Donnerstag, 24. August 2017

Amazing Kyoto


Kanazawa Oldtown
Nachdem wir noch ein paar Stunden durch das alte Viertel spaziert sind, verlassen wir am Montagnachmittag Kanazawa mit dem Zug in Richtung Kyoto. Vom Hostel zum Bahnhof nehmen wir noch eine deutsche Rucksacktouristin mit, die auch nach Kyoto unterwegs ist. Zum ersten Mal haben wir keine Sitzplatzreservierung und müssen uns gemeinsam mit unseren Rucksäcken durch die Waggons quälen, die man ohne Reservierung benutzen darf, bis wir endlich im letzten Wagen ein paar freie Einzelplätze finden. Nach den Nächten im Hostel steigen wir jetzt wieder im Hotel ab, nur leider bekommen wir für die erste Nacht ein Raucherzimmer und die erhofften Schränke, wo man endlich seinen Rucksack mal wieder auspacken kann, gibt es auch nicht. Ich benutze eigentlich seit Hongkong im Wechsel immer nur die oberste Schicht aus meinem Rucksack und hätte vermutlich mehr als die Hälfte der Klamotten zu Hause lassen können. Immer wieder derselbe Fehler!
Eingang zum Kiyomizu Tempel
Wir frühstücken auf dem Zimmer mit Obst und Joghurt aus dem Supermarkt nebenan und starten dann zum Kiyomizu Tempel. Und da sind sie wieder! Chinesen wo man hinschaut – teilweise verkleidet im Kimono, aber dennoch erkennbar.
Dazwischen sicherlich auch einige Japaner, die im geliehenen Kimono und mit gestylten Haaren vor und im Tempel für Fotos posieren. Wir zahlen 100 Yen, um uns durch einen komplett dunklen Gang an einer Kugelkette entlang zu hangeln zu einem Stein, der Wünsche erfüllt. Es erinnert an Dialog im Dunkeln und ist schon etwas scary, aber wer weiß, wofür es gut ist. Rund um den Tempel reihen sich die Souvenirgeschäfte aneinander und wir stöbern ein bisschen durch die Gassen und bleiben insbesondere beim ein oder anderen Delikatessenladen hängen. Am Nachmittag nehmen wir uns noch einen weiteren Tempel vor und dann ist es schon wieder Zeit für eine Dusche und ein leckeres japanisches Essen. 
Kodai-Ji Tempel
Da uns nicht der Sinn nach weiteren Tempeln steht, besuchen wir am Mittwoch den Nishiki Market und futtern uns da durch. Viele Sachen kann man einfach so probieren und auch wenn sie manchmal seltsam aussehen, schmecken sie meistens sehr gut. Andere Sachen, die lecker aussehen, kaufen wir für kleines Geld und am Ende des Marktes sind wir mehr als gut gesättigt. 
Halloween im August
Hier trennen sich dann unsere Wege. Laila und ich schlagen uns durch die angrenzenden Einkaufsstraßen, Stefan lässt sich von Dr. Stretch (kein Scherz!) wieder einrenken und anschließend noch eine Massage verpassen.
Teppan-Yaki

Am Ende des Tages gönnen wir uns alle zusammen ein gigantisches Teppan-Yaki – auch wenn wir danach alle unter die Dusche müssen, weil wir zwar hautnah die Zubereitung unseres Essens beobachten konnten, leider aber auch selber komplett mit gedünstet wurden. 
Fahrkartenautomat in Kyoto
Am nächsten Tag steht ein Ausflug in die Natur nach Arashiyama auf dem Plan. Dort gibt es einen gigantischen Bambuswald. Bevor wir diesen allerdings aufsuchen, wandern wir an dem idyllischen und vor allem schattigen Hozu River entlang, baden die Füße im Fluss und steigen dann zu einem Tempel mit Blick auf Kyoto auf. 
Honzu River
Auf dem Weg zum Bambuswald treffen wir Gina – unsere weltreisende Landsmännin aus Kanazawa -  wieder, bummeln den Rest des Tages gemeinsam durch den Bambuswald und die umliegende Gegend und verbringen einen sehr unterhaltsamen Nachmittag. Wir schaffen es sogar noch ein paar fast chinesenfreie Fotos im Bambuswald zu machen bevor die Sonne vollständig untergegangen ist. Alles in allem ein sehr relaxter Tag, vielleicht ein paar Grad zu warm. Kyoto hat auf jeden Fall Potential in der Liste meiner Lieblingsstädte ganz weit nach oben zu kommen. Ich bin gespannt. Uns bleiben hier jetzt noch zwei Tage und es gibt noch Vieles zu sehen.
'Geishas' im Bambuswald

Keine Kommentare: