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| Foyer des Tokyo Prince Hotels |
Wow - wir
sind beeindruckt von der Empfangshalle unseres Hotels und auch unser Zimmer ist
für japanische Verhältnisse sehr geräumig. Die Begeisterung verfliegt schnell
wieder als wir versuchen zum Außenpool zu gelangen und erfahren, dass das für
Hotelgäste pro Person umgerechnet 32 € am Tag kostet. Ein echter
Schnäppchenpreis – denn für ‚Nicht-Hotelgäste‘ kostet es das Doppelte und am
Wochenende sogar das Dreifache. Trotzdem können sie uns natürlich mal gestohlen
bleiben. Und so reduziert sich die anfängliche Begeisterung über unser schickes
Hotel schnell auf das Zimmer und den Lawson Convenience Store im Untergeschoss,
wo wir unser Bier und Frühstück beziehen, denn natürlich ist auch das Frühstück
völlig überteuert.
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| Sake Fässer beim Meiji Jingu Shrine |
Für Tag 1 nehmen wir uns gleich mal den Meiji Jingu Shrine
vor – schließlich sind wir nach Kyoto tempel- und schreintechnisch in
Höchstform. Ein Spaziergang durch den Park, ein Tempel leider in Renovierung - schnell
abgehakt und weiter geht es nach Shibuya, das neonbunte, laute Viertel, das der
Inbegriff von Tokio ist.
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| Shopping in Shibuya |
Stefan ist müde und fährt zurück ins Hotel, Laila und
ich shoppen uns durch Forever 21 (naja, eigentlich nur Laila, denn ich fühle
mich heute nicht wie 21) und einen Second Hand Laden und sind
fasziniert von den vollen, schrillen, lauten Straßen und den extravagant
gekleideten Menschen.
Am Mittwoch
gibt es als Kontrastprogramm das Ginza Viertel mit seinen Luxusgeschäften – allerdings nur zum
Window-Shopping. Die Kreditkarten sind nach 3 ½ Wochen am Limit und lassen kein
Shopping bei Nobelmarken zu. Aber auch das ist spannend. Im Erdgeschoss des Sony
Buildings stehen abgefahrene Nissan Modelle zum Anschauen und weiter oben gibt
es die neuste Sonytechnik zum Sehen, Hören und Ausprobieren.
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| Imperial Palace |
Nach einem kleinen
Snack laufen wir zum Imperial Palace und besuchen den Imperial Garden. Auf dem
kaiserlichen Rasen machen wir erschöpft von Hitze und Rumgelatsche erstmal
einen Powernap, bevor wir noch im Schnelldurchlauf das Museum of Modern Art
besichtigen. Unser Timing ist perfekt, denn während wir im Museum sind, beginnt
es zu regnen. Der erste Regen seit fast vier Wochen!
Als wir uns am
nächsten Morgen aufmachen zum Tsukiji Fischmarkt, regnet es wieder und die Temperaturen sind
drastisch gefallen. Die 23 Grad kommen uns richtig kalt vor und wir sind froh
über unsere Regenjacken, die so wenigstens auch noch mal zum Einsatz kommen. Der
Fischmarkt ist riesig, aber in den Inner Market, wo die ganzen Thunfische
gehandelt werden, lassen sie keine Touristen rein.
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| Tsukiji Fischmarkt |
Stefan gönnt sich zum
Frühstück eine ordentliche Portion Sashimi, während Laila, die Fisch und die
Gerüche hasst, eigentlich nur weg will. Durchnässt und kalt lassen wir
uns schließlich in einem Cafe nieder und planen den weiteren Tag. Es geht nach
Shinjuku, ein weiteres Shopping-Mekka Tokios. Wir brauchen einen Koffer, denn
Stefan und Laila haben mittlerweile festgestellt, dass sie viel zu viel Kram
dabei haben und haben keine Lust mehr das Zeug zu schleppen, so dass ich jetzt allen überflüssigen Krempel mit zurücknehmen werde. Gut, dass ich Business Class fliege und zwei
Gepäckstücke einchecken kann.
Dann reicht
es uns mit Shoppen, wir rollen vor der Rushhour in der Tokioter U-Bahn den
Koffer nach Hause, relaxen ein bisschen und machen uns dann auf die Suche nach einem indischen Restaurant, welches in der Nähe des Hotels sein soll.
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| Englische Speisekarte |
Wir finden es nicht, dafür aber ein anderes - nur leider ohne englische Karte. Egal, denken wir: Schließlich sind wir bisher die letzten 2 Wochen auch klar gekommen, bei indischem Essen kann man nicht viel falsch machen und Inder sprechen eigentlich auch immer Englisch. Soweit die Theorie. O.k., der Kellner spricht tatsächlich etwas Englisch, nur kann er wie wir kein Japanisch lesen und uns deshalb nicht sagen, was da eigentlich auf der Karte steht und Bilder gibt es diesmal auch nicht. Wir bestellen also nach dem Zufallsprinzip - denn wie gesagt: bei indischem Essen kann man wenig falsch machen. Das Bier kommt sofort, aber wir beobachten wie unser indischer Kellner, ein japanischer Kellner und der indische Koch wild gestikulieren, auf der Speisekarte herumzeigen und wir dann mit unserer Bestellung noch zweimal von vorne beginnen müssen. So muss es damals in Babel zugegangen sein. Aber am Ende steht was zu Essen auf dem Tisch, es schmeckt hervorragend und während Stefan bezahlt und ich vor der Tür warte, entdecke ich außen an der Tür die nicht existierende englische Speisekarte. Es hätte so einfach sein können, aber dann hätte ich ja nichts zu schreiben. Wir amüsieren uns immer noch, als wir uns auf den Weg ins Hotel machen und der vorletzte Abend meiner Reise zu Ende geht.
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