns in einer hochpolierten Ess- und Partymeile wieder, aber da uns sowieso nicht der Sinn nach chinesischem Essen steht, nutzen wird die Gelegenheit westlich zu essen und suchen dann schnell das Weite. Ob es daran lag oder an den Fried Dumplings der chinesischen Fastfoodkette – man weiß es nicht, aber Laila fällt am nächsten Tag mit Durchfall aus und Stefan und ich erledigen das Shopping für sie auf dem Fake Market alleine. Ich habe allerdings den Eindruck, dass sie es insgeheim auch etwas genießt, den Tag mal ungestört abhängen zu können.
Mittagsschlaf bei KFC
Mit einem koreanischen Barbecue beenden wir unseren Shanghai Aufenthalt, denn am nächsten Mittag geht es mit dem Hochgeschwindigkeitszug mit 300 km/h wieder zum Flughafen und weiter nach Peking.
Qualität ganz oben - Preis ganz unten

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